Trent
Name
Trent
Alter
Trent nähert sich den Fünfzigern. Er ist 48 Jahre alt und inzwischen sieht man ihm diese auch an.
Rasse
Magier – der König Xanths.
Gesinnung
Ich denke, es entspricht hier der Logik, dass der König ein absoluter Patriot ist. Er liebt sein Land und möchte nur das Beste. Allerdings ist es Ansichtssache, was das Beste für das Land Xanth ist.
Magisches Talent
Das Talent des Königs besteht in der Verwandlung. Er kann andere sofort in jede beliebige Gestalt verwandeln. Allerdings ist dies nicht auf unbegrenzte Entfernung und immer möglich. König Trent benötigt Blickkontakt zum Opfer, das in einem Umkreis von zwanzig Metern stehen muss. Daher ist jedes Lebewesen, das sich außerhalb dieses Radius' befindet oder sich ihm in der Dunkelheit nähert, vor einer Verwandlung sicher.
Die verwandelten Wesen bekommen die Instinkte und das Verhalten des Lebewesens, in das sie verwandelt werden. Also wird jemand in einen Fisch verwandelt, so fühlt er sich auch im Wasser wohl, kann schwimmen und stirbt an Land. Das Gedächtnis behält er allerdings, also weiß der Fisch immer noch, was er davor war, auch wenn er sich gegen seine Instinkte nicht wehren kann. Umso länger ein Wesen allerdings in ein anderes Wesen verwandelt ist, desto mehr vergisst es seine wahre Gestalt und irgendwann wird dieser Mensch einfach nur noch ein Fisch sein.
Arbeit
Seit 1040 ist Magier Trent König. Davor war er ein einfacher, aber sehr ehrgeiziger Bürger Xanths. Seit 1042 ist er auch Vater einer Tochter – Elyea.
Aussehen
Trent kann man mit Fug und Recht als recht stattlichen Mann bezeichnen. In früheren Jahren war er auch sehr schlank und durchtrainiert, was wohl durch sein Amt ein wenig verkommt. Inzwischen hat er ein wenig zugenommen, was noch nicht heißt, dass er dick ist, nur ein wenig besser genährt als früher. Trent ist ein recht großer Mann und strahlt Autorität und Kompetenz aus. Sein ganzes Auftreten ist königlich, was es auch schon vor seiner Thronbesteigung war. Immer war er der Meinung, dass dies seine Bestimmung sei, dementsprechend hat er sich auch stets gegeben.
Seine Augen sind dunkelbraun, fast schwarz und man blickt nur ungern in sie hinein. Man bekommt das Gefühl, alleine dadurch von ihm bezwungen zu werden. Außerdem ist die Gefahr groß, wenn man ihn verärgert hatte, dass man den König nicht mehr in der gleichen Gestalt verlässt, in der man vor ihn getreten war. Dichte Augenbrauen begrenzen diese Augen und machen das Gesicht dadurch düsterer und markanter.
Seit einigen Jahren lässt er sich auch einen Bart wachsen. Das Haar seines Hauptes hat die Farbe von Bronze und reicht ihm bis zu den Schultern. Gut gepflegt und frisiert passt es gut zum regelmäßig ein wenig gestutzten Bart, der sein Gesicht ziert. Leicht gewellt ist das Haar und wenn er in den Regen kommt, ist sein Haar nicht mehr wirklich zu bändigen.
Auf seinem Haupt sitzt meist seine Krone, die seinen Status repräsentiert. Ein goldener Abschluss zu seinem Haar ist der dunkelgrünen Krone gegeben, die vier gerade, zur Spitze laufende, goldene Linien ziert, wo sich diese zu einem gemeinsamen Punkt treffen. Gekleidet ist er in der öffentlichkeit immer in seiner dunklen Königsrobe und sein Schwert ist immer an seiner Seite befestigt. Alles in allem wirkt er recht beeindruckend und in seiner Gegenwart wagt man eigentlich keine Dummheiten.
Charakter
Geradlinig, konsequent und ehrlich sind wohl die Worte, die ihn am Besten beschreiben. König Trent ist, seit er den Thron bestiegen hat, ein recht guter Mensch geworden. Die Tatsache, dass sein früheres Verhalten seine damaligen Freunde dazu gebracht hatte, ihn zu verraten, sitzt tief. Somit schwor er sich selbst, sich von Grund auf zu ändern und ein besserer Mensch zu sein.
Er ist ein sehr zielbewusster Mensch, der darauf hinarbeitet, zu bekommen, was er will. Was sich ihm in den Weg stellt, wurde früher einfach beiseite geschafft. Inzwischen versucht er alles so friedlich wie möglich zu lösen, sein Ziel dennoch nicht aus den Augen verlierend. Er versucht niemanden zu verletzen, aber er hat seine Prinzipien, die er nicht über den Haufen wirft und sein Volk hat sich nun mal an gewisse Regeln zu halten.
Die Möglichkeit der Bestrafung, jemanden zu verwandeln, setzt er nur äußerst selten ein und nur, wenn es derjenige wirklich verdient hat. Viel lieber sucht er nach einer anderen Möglichkeit, jemanden davon zu überzeugen, dass er im Unrecht war oder ist. Und auch dann bleibt er human und lässt einen Fisch z.B. nicht an Land sterben.
Stärken und Schwächen
Sein überragendes Talent kann man durchaus als Stärke bezeichnen. Dadurch ist er immer in der Lage, sich vor gefährlichen Wesen zu schützen, solange es Tag ist und das Wesen in seinen Bereich kommt. Natürlich ist ein Feuer speiender Drache hier ein wenig im Vorteil, da er Trent schon grillen könnte, bevor er überhaupt in den Bereich kommt, in dem Trent ihn verwandeln könnte. Aber dennoch ist das Talent recht beeindruckend.
Auch zeichnet sich der König durch eine gewisse Führungsqualität aus. Er wirkt beeindruckend, hat einen klaren Verstand und weiß, was er will. Alles Dinge, die ihm für das Leiten einer Gruppe und inzwischen eines ganzen Volkes recht nützlich sind. Allerdings ist er dadurch recht eingespannt und hat sehr wenig Zeit für seine Familie, auch wenn er sie recht gerne hat.
König Trent ist ein recht misstrauischer Mensch. Er glaubt nicht an das Gute im Menschen, sondern eher, dass jeder etwas zu verbergen hat, jeder seinen dunklen Fleck besitzt, den er zu verdecken sucht. Somit vertraut er nur recht selten und glaubt auch niemandem sofort, den er nicht wirklich kennt. Sein Vertrauen und seine Freundschaft zu gewinnen, ist recht schwer und nur selten lässt er wirklich jemanden an sich heran. Seine Tochter Elyea ist die einzige, vor der er keine Mauer aufgebaut hat und auch seine Frau Iris schafft es zuweilen, zu ihm durchzudringen.
Vorlieben und Abneigungen
Falsche Menschen sind ihm ein Graus. Er war früher zwar nicht immer sonderlich nett und auch dem König nicht treu, aber er war immer direkt und ehrlich. Nie hat er hinterrücks gehandelt und so kann er es auch bei anderen nicht leiden. Inzwischen hat er schon ein geübtes Auge dafür, ob ihm jemand ins Gesicht lügt oder nicht. Natürlich nicht immer, aber meistens fällt es ihm auf. Demjenigen sagt er dies nicht ins Gesicht, dass er ihn durchschaut hat, sondern lässt ihn dann eher von seinem engsten Vertrauten Crombie beschatten und beobachten, um Gewissheit zu bekommen.
Wo er immer wieder und sehr oft zu finden ist, ist die Bibliothek Roognas. Dort kann er Stunden verbringen und die Zeit vollkommen vergessen. Ein Buch nach dem anderen wird gelesen und so hat er ein recht umfassendes Wissen, was die Geschichte von Xanth und die diversen magischen Geschöpfe angeht, auch wenn es nie an das Wissen des guten Magiers heran reichen würde. In diesem Raum, den er schon fast ehrfürchtig betritt, hat Stille zu herrschen und es wird auch darauf geachtet, dass immer alles ordentlich und gepflegt wirkt. Ein wenig ungemütlich kann er werden, wenn man ein Buch draußen liegen lässt und auch wütend – wenn auch nur für kurze Dauer – wenn jemand ein Buch offen und verkehrt, also auf die Blattseite hinlegt oder Eselsohren produziert.
Ebenso wie seine Frau schätzt er Musik sehr und kann auch ihren durch Illusionen produzierten Untermalungen lange zuschauen, ohne dass ihm langweilig würde. Dennoch vertreibt er seine Zeit recht selten damit, da ihm sein Amt immer noch vor geht und er dieses sehr gewissenhaft durchführt.
Vorgeschichte
Es war das Jahr 1014, in dem mich der Storch bei meinen Eltern, einem Soldaten des Königs im mittleren Alter und einer hübschen Kammernzofe, ablieferte. Ich war das zweite Kind, das den zwei Menschen gebracht wurde und wuchs behütet auf. Die Kindheit war nicht besonders. Die ersten paar Jahre verbrachte ich bei meinen Eltern und meiner großen Schwester. Meinem Vater war das Talent, einen Stock in einen Golem, der ihm glich, zu verwandeln, zu Eigen, während meine Mutter das Talent der Wiederholung besaß. Sie konnte 15 Sekunden in die Vergangenheit springen und somit Kleinigkeiten wieder gut machen, einen Teller, den sie fallen gelassen hatte, so vor dem Bruch zu bewahren, zum Beispiel. Es ist eigentlich sehr nützlich, wenn sich nicht auch die Luft wiederholen würde, was das Ganze ziemlich einschränkt.
Meine Schwester Isa konnte die ganzen Jahre kein Talent aufweisen und musste mit 25 Jahren Xanth verlassen. Es tat mir leid für sie, aber ich konnte nichts ändern und da wir 10 Jahre auseinander waren, standen wir uns auch nie sonderlich nahe.
Aber nun zurück zu meinem Leben.
Wir lebten nicht im Norddorf, sondern in der Nähe des Königsschlosses und ich hab meine Kindheit, wie die meisten, spielend und mit meinen Altersgenossen verbracht. Schon früh merkte ich, dass ich das Talent hatte, alle herum zu kommandieren und sie mir folgten. Auch durch mein Talent, das ich recht schnell entdeckte, hatte ich natürlich einiges an Macht. Wer nicht hören wollte, den verwandelte ich einfach kurz. Der Schock nach so etwas saß meistens, so dass danach jeder Streit vorbei war. Damals nützte ich das natürlich ziemlich aus und es kam nicht selten zu einer Streiterei mit meinem Vater deswegen, da ich diese Machtspiele auch zu Hause versuchte auszuleben. Nun, es setzte ein paar Mal Prügel und ich lernte sehr schnell, mich nicht gegen meinen Vater aufzulehnen.
Sobald ich alt genug war, schickte mich mein Vater zum guten Magier Humpfrey, bei dem ich ausgebildet werden sollte. Nicht viele bekommen diese Chance und ich ergriff sie sofort. Wo eher konnte ich lernen, mit meinem Talent so viel wie möglich zu erreichen und gleichzeitig mein Wissen aufzubessern? Schon damals hatte ich beschlossen, dass ich der nächste König sein würde. Und die Aussage von Humpfrey, dass mein Talent sehr stark sei, ja der Magierklasse entspräche, bestärkte mich in meinem Vorhaben. Ich würde über Xanth herrschen, schon alleine diese Vorstellung! Ich war wohl ein ziemlich eingebildeter, aber gut erzogener Bengel. Ich versuchte Humpfrey so wenig wie möglich zu verärgern, immerhin wollte ich alles erfahren.
Allerdings gab es jemand anders beim guten Mager, bei dem meine Vorsätze, mich zu benehmen, nicht immer funktionierten. Iris, meine zukünftige Frau, wurde ebenfalls von Humpfrey unterrichtet. Ihr Talent, die Illusionen, waren mir oft äußerst lästig und so wurde sie von mir auch einige Male verwandelt, wenn sie mir zu sehr auf die Nerven ging. Nun ja, Humpfrey hatte den Streit immer geschlichtet, auf seine mürrische Art und Weise.
Kurz darauf, im Jahre 1033, versuchte ich, den Thron zu erobern. Ich hatte mir eine richtig schöne Streitmacht zusammengestellt. Nicht besonders groß, aber schlagkräftig. Ich nannte sie meine Freunde, gewonnen durch Einschüchterung und mein Talent. Ich glaubte wirklich, sie wären mir absolut treu und würden mir bis in den Tod folgen. Wie töricht ich doch war! Wie konnte ich nur glauben, durch solche Maßnahmen Freunde zu gewinnen. Auch versprach ich ihnen Dinge, die ich eigentlich nicht einzuhalten gedachte, aber ich dachte nicht an die Konsequenzen. Auf meinem Vormarsch zum Thron stellte sich mir eigentlich niemand in den Weg und ich war schon am Schloss angelangt.
Am nächsten Morgen wollte ich das Schloss erobern und den König zur Kapitulation zwingen. Nun, ein schöner Plan, aber er wurde leider nicht umgesetzt. In dieser Nacht wurde ich durch den Schild nach Mundania getragen. Ich weiß nichts Genaues. Ich kann mich nur daran erinnern, eingeschlafen zu sein und einem meiner so genannten Freunde die Nachtwache übertragen zu haben. Dieser hatte mich wohl verraten, zumindest fand ich mich in Mundania anstatt auf dem Thron wieder. ärgerlich, aber ich konnte es nicht mehr ändern.
Als ich aufwachte, sah ich mich auf einem Wiesenhügel wieder. Seltsam, an den konnte ich mich vor dem Schloss gar nicht erinnern. Sehr schnell merkte ich allerdings, dass hier nichts mehr stimmte. Ich machte mich auf den Weg, nach jemandem zu suchen, der mir Auskunft geben konnte. Unterwegs auf einer Straße, die seltsam glatt und grau war, gar nicht aus Steinen bestehend, kam mir plötzlich ein seltsames Ding entgegen. Es machte einen eigenartigen Lärm, der so ähnlich wie „Brrrrruuuuummmmmm“ klang und an seinem Schwanz kam grauer Rauch heraus. Anscheinend schien dies ein Drache zu sein in dieser Gegend und ich stellte mich so hin, dass ich ihn im Blickfeld hatte, aber nicht in seiner Bahn lag. Dieser „Drache“ näherte sich äußerst schnell und schien sich auf Rädern fortzubewegen. Außerdem war das sowieso ein seltsames Geschöpf. Ganz anders als in Xanth. Na ja, auf jeden Fall konzentrierte ich mich und sobald er nahe genug war, wollte ich ihn in einen Blumenstrauß verwanden, aber es funktionierte nicht! Der Drache rollte weiter! Und das, was mich wohl am meisten schockierte: Es saßen zwei Menschen in ihm!
Es gab noch einige an solchen Begegnungen und ich verbrachte auch einige Zeit in einem Gebäude, das man „Krankenhaus“ nannte. Nun, ich lernte mich sehr schnell anzupassen. Wenn man in diesem Land, für uns alle als Mundania bekannt, für die Menschen hier Florida genannt, von Magie redete und einem magischen Talent, wurde man für verrückt erklärt. Im Krankenhaus las ich einige Bücher, nachdem ich mich mit allem vertraut gemacht hatte und konnte kurz darauf entlassen werden, da ich ihnen anscheinend wieder als „geheilt“ vorkam.
So, nun stand ich hier, in einem fremden Land, ohne eine Ahnung, was ich jetzt machen sollte. Es war ein seltsames Gefühl, sich so… verloren vorzukommen. Ich hatte kein Geld und auch nur die Kleidung, die ich am Leibe trug. So wanderte ich durch die Gegend und als es Abend wurde, suchte ich mir im Park eine Bank, auf der ich mich ausruhen konnte. Wo hätte ich sonst hingehen sollen, frage ich. Die Nacht war recht ungemütlich, diese Holzbänke waren nicht sonderlich bequem und da es keine Deckenbäume und Kissenbüsche gab, war mir auch recht kalt. Mit der Zeit döste ich endlich ein, auch wenn ich dabei zweimal von der Bank fiel und fluchend wieder aufstand.
Auf einmal hörte ich in meiner Nähe einen erstickten Schrei und ich war wieder putzmunter. Vorsichtig bewegte ich mich in diese Richtung und sah einen Mann, der eine Frau gewaltsam festhielt und deren Tasche durchkramte. Die Frau strampelte und versuchte frei zu kommen, was der Mann mit einem Schlag auf ihren Kopf quittierte. Das war doch ein wenig viel und ich schlich mich hinter ihnen heran, so dass ich ihn schnell erreichen konnte. Ein “Lass sie in Ruhe.“, und der Mann drehte sich hastig um. Er ließ die Frau fahren, die sich ein paar Schritte entfernte, aber unentschlossen stehen blieb. Der Angreifer sah, dass ich anscheinend zu gut für ihn war oder was weiß ich. Ich hab die Leute damals dort nicht ganz verstanden, auf jeden Fall ergriff er die Flucht und ich ging wieder zu meiner Bank, um mich dort hinzusetzen. Die Frau folgte mir zögernd und stand dann vor mir, von einem Fuß auf den anderen tretend, bis ich sie erstaunt anschaute.
“Danke… Das war… sehr nett von ihnen… Sind sie… Was machen sie hier?“ Das Wesen schien ein wenig neugierig zu sein und gleichzeitig dankbar. “ich schlafe hier und wenn es sie nicht stört, ich bin müde.“, damit legte ich mich wieder hin und versuchte einzuschlafen. Ein paar Minuten stand die Frau noch unentschlossen vor mir, bevor sie dann verschwand. Lange lag ich noch mit offenen Augen da, bis mich endlich der Schlaf übermannte.
Das war die erste Begegnung mit meiner ersten Frau. Am nächsten Tag ist sie bei mir vorbei gekommen und brachte mir was zu essen mit. Ich weiß nicht, für was sie mich gehalten hatte oder ob ich ihr leid tat. Aus dieser Begegnung wurden mehrere und schlussendlich liebten wir uns. Ich zog bei ihr zu Hause ein und wenig später heirateten wir. Ich war das erste Mal wirklich glücklich und wären wir in Xanth gewesen, wäre mein Glück wohl vollkommen gewesen. Sie gebar mir recht bald einen Sohn, den wir Markus nannten und abgöttisch liebten. So vergingen die Jahre und ich fand mich in Mundania zurecht.
Dann allerdings hatte mein Glück im Jahre 1039 nach Xanthischer Rechnung, ein Ende. Eine Krankheit suchte unsere Familie heim und meine Frau und der kleine Sohn starben. So viel Schmerz hatte ich noch nie im Leben verspürt. Wahnsinnig vor Trauer schloss ich mich ein und ließ niemanden zu mir, bis ich dann beschloss, einen Weg nach Xanth zurückzufinden. Und so wanderte ich wieder zu dem Ort, an dem ich Mundania das erste Mal betreten hatte. Ich hatte keine Ahnung, wie ich nach Xanth kommen sollte, aber ich wusste, dass ich es wollte, und wenn auch als toter Mann.
Das Glück war mir hold und nach ein paar Tagen, in denen ich von Wasser und ein paar äpfeln lebte, kam plötzlich einer aus Xanth, wohl einer ohne Talent, der gebannt wurde. Ich stürzte darauf los und rannte an dem verblüfften Mann vorbei durch den noch deaktivierten Schild und landete somit wieder in Xanth. überglücklich, wieder hier zu sein und noch zu leben, versteckte ich mich hinter ein paar Felsen und Büschen und schlief ein.
Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg. Ich wollte unerkannt ins Norddorf und dort unter einem anderen Namen erst einmal eine Weile leben und mich wieder eingliedern. Nur hatte ich nicht mit dem guten Magier gerechnet. Dieser ist dem König zur Treue verpflichtet und durch seine Spiegel erfuhr er von meiner Ankunft in Xanth. Der König war – wie ich später erfuhr – vor ein paar Tagen verstorben und nur der Rat regierte so lange, bis ein Nachfolger gefunden wurde. Plötzlich tauchte eine Leibgarde vor mir auf und da ich mich eigentlich nicht verraten wollte, ließ ich mich abführen.
Anders als erwartet, wurde ich vor den Rat gestellt, erfuhr dort die Notlage Xanths und man trug mir das Königsamt an, da Humpfrey sich schlichtweg weigerte, die Krone anzunehmen und außer ihm nur ich ein genügend starkes Talent hatte, da der Sohn des Sturmmagiers nicht talentiert genug war. Verblüfft, aber dennoch vernünftig nahm ich das Angebot sofort an, das allerdings mir einer Bedingung verknüpft war. Ich musste eine Frau heiraten, deren Talent ebenfalls sehr mächtig war, um mächtige Nachfolgen zu bekommen, die dann die Thronfolge einhalten konnten. Ein wenig verwundert willigte ich ein und so heiratete ich Iris, die ich schon als Kind kannte. Inzwischen hatte sie ihr Talent so gut wie perfektioniert.
So wurden wir ein Paar. Ich konnte nicht sagen, dass ich sie auch nur irgendwie liebte. Meine Liebe galt Maren, die ich in Mundania verloren hatte. Aber ich schätzte Iris und sie mich. Darauf ließ sich eine Ehe ebenfalls aufbauen. Somit wurde ich im Jahre 1040 König, mein lang ersehntes Ziel wurde endlich Wirklichkeit.
Zwei Jahre später brachte der Storch uns Elyea, eine wunderschöne Tochter, die mein ein und alles ist. Ich hatte zwar nicht immer Zeit für sie, aber dennoch bemühte ich mich, sie und auch ihre Ausbildung nicht zu vernachlässigen. Auch um Iris kümmerte ich mich so viel ich konnte. Mit der Zeit mochte ich sie recht gern, ob es Liebe ist, kann ich nicht beurteilen… Aber ich denke, es ist eher Freundschaft als Liebe.
Man hatte mich, zusammen mit Iris, zu den Herrschern über Xanth erklärt und gehofft, dass ich einen Thronfolger bekäme. Elyea ist inzwischen zwanzig Jahre alt und ich bezweifle, dass wir noch ein weiteres Kind bekommen werden. Nun stehen wir wieder vor demselben Problem und ich hoffe, dass es einen Mann gibt, dessen Talent stark genug ist, so dass er meiner Tochter würdig ist und den Thron nach mir erben kann. Im Moment schaut es weniger danach aus und Elyeas Schwärmerei für den Enkel des Sturmkönigs behagt mir nicht sonderlich. Mal schauen, was die Zukunft bringt
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