Roxanne Lexis

Name:
Mein Name ist Roxanne Lexis, auch genannt Rox oder Roxy.


Geburtsort + Geburtsdatum:
London, 28. Mai 1991


Klassenstufe:5. Stufe
Schulposten:Keinen
Status:Beliebt


family portrait
Mein Vater Eduard Lexis, 45 Jahre alt, ist ein angesehener Mann und arbeitet als Geheimagent. Klingt irgendwie kitschig, ist aber nicht halb so romantisch wie es klingt. Allerdings weiß ich nicht all zu genau bescheid, da er noch nie erzählt hat, worum es genau in seiner Arbeit geht. Vollkommen verständlich natürlich, denn sonst wäre er für seinen Beruf wohl nicht geschaffen, wenn er seine Tätigkeiten zu Hause erzählt. Zu seiner Schulzeit hat er es bis zum Schulsprecher gebracht, da er ein sehr verantwortungsbewusster und ordnungsliebender Mensch ist. Ich mag meinen Dad und egal ob er nun zurückhaltend ist oder nicht, wenn ich Lust darauf habe, wird er von mir umarmt und ich weiß, dass er sich darüber freut. Ich sehe das leichte Lächeln auf seinen Lippen, das nur sehr selten zu sehen ist. Anders als meine Schwester schaue ich ihm ähnlicher. Ich hab zwar dunkelbraunes Haar, aber meine Gesichtszüge sind denen meines Vaters viel ähnlicher als denen meiner Mutter.

Celine Lexis, 39 Jahre alt, ist die Mutter von uns Beiden und eine recht liebevolle Frau. Schon immer war sie recht hübsch anzusehen gewesen, ist es auch heute noch und das Alter ist nicht zu sehen. Sie kennt die kleinen Kunstgriffe, die eine Frau immer wieder begehrenswert machen. Früher einmal hat sie geschneidert. Nicht weil sie es gemusst hätte, nein, sondern weil sie es liebt, Kleidung zu entwerfen. Oft trägt sie Dinge, die man nirgendwo kaufen kann, da sie sich selbst genäht hat. Schon in der Schulzeit hatte sie ihre Kleidungsstücke immer ein wenig umgearbeitet, so dass sie noch ein wenig wallender, schöner, kürzer oder einfach eleganter wirkten. Rachel ist ganz gierig auf Kleidungsstücke, die Mam näht. Ich brauche sie nicht so sehr. Natürlich freue ich mich auch darüber, aber so verrückt danach bin ich nicht und ich hab schon ein-, zweimal meine Sachen meiner Schwester geschenkt, weil sie ihr so gefallen haben.

Rachel Lexis, meine Schwester, ist mir recht ähnlich, zumindest behaupten das sehr viele Leute. Meine Eltern hingegen kennen uns besser und sagen, dass wir sehr verschieden sind. Wem ich glauben soll, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass wir uns in vielem einig sind und in einigen Dingen komplett anderer Meinung sind. Aber auch wenn wir noch so unterschiedlich sein sollen, was sie fühlt und denkt, weiß ich meistens, und dafür muss ich sie eigentlich nur selten fragen. Ich könnte nicht ohne sie leben, das ist gewiss.

Unser kleiner Bruder Geoffrey Yeats ist 11 Jahre alt. Er ist ein wohl erzogener junger Mann, aber ab und zu sitzt ihm auch der Schalk im Nacken und er stellt Blödsinn an. Da er zu Hause allerdings wenige Freunde hatte, da wir nicht allzu viele Nachbarn hatten, ist er ein wenig zurückhaltend. Wenn er einmal auftaut, ist er ein recht lebhafter junger Kerl, der gerne und viel lacht.


looks & characteristics

Aussehen:
Der schlanke geschmeidige Körper und meine Raubtierhaften Bewegungen sind kennzeichnend für mich. Ein stolzes Auftreten und die Selbstsicherheit, so wie meine erotische Ausstrahlung wirken oft anziehend und gleichzeitig Respekt einflößend. Trotz meiner biegsamen und wohlgeformten Gestalt, wirke ich dennoch kraftvoll und überall kann man die feinen Muskeln erkennen, welche sich auf meiner weichen Haut abzeichnen. Ich war schon mein ganzes Leben lang immer sehr schlank und sportlich. Dadurch dass ich gerne Laufen gehe und mich bewege, habe ich eine schöne Figur, die mir schon manchen bewundernden Blick der Männer eingebracht hat.

Mein Gesicht ist geprägt von meinen durchdringenden, dunklen Augen, die jedem direkt ins Herz zu schauen scheinen. Sie sind von einem schönen aber bezwingenden braun, das schon fast ins schwarze übergeht, fesseln automatisch die Blicke anderer. Lange, volle Wimpern umgeben diese faszinierenden Augen und sind meist in schwarze Tusche getaucht. Um den Augen noch mehr Ausdruck zu geben umgibt sie meist ein braunsilberner Lidschatten. Meine vollen Lippen sind weich und wirken, als könne man in ihnen versinken. Oft haben sie einen matten Perlglanz, der von meinem Lippenstift herrührt.

Auch wunderschön anzusehen an mir sind meine dunklen glatten Haare, die sich an mein Gesicht schmiegen und einen eigenen Willen zu haben scheinen. Meine Haare sind wohl das schönste an mir. Sie sind sehr lang und schön kräftig. Der dunkelbraune bis schwarze Farbton macht sich gut mit meiner Haut und ich legt viel Wert auf die Pflege meiner Haare. Sie reichen bis unters Schulterblatt, sind dick und glänzen kraftstrotzend und gesund. Manchmal, wenn sie mir lästig fallen oder unpraktisch sind, wird die Haarpracht zusammengefasst und fällt als Rossschwanz über meine schönen, braungebrannten, samtigen Rücken.

Eines meiner auffälligsten Merkmale ist wohl meine Kleidung. Ich kleide mich gern lasziv und das ganz bewusst. Ich bin stolz auf meine Figur und zeige sie gerne her. Allerdings schaffe ich es immer, elegant zu wirken und nie billig. Am liebsten kleide ich mich in figurbetonte Dinge, um meinen Körper zur Geltung zu bringen und meine Reize zu betonen. Ich habe sehr viel Geschmack, wenn es um die Auswahl meiner Kleidung geht und bevorzugt Stoffe, die eng anliegen und den Körper wie eine zweite Haut umgeben. Mein Vorzug gilt dunklen Stoffen. Ein dunkles Rot oder Blau sieht man recht oft an mir. Allerdings laufe ich auch gern in Jeans oder Leder durch die Gegend, da diese angenehm zu tragen sind und äußerst praktisch und haltbar.

Schmuck trage ich selten, außer einer filigranen silbernen Kette, mit dem chinesischen Symbol der Freundschaft als Anhänger, den ich von meinem ersten Freund bekommen habe und dem dazugehörigen Ring, der einfach nur aus einem schlichten Silberreif besteht. Mein Zungenpiercing würde ich nicht als Schmuck bezeichnen, aber erwähnt gehört es doch.

Seit meinem 15. Lebensjahr habe ich ein Löwentattoo an der linken Fessel - Sternzeichen Löwe -, das ich mir heimlich gemacht hatte. Es ist nicht nur mein Sternzeichen, sondern die Katzenwesen sind die Geschöpfe, die ich am meisten bewundere, ihre Bewegungen und ihre Kraft. Meine Mam weiß nichts davon, aber ich liebe es. Die zweite Verzierung, die ich besitze, ist ein Bauchnabelpiercing in Form eines Sterns. Dieses habe ich mir vor kurzem stechen lassen.


Charakter:
Fröhlich, schlagfertig, aufgeschlossen. Drei Schlagworte, die auf mich zutreffen wie die Faust aufs Auge. Anders als Rachel bin ich ein recht offener Mensch und gehe auf andere Leute zu. Ich halte nicht viel davon mich zu verstecken und einst war sie gleich wie ich. Meiner Meinung nach hat irgendwas sie verändert, was hat sie mir aber nie erzählt. Ich bin meist gut gelaunt und lache oft und viel. Allerdings heißt das nicht, dass ich meinen Mund nicht mehr zubekomme.

Auch kann ich recht gut zuhören, bin äußerst mitfühlend und auch hilfsbereit, wenn man mich braucht. Man kann mit mir die Zeit schweigend verbringen und ebenso mit dummen Scherzen oder tiefsinnigen Gesprächen. Wenn man mir vertraut, so ist es für mich ein Versprechen. Was man mir sagt, bekommt niemand anders zu hören, nicht einmal meine Schwester. Selbst aufschreiben tu ich solche Dinge nicht, da ich viel zu sehr Angst habe, dass man solche Dinge irgendwann finden und lesen könnte. Ich bewahre das Wichtigste in meinen Gedanken und nicht auf Papier.

Wie meine Schwester bin ich absolut loyal und stehe hundert Prozent zu den Menschen, die mir etwas bedeuten. Egal wer sie angreift, ich verteidige sie, verbal und manchmal auch handgreiflich, da ich keine Probleme damit habe jemanden zu schlagen, der mir oder jemand anderem weh tut. Ich sage jemandem offen und auf den Kopf zu, was mich an ihm stört und wie ich sein Verhalten finde. Das Verhalten und diese Ansichten werden in unserer Familie hoch getragen und mein Vater meinte immer, dass man auch dazu stehen soll, was man sagt, tut und denkt und genau danach handle ich auch. Es ist nicht immer einfach seinen Gedanken, Wünschen und auch Worten treu zu sein, aber ich versuchte immer mein Bestes, was mich ab und zu schon in komplizierte Situationen gebracht hat.

Sturheit ist etwas, das man sehr gut mit mir in Verbindung bringen kann. Ich hab einen ziemlichen Dickkopf, wenn es darum geht, meinen Willen durchzusetzen, auch wenn’s nicht immer funktioniert. Natürlich kann ich ab und zu auch nachgeben, aber nur bei Dingen, die mir nicht so viel bedeuten. Ist mir etwas wirklich wichtig, so setze ich das auch durch, koste es, was es wolle. Ob man dies als positiv oder negativ sehen mag, ist wohl Ansichtssache. Einerseits lasse ich mich nicht so schnell unterkriegen, wenn ich etwas wissen, haben oder erreichen will, andererseits hab ich so ein ziemliches Durchsetzungsvermögen, was mir schon öfters geholfen hat.

Auch Hilfsbereitschaft ist ein Wort, das ich unterschreibe. Ich kann es nicht mit ansehen, wenn sich jemand mit etwas abquält, sei es nun eine Hausaufgabe oder etwas Schweres zu tragen. Ich helfe zwar nicht jedem und andauernd, so nett bin ich dann doch wieder nicht, aber ich schau, dass ich Freunden unter die Arme greifen kann, wenn sie es brauchen. Mein Helferleinsyndrom ist aber nicht so ausgeprägt, dass ich Leuten, die ich nicht sonderlich mag, ebenso helfe. Hier kann es schon einmal sein, dass meine Schadenfreude überhand gewinnt und ich lieber schwer beschäftigt bin oder einfach nur zuschaue. Ja, auch ich kann manchmal fies und gemein sein, auch wenn mans nicht glaubt…

Auch wenn ich nicht ganz dumm bin, so bin ich doch recht faul. Hausaufgaben erledigen, Dinge machen, die man noch verschieben kann, mich dazu aufraffen aufzustehen… Ich mache gewisse Dinge einfach nur sehr widerwillig. Wenn ich mich einmal dazu ermuntert habe, ist es kein Thema mehr, aber die überwindung, mich dazu zu bringen, ist manchmal ziemlich groß. Das einzige, wozu ich wirklich nie überredungskünste meiner selbst oder wen anders brauche, ist Sport. Ich liebe es zu schwimmen, joggen oder einfach nur spazieren zu gehen.


likes, dislikes & strange moments

Vorlieben
Meine Schwester
Männer
Regen
Bücher
Rockmusik so wie auch Kuschelsongs
Ausgehen
Tanzen
Sport im Allgemeinen
Tee
Katzen
Flirten
Gewitter
Sommer


Abneigungen
Zicken
Vorurteile
Gewalt
Betrunkene Menschen
Drogen
Zigaretten
Kaffee
PC-Freaks
Verklemmte Menschen
Winter
Schnee
Punk
Unpünktlichkeit
Unordnung
Mäuse & Ratten


Angewohnheiten
Zu offen, ehrlich und direkt für manche
Spielt dauernd mit ihren Haaren
Kaut auf ihren Lippen wenn sie nervös ist


the story of my life
Am 28. Mai vor 17 Jahren kam ich auf die Welt. Meine Eltern haben erzählt, dass es für sie ein Freudentag war, zwei gesunde kleine Mädchen in ihren Armen halten zu können. Ich glaube ihnen und hoffe selbst einmal dieses Glück zu erleben, wenn es auch nicht unbedingt gleich doppelt sein muss. Ich bin ein wenig älter als meine Schwester, ein paar Minuten nur, doch diese waren immer wieder dafür verantwortlich, dass ich die Führung übernahm. Ich war automatisch diejenige, die sagte und sie diejenige, die folgte. Es ist mir heute mehr bewusst als früher und ich versuche es zu vermeiden, dennoch weiß ich, dass ich die stärkere von uns beiden bin.

Meine Kindheit verlief geregelt. Ja, so könnte man es ausdrücken. Meine Eltern hatten sich immer gut um mich und meine Schwester gekümmert und an Geld hat es nie gefehlt. Die Großeltern haben sich ebenso über uns gefreut und wir wurden von einem zum nächsten gereicht, um besittet und lieb gehabt, verwöhnt und betüttelt zu werden. Wie wir das Ganze ertragen haben, ohne dabei verrückt zu werden, ist mir immer noch ein Rätsel, aber so ist es wohl bei Kindern. Alle wollen sie lieb haben und verwöhnen. Zumindest in unserer Familie. Die meiste Zeit hab ich mit Rachel verbracht. Wir waren anfangs wie siamesische Zwillinge. Was sie hatte, wollte ich auch, was ich getan hatte, hatte sie auch getan. Wir waren unzertrennlich und das jahrelang. Kinder in der Nachbarschaft gab es kaum in unserem Alter und die meisten von diesen waren männlich und hatten kein Interesse daran, sich mit zwei rosa Mädchen zu beschäftigen.

Die Einzigen, die anfangs ein wenig Zeit mit uns verbrachten, waren meine Cousins William und Richard, allerdings nur so lange, bis sie in ein Internat kamen. Inzwischen hatte meine Tante noch ein Mädchen auf die Welt gebracht. Vier Jahre jünger als Rachel und ich war sie die ideale Spielpartnerin für uns: Eine lebendige Puppe zum Anziehen. Natürlich hat uns Cordula – meine Tante – nicht immer erlaubt, aber ab und zu war es ganz witzig und umso größer Dorothy wurde, umso mehr verstanden wir uns. Sie war ein fröhliches Mädchen und mir immer ähnlicher als meiner Schwester und lieber mit mir zusammen. Auch wir bekamen in unserer Familie noch verspäteten Zuwachs. Geoffry sollte unser kleiner Bruder heißen und auch um ihn kümmerten sich meine Schwester und ich immer. Dieser wiederum verstand sich schon immer mit Rachel besser als mit mir. Wir hatten nie etwas dagegen, Baby zu sitten. Es machte uns Spaß. Vielleicht liegt es daran, dass wir es nicht mussten und unsere Eltern auch nicht dauernd weg waren und uns alleine ließen.

Als ich 13 war, lernte ich Mike kennen. Er und seine Familie zogen in unsere Nachbarschaft und meine Geschwister und ich waren draußen spazieren, als wir ihm und seinen Freunden über den Weg liefen. Es passierte nichts Besonderes. Ich hab ihn nur angesehen und gelächelt. Am nächsten Tag wartete er in der Nähe von unserem Haus auf uns, dieses Mal allerdings alleine und als wir ihn sahen, drückte Rachel Geoffrey grinsend weiter und winkte mir zum Abschied, während ich ihr die Zunge rausstreckte. Mike und ich verbrachten einen wunderschönen Tag mit Spaziergängen im Schnee, saßen am zugefrorenen See und haben viel miteinander geplaudert. Das ging tagelang so, bis er mich dann einmal küsste. Es war so aufregend. Mein Herz raste wie wahnsinnig und ich kann jetzt noch das Zittern meiner Hände spüren, wenn ich daran denke.

Er gestand mir irgendwann, dass er sich in mich verschaut hatte, schon am ersten Tag und kurz darauf waren wir wohl das glücklichste Pärchen weltweit. Zumindest sah ich es so. Als ich dann wieder nach St. Patricks musste – wo ich schon seit dem ersten Jahrhin ging, war die Trennung schmerzhaft und hatte viel Heulerei zur Folge. Ich versprach ihm so oft ich konnte zu schreiben und auch er schwor, jeden Brief sofort zu beantworten. Zum Abschied schenkte er mir ein Foto von ihm in einem Anhänger an einer goldenen Kette. Allerdings währte mein Glück nicht lange. Die Entfernung, die lange Abwesenheit schien ihm nicht so zu gefallen und er wurde mir untreu, hinterging mich und das nicht nur mit einer. Als ich es dann erfuhr war ich erst wie geschockt, konnte keinen klaren Gedanken fassen und schwor mir, nie wieder einen Kerl an mich heran zu lassen. Der Vorsatz hielt ca. zwei Wochen. Allerdings hatte ich mir vorgenommen, dass nun ich bestimmte, wen ich an mich heran ließ, wie lange und wann ich genug von ihm hatte.

Ich begann es zu genießen, Typen anzumachen, mit ihnen zu flirten, zu spielen, einfach meinen Spaß zu haben. Ich probierte alles aus, ließ mich verführen, verführte selber, und begann auch Neugierde für Mädchen zu entwickeln. Nach einem Sporttraining zum Beispiel hab ich mich mit einer Freundin von mir ein wenig näher unterhalten. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, dass sie Interesse an Mädels haben könnte, doch wagte ich einfach den Sprung ins kalte Wasser, berührte sie zufällig, flirtete leicht mit ihr und ließ leicht durchblicken, dass ich ganz und gar nicht abgeneigt wäre…

Ein wenig erstaunt war ich schon, als sie darauf einging, doch war ich viel zu nervös, um mir mehr Gedanken darum zu machen. Es war das erste Mal, dass ich ein Mädchen küsste, leicht verschwitzt vom Training, noch etwas außer Atem und ihr Körper war himmlisch weich. Ich bekomme wohl heut noch weiche Knie, wenn ich daran denke… Irgendwie hatten wir den Weg unter die Dusche gefunden, uns auf dem Weg bis dorthin entkleidet. Es war… Wahnsinn. Mehr werde ich nicht verraten. Aber eines ist sicher. Jungs sind nicht halb so zärtlich wie Mädels… Was nicht heißt, dass ich auf sie verzichten möchte.

Mein Selbstbewusstsein wuchs mit meinem Verhalten ebenso meine Art, zu sagen was ich dachte. Früher hatte ich mich noch etwas zurück gehalten, inzwischen sage ich was ich denke, egal ob es dem Gegenüber passt. Ob es noch einmal einem Typen gelingt, mehr von mir zu bekommen ist fraglich. Mein Herz wurde einmal gebrochen, so schnell würde es keiner mehr erobern…


writing sample
Es war mucksmäuschenstill im Klassenraum. Ab und zu hörte man ein Fliegensummen oder einen Füller übers Papier kratzen. Die Sonne schickte ihre wärmsten Strahlen durch das Fenster und die Schüler, die nicht im Schatten saßen, schwitzten noch mehr als die anderen. Mit langsamen Schritten ging Professor Engler den Gang entlang, blickte immer wieder auf eines der Blätter, die vor den Schülern lagen und achtete mit wachsamen Augen, dass niemand auch nur daran dachte zu schummeln. Es war die letzte Mathematikklausur in diesem Jahr und es schien fast so, als hätte Mr. Engler sich die gemeinsten und fiesesten Aufgaben ausgedacht um die Schüler bis ans äußerste ihrer Leistung zu treiben.

Verzweifelt blickte Roxanne auf das Blatt, das vor ihr lag. Sie hatte gerade einmal zwei Drittel der Aufgaben gelöst und die vermutlich nicht richtig. Und der Minutenzeiger wanderte ihrer Meinung nach immer schneller zum Sechser, bei dem dann die Glocke losschrillen würde. Sie hasste Mathematik, konnte dieses Fach einfach nicht leiden und den Vorgängen nichts abgewinnen. Was interessierte sie schon, wie viel was ergab, wenn man es durch was anderes dividierte? Oder was für eine Zahl der Platzhalter X war. Das war doch vollkommen unwichtig! Was hatte das mit dem Leben zu tun? Seufzend kaute sie an ihrem Bleistift, der eindeutig schon öfters in diesem Fach benutzt wurde. Alte Knabberspuren zierten das Ende des Stiftes und ließen ihn recht hässlich aussehen.

Resigniert schmiss sie ihn hin und lehnte sich zurück. Sie würde das nie schaffen! Sie würde sicher durchfallen und alle würden sie auslachen! Warum konnte sie nicht so gut in Mathe sein wie Richard Diaz, einer, der mit ihr in Mathe zusammen war, genauso wie in Chemie und noch zwei anderen Fächern. Leicht verzweifelt blickte sie zu diesem, doch der war absolut in seine Aufgaben vertieft und kritzelte eifrig vor sich hin. “Miss Lexis? Wollen sie schon abgeben?“, war Mr. Engler sofort zur Stelle und fragte sie freundlich, ihr die Sicht zu Richard versperrend. “Nein, ich schau nur Löcher in die Luft, vielleicht find ich dort die Lösung.“, erwiderte sie bissig und verdeckte ihr Blatt mit der Handfläche, damit der Professor nicht schauen konnte, was sie geschrieben hatte und sich darüber lustig machen, was er recht gerne tat.

“Na dann schauen sie mal, dass sie kein Vakuum schaffen, das tut dem Denken nicht gut.“, antwortete dieser und stolzierte weiter den Gang entlang. Mit bösem Blick äffte sie ihn nach und ihr Banknachbar Brendon, der genauso schlecht in Mathe war wie sie, konnte sich ein Grinsen kaum verkneifen. Mit schelmischem Blick schaute sie kurz in seine Richtung, bevor sie sich wieder ihrem Blatt widmete. Und anscheinend hatte das in die Luft starren genützt. Auf einmal kapierte sie, was da stand und eifrig begann sie, ihr Blatt Vollzukritzeln. Endlich klingelte es zur Pause und erleichtert ließ sie sich zurückfallen und strich sich eine Strähne aus ihrem heißen Gesicht, bevor sie mit einem Grinsen nach vorne ging, um die Arbeit abzugeben. Es würde zwar nicht die beste Note sein, aber durchfallen würde sie nicht und damit war sie vollkommen zufrieden.

Kaum war sie aus der Klasse draußen, als Brendon sie auch schon einholte und kurz an der Schulter festhielt. “Na, haben die Löcher in der Luft doch noch ein Geheimnis preisgegeben?“, fragte er sie mit schelmischen Grinsen und sie musste Lachen. “Jap, sie waren recht hilfreich, vor allem das Loch, das in der Nähe von Isabelles Tisch war... Der großen Schrift konnte ich einfach nicht widerstehen.“, meinte sie frech. “Also darauf würd ich mich beim nächsten Mal nicht verlassen, dass die Klassenstreberin direkt vor dir platziert wird. Wie lob ich mir doch meine kleinen Helferlein.“, konterte er grinsend und zog zwei klein beschriebene Zettel aus seinem ärmel. Brendon war schon immer ein Genie, wenn’s ums Schummeln ging. Danach ging Roxanne grinsend davon, um sich was zum Essen zu kaufen. OK, die Note war nicht ganz ehrlich verdient, aber dafür würde sie Mr. Engler dieses Mal nicht wieder vor der ganzen Klasse blamieren.


Geschichte: