Roxanne Tannjew

Name
Roxanne Tannjew


Rufname
Mein Spitzname und eigentlich auch mein Rufname ist Roxy. Kein Mensch nennt mich wirklich Roxanne, außer er will mich ärgern. Für mich hat dieser Name einen bitteren Nachgeschmack, da ich so als Kind immer nur genannt wurde, wenn ich etwas ausgefressen hatte. Jedes Mal, wenn ich die Stufen zur Wohnung hinauf gelaufen war und meine Mutter hörte, wie sie 'Roxanne' rief, duckte ich mich als kleines Mädchen und überlegte schnell, was meine Mam dieses Mal wohl wieder entdeckt hatte, was ich ohne Erlaubnis gemacht hatte.
Auch heute noch, obwohl ich erwachsen bin, zucke ich automatisch ein wenig zusammen, wenn man mich beim vollen Namen ruft.


Alter
Geboren: Am 28.07.1983, somit 24 Jahre alt
Gestorben: Am 22.10.2000 in der Nacht von Nosferatu


Herkunft
Herkunft: Geboren bin ich in Brasov, einer kleinen Stadt in Transsylvanien. Gelebt habe ich dort die meiste Zeit meines Lebens, ebenso wie gearbeitet. Inzwischen sehe ich diesen Ort nicht mehr als Heimat an, sondern nur noch als ein Ort vieler trauriger Erinnerungen, an die ich lieber nicht denke…

Vater: Alexej Tannjew (45) tot - Mein Vater Alexej Tannjew war ein Mann, der sein Leben seinem Beruf gewidmet hat. Er war einer der Besten Köche in Brasov und hatte mir, seiner älteren Tochter, als ich mich schon seit meiner Kindheit dafür interessierte, sehr viel beigebracht, um mir den Weg, den er gegangen war, zu erleichtern. Er war sehr stolz, als ich die Prüfung schaffte und auch als Köchin arbeitete. Als ich allerdings aufhörte im »Delaramas« zu arbeiten brach die gute Beziehung zwischen uns Zweien, da mein Vater einfach nicht verstehen konnte, warum ich so einen guten Job einfach hinschmiss. Als er und seine Frau, meine Mutter, zwei Jahre später bei einem Autounfall ums Leben kamen, trauerte ich sehr um meinen Vater und um die verlorene Möglichkeit, ihm alles zu erklären.

Mutter: Lucy Tannjew (40) tot - Meine Mutter, Lucy Tannjew, geborene Parenkis war Hausfrau. Früher hatte sie sich als Sekretärin in einer Anwaltskanzlei verdient, hat aber damit aufgehört, als ihr erstes Kind, ich, auf die Welt kam, um mir eine gute Mutter zu sein. Auch nach Sybill ist sie nicht wieder in die Kanzlei zurückgekehrt, sondern zu Hause geblieben. Auch sie hatte den Wandel ihrer Erstgeborenen nicht verstanden, allerdings blieben sie weiterhin mit mir in Kontakt. Nachdem das Verhältnis zwischen mir und meinem Vater gebrochen war, besserte sich das zwischen der Mutter und dem Kind. Lucy versuchte mich zu verstehen, auch wenn ihr das bis zu ihrem Tod nie gelang.

Schwester: Sybill Tannjew (16) - Ich hat nur eine kleine Schwester, Sybill Tannjew, die gerade 16 Jahre alt ist. Das kleine Mädchen war recht aufgeweckt und lebensfroh. Seid dem Tod unserer Eltern allerdings ist Sybill recht melancholisch geworden und auch wesentlich erwachsener als es für ihr Alter üblich war. Da ich ihre einzige 'lebende' Verwandte war, zog sie zu mir und kurz darauf mit mir nach L.A. Sie und ich verstehen uns wunderbar. Da meine Schwester nun auf engstem Raum mit mir zusammenlebte, weihte ich sie in mein Geheimnis ein und teilte ihr alles über Vampire mit. Ich brachte ihr auch bei, wie sie sich vor ihnen schützen und sie erkennen konnte. Auch schützte ich meine Schwester vor dem Anblick, wenn ich selbst Blut trinken musste.

Kater: Ary (7) – Mein Kater Ary gehört für mich zur Familie. Der Burmakater teilt nun schon seit zehn Jahren das Leben mit mir und ist immer noch genauso verschmust und vertraut mit mir wie zu Anfang. Nur als ich starb und als Vampir erwachte, wusste der Kater eine Zeit lang nicht, wie damit umzugehen und war äußerst vorsichtig. Erst als er merkte, dass ihm von diesem Wesen keine Gefahr drohte, vertraute er wieder und schlief auch wieder bei mir, seinem Frauchen.

BesteFreundin:
Anabelle DeWinther (27) – Ich und Anabelle haben uns erst in L.A. kennen gelernt. Anabelle ist die Tochter des früheren Hotelbesitzers. Nachdem ich dieses gekauft hatte, fragte ich spontan die drei Jahre ältere, ob sie nicht bei mir arbeiten wolle und übergab ihr mit der Zeit die Führung des Hotels bei Tag. Innerhalb kürzester Zeit wurden wir zwei richtige Freundinnen und wussten so gut wie alles von einander. Nur den Grund, warum Anabelle am Tag im Hotel sein musste und mein Vapmirdasein verschwieg ich ihr. Auch wenn sie neugierig war akzeptierte meine Freundin dieses Schweigen und fragte niemals nach. Auch Sybill kommt mit Anabelle recht gut aus und es kommt auch ab und zu vor, dass sie mit dieser einkaufen geht oder Zeit mit ihr verbrachte.


Art
Vampir


Clan
Da mein Schöpfer - wenn man denn Ranec als solchen bezeichnen will - von einer Ventrue gebissen wurde, gehöre auch ich diesem edlen Clan an, dem ich mich zwar als angehörig, wenn auch nciht sonderlich verbunden fühle. Früher hätte ich wohl gegen meinen Clan rebelliert, alleine darum,weil ich nie ein Wesen der Nacht werden wollte, doch inzwischen habe ich mich damit abgefunden und beginne langsam auch meine Abstammung, meinen Clan zu schätzen. Immerhin gehören wir der herrschenden Klasse an und da ich nciht viel vom dienen halte, denke ich, passe ich doch ganz gut hier her.


Erschaffer
Ranec Remigio Darrel


Zöglinge
Ich besitze keine Zöglinge und habe auch nicht den Wunsch danach.


Zugehörigkeit
Durch die Erziehung und Ausbildung durch Lucrezia habe ich mich wie sie den Camarilla angeschlossen. Ich bin ihnen angehörig, doch habe ich mich seit dem Zwist mit meiner ... Lucezia und Ranec, nicht mehr darum gekümmert und mich ziemlich abgekapselt. Ich gehöre ihnen immernoch an, doch interessieren michihre Beweggründe nicht mehr.


Aussehen
Der schlanke geschmeidige Körper und meine Raubtierhaften Bewegungen sind kennzeichnend für mich. Ein stolzes Auftreten und die Selbstsicherheit, so wie meine erotische Ausstrahlung wirken oft anziehend und gleichzeitig Respekt einflößend. Trotz meiner biegsamen und wohlgeformten Gestalt, wirke ich dennoch kraftvoll und überall kann man die feinen Muskeln erkennen, welche sich auf meiner weichen Haut abzeichnen. Ich war schon mein ganzes Leben lang immer sehr schlank und sportlich. Dadurch dass ich gerne laufen gehe und mich bewege, habe ich eine schöne Figur, die mir schon manchen bewundernden Blick der Männer eingebracht hat.

Mein Gesicht ist geprägt von meinen durchdringenden, strahlenden Augen, die jedem direkt ins Herz zu schauen scheinen. Sie sind von einem schönen aber bezwingenden blau, das schon fast ins türkise übergeht, fesseln automatisch die Blicke anderer. Lange, volle Wimpern umgeben diese faszinierenden Augen und sind meist in schwarze Tusche getaucht. Um den Augen noch mehr Ausdruck zu geben umgibt sie meist ein blausilberner Lidschatten.
Meine vollen Lippen sind weich und wirken, als könne man in ihnen versinken. Oft haben sie einen matten Perlglanz, der von meinem Lippenstift herrührt.

Auch wunderschön anzusehen an mir sind meine goldbraunen Locken, die sich um mein Gesicht kräuseln und einen eigenen Willen zu haben scheinen. Meine Haare sind wohl das schönste an mir. Sie sind sehr lang und schön gewellt. Der blondbraune bis braune Farbton macht sich gut mit meiner Haut und ich legt viel Wert auf die Pflege meiner Haare. Sie reichen bis unters Schulterblatt, sind dick und glänzen kraftstrotzend und gesund. Manchmal, wenn sie mir lästig fallen oder unpraktisch sind, wird die Haarpracht zusammengefasst und fällt als Rossschwanz über meine schönen, braungebrannten, samtigen Rücken. Seitdem ich zur Vampiress geworden bin, kommt es immer häufiger vor, dass ich meine Haare nach hinten binde.

Eines meiner auffälligsten Merkmale ist wohl meine Kleidung. Ich kleide mich gern lasziv und das ganz bewusst. Ich bin stolz auf meine Figur und zeige sie gerne her. Allerdings schaffe ich es immer, elegant zu wirken und nie billig. Am liebsten kleide ich mich in figurbetonte Dinge, um meinen Körper zur Geltung zu bringen und meine Reize zu betonen. Ich habe sehr viel Geschmack, wenn es um die Auswahl meiner Kleidung geht und bevorzugt Stoffe, die eng anliegen und den Körper wie eine zweite Haut umgeben. Mein Vorzug gilt dunklen Stoffen. Ein dunkles Rot oder Blau sieht man recht oft an mir. Allerdings laufe ich auch gern in Jeans durch die Gegend, da diese angenehm zu tragen sind und äußerst praktisch und haltbar.

Schmuck trage ich selten, außer einer filigranen silbernen Kette, mit dem chinesischen Symbol der Freundschaft als Anhänger, den ich von meinem ersten Freund bekommen habe und dem dazugehörigen Ring, der einfach nur aus einem schlichten Silberreif besteht.

Seit meinem 16. Lebensjahr habe ich ein Löwentattoo an der linken Fessel - Sternzeichen Löwe -, das ich mir heimlich gemacht hatte. Es ist nicht nur mein Sternzeichen, sondern die Katzenwesen sind die Geschöpfe, die ich am meisten bewundere, ihre Bewegungen und ihre Kraft. Meine Eltern wussten nichts davon, aber ich liebe es. Die zweite Verzierung, die ich besitze, ist ein Bauchnabelpiercing in Form eines Sterns. Dieses habe ich mir stechen lassen, kurz bevor ich als Vampir erwachte.


Waffe
Ich benutze keine Waffen. Meine Waffe, wenn ich mich verteidigen muss ist meine vampirische Kraft so wie meine Zähne. Mehr benötige ich nicht.


Charakter
Ich lachte als Mensch gerne und viel. Trübsal blasen lag mir nicht. Seit ich eine Vampiress bin, bin ich ein wenig ernster geworden und nachdenklicher. Dennoch kommt es immer noch häufig vor, dass ich lache. Die erste Zeit in meinem neuen Dasein allerdings nur äußerst selten. Allerdings habe ich mich inzwischen mit meinem Leben als Tote abgefunden und sehe auch die positiven Seiten darin.

Ich habe schon recht früh mitbekommen, dass mein Körper Männer wahnsinnig macht und nutze dies oft schamlos aus. Ich liebe meine Freiheit und genieße sie aus vollen Zügen. Ich habe als Mensch oft eine Nacht mit einem Mann verbracht, den ich kaum kannte, bis ich allerdings Ranec über den Weg gelaufen war. Mit ihm war alles anders und ich fing an, das Wort Treue groß zu schreiben. Allerdings brach der Kontakt zwischen uns Zweien ab und nun bin ich wieder frei. Weniger auf Männerfang als früher, aber dennoch frei, mir jemanden zu wählen, den ich wollte, lebe ich ungebunden zusammen mit meiner Schwester, gehe aber auch heute noch ab und zu fort, um mich ein wenig zu Vergnügen.

Ich bin auch recht ehrgeizig, wenn es darum geht, meine Ziele zu erreichen und die Dinge, die ich mir vorgenommen habe zu machen und durchzusetzen. Ich kann es nicht verstehen, wenn jemand seine Wünsche nicht verfolgt und nachlässig seine gesteckten Ziele vergisst und aufgibt. Das würde mir nie einfallen. Durchhaltevermögen ist mir ebenso zu Eigen wie Ehrgeiz. Nur die kurze Zeit, in der ich zum Vampir wurde und meinen Job aufgab, um mit meinem 'Leben' klar zu kommen, habe ich meine Grundsätze vernachlässigt. Nachdem ich mich in meinem Dasein zu Recht gefunden habe, strebe ich weiterhin meinen Zielen entgegen und habe diese auch mit der Leitung meines eigenen Hotels erreicht.

Unter anderem bin ich sehr pingelig, wenn es um Pünktlichkeit geht. Ich hasse es, sitzen gelassen zu werden oder warten zu müssen. Es kann durchaus vorkommen, dass ich nach fünf Minuten Wartezeit bei einer Verabredung nach Hause gehe und eine Weile auf denjenigen, der zu spät gekommen ist sauer bin und nicht mit ihm reden will. Wenn ich mal nicht gehe, sondern wirklich einmal warte, bin ich allerdings sehr schlecht gelaunt und furchtbar zickig.
Auch bin ich ziemlich intelligent und eine besitze gesunde Neugier, die allerdings manchen ganz gewaltig auf die Nerven gehen kann.


Stärken und Schwächen
Für wirklich gute Freunde bin ich immer da und eine gute Zuhörerin, die eigentlich nie jemandem im Stich lässt. Außerdem bin ich absolut ehrlich, auch wenn ich sehr gut lügen kann. Allerdings bin ich der Meinung, dass Leute die Wahrheit hören sollten und diese sie verdienen, ob positiv oder negativ.

Meine regelrecht fanatische Liebe zu Katzen und deren großen Verwandten ist wohl eine meiner auffälligsten Eigenarten, die ich habe. Ich werde nicht nur gern mit ihnen verglichen, sondern ich versuche auch mich deren Bewegungsmuster, sowie deren Geschmeidigkeit, Eleganz und Lautlosigkeit anzueignen. Durch meinen Vampirischen Körper bin ich auch in Menschengestalt fast so geschmeidig und biegsam wie eine Katze. Meine Reaktionsfähigkeit übersteigt die eines Menschen weit und die Heilfähigkeit meiner Wunden wirkt für einen Menschen erstaunlich.

Durch meine Ehrlichkeit bin ich oft viel zu direkt, da ich jedem ins Gesicht sage, was ich von ihm halte. Ich spreche meine Gedanken aus und denke erst danach darüber nach, ob das hätte sein müssen oder nicht. Aber ich bereue nur sehr selten was ich sage, auch wenn ich jemanden damit verletze.

Durch meine Ungeduld kann ich ab und zu richtig aufbrausen und jähzornig werden. Wenn etwas nicht so geschieht, wie ich es erwartet hatte, oder es zu lange dauert, werde ich schlecht gelaunt, was zur Folge hat, dass ich aus der Haut fahre. In meiner Nähe zu stehen ist dann meist nicht sehr klug, da ich auch um mich schlagen kann, wenn ich wirklich wütend werde. Meist beruhige ich mich sehr schnell wieder.

Ich bin schrecklich stur, wenn es darum geht, meine Meinung und Ansicht durchzusetzen. Ich akzeptiere nicht gern, wenn jemand anderer Recht hat und ich im Unrecht bin. Meine Neugierde ist wohl ein ebenso schlimmes Manko wie meine Sturheit und kann manchen ganz schön auf die Nerven gehen. Aber ich weiß mich am Riemen zu reißen und manchmal die Fragen zurückzuhalten, die mir auf der Zunge brennen.

Wie jeder Vampir brauchte ich täglich Blut um zu 'überleben'. Anfangs hatte ich mir vorgenommen, keine Menschen zu töten und mich lieber an Tiere zu halten. Allerdings war der Durst so groß und die Abscheu von gewissem Blut so groß, dass ich das recht schnell aufgegeben hatte.
Recht schnell habe ich entdeckt, was für Blut ich bevorzuge oder eher gesagt, welches das einzige ist, das ich vertrage, was vermutlich auch durch die Frau, die Lucrezia mir gebracht hatte, beeinflusst worden war. Inzwischen hatte ich mich damit abgefunden, dass ich das Blut brauchte und trank, wenn es mir möglich war von solchen, die nicht vermisst wurden, wenn sie starben. Dabei wähle ich nur Frauen aus, dunkel schon fast exotisch teilweise sehen sie aus. Helle Menschen verabscheue ich, sie lösen Brechreiz aus, doch umso dunkler, umso markanter sie sind, umso interssanter schmeckt das But dieser Frauen. älter als 30 sind sie nie, da es meiner Meinung nach, ins bittere über geht. Klingt vielleicht seltsam, aber wie will man einem Menschen die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von Blut erklären? Auch würde ich es nicht vertragen. Eine Ventrue zu sein ist nicht so einfach, da man auch nciht an jeder Straßenecke solchen Frauen über den Weg läuft, doch was bleibt mir anderes übrig, nach ihnen zu suchen, wenn ich nur diese vertrage? Ich hab es versucht mit anderem Blut, doch alles was nicht in das Bild passt, kommt unweigerlich retour - kein schöner Anblick. Männer sind mir ganz verwehrt... Zumindest ihr Blut.
Töten tue ich nur wenn es sein muss und wenn ich von einem Menschen trinke, der sein Leben noch vor sich hat, lasse ich ihn immer am Leben. Wenn der Durst mich 'überfällt' verlasse ich meist fluchtartig das Haus, da ich erstens weder zur Gefahr für meine Schwester und meinen Kater werden, noch vor Sybill meinen Durst stillen wollte. Auch wenn sie nicht meinem Typ entspricht, da Sybill blond ist. Doch die Angst, sie zu verletzen besteht immer.

Dadurch, dass ich tot bin, besitze ich keine Vitalfunktionen und braucht nichts anderes als Blut. Dennoch versuche ich ein möglichst normales Leben zu führen, vor allem auch um meine Schwester nicht irgendwie in Verlegenheit zu bringen. Dem Sonnenlicht kann ich mcih nciht mehr aussetzen seit ich zum Wesen der Nacht wurde. Es würde mich verbrennen, weswegen ich immer wieder sehnsüchtig meine Schwester beneide. Sie war noch Mensch, sie konnte die Sonne genießen, die ich so sehr vermisse...


Fähigkeiten
Ich kann jemanden ohne Probleme ins Gesicht lügen, ohne dass derjenige mich durchschaut. Es funktioniert eigentlich bei allen und ich habe selten Probleme damit. Ich mache es nicht oft, aber wenn, dann mit so einem Charme, dass mir niemand zutrauen würde, dass ich gerade das Blaue vom Himmel herunter lüge. Der Einzige, der mich durchschaut hatte und bei dem ich es aufgegeben hatte, war Ranec. Ich hatte ihn zu sehr geliebt, um ihn anzulügen und er hätte es sowieso gemerkt. Und dann den Schmerz in seinen Augen zu sehen vertrug ich nicht.

Ich bin eine exzellente Köchin, was ich von meinem Vater mitgegeben bekam. Ich liebe es, aus einfachen Zutaten Gerichte zu zaubern und so meine Freunde zu verwöhnen. Auch im Bett bin ich ein Wahres Wunder, und äußerst geschickt mit meinen Händen. Ich bin für alles offen und habe viel Fantasie, die ich auch umzusetzen weiß. Wer mit mir zusammen ist bekommt alle Wünsche erfüllt.

Seit meiner Wandlung bin ich wesentlich stärker als zuvor. Meine Kraft übersteigt die eines Menschen bei weitem. Auch meine Reaktionsfähigkeit und auch die Sinne sind wesentlich ausgeprägter. Ich höre und sehe Dinge, bevor sie ein anderer wahrnimmt und kann darauf reagieren.

Ebenso bin ich befähigt, wie alle Vampire, Menschen und auch Tiere gedanklich zu steuern und ihnen Gedanken einzuflößen. Diese Eigenschaft hatte ich von Anfang an versucht so gut wie möglich zu lernen. Nun nach sieben Jahren beherrsche ich es zumindest recht gut, meiner Schwester sowie meinem Kater etwas mitzuteilen ohne mit ihnen zu reden. Ich missbrauche diese Fähigkeit nicht, sondern nutze sie meist nur, um jemandem etwas zu sagen oder vor etwas zu warnen.

Da ich den Ventrue angehöre, besitze ich natürlich auch deren Fähigkeiten. Auch wenn sie noch nciht so weit ausgebildet sind wie bei den Ahnen oder auch Lucrezia, ich übe noch. Allein mein Clan gibt mir schn die Fähigkeit, durch das Feuer zu gehen. Da ich allerdings der elften Generation angehöre, wenn ich das richtig im Kopf habe, kann man sich denken, dass auch ich dem Feuer nicht trotzen kann. Es ist mir auch ziemlich egal. ich bin ein Wesen der Nacht und verhalte mich auch so.

Ebenso kann ich Menschen beherrschen, unterbewusst erreichen, das sie tun, was ich will. Nun, es klingt sehr schön, doch auch hier bin ich noch nicht sehr geübt. Ich beherrsche es nur, kurze Befehle zu erteilen, eindeutige... So wie Menschen kurz zu hypnotisieren. Irgendwann werde ich auch hier besser, nur zwinge ich ungern jemandem meinen Willen auf. Auch wenn ich Ventrue bin, ich bin nicht so skrupellos wie Lucrezia.

Meine Fähigkeiten in Sachen Präsenz allerdings sind schon wesentlich weiter vortgeschritten als die anderen. Liegt vermutlich daran, dass ich immer schon eine gewisse Anziehungskraft auf Männer hate, nun habe ich sie eben auf alle... wenn ich will. Ich kann Bewunderung ebenso auslösen wie Abscheu oder Verzücken. Auch das Herbeirufen gelingt mir schon recht gut. Weiter allerdings konnte meine Mentorin mich nicht lehren, da ich seit dem Streit mit meinem Erschaffer Ranec - als nichts anderes sehe ich ihn noch - den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte und nach L.A. gezogen war. Vielleicht werde ich weiter lernen... Wenn ich eine neue Mentorin finde.

Seelenstärke: 11. Generation
Beherrschen: 2
Präsenz: 4


Beweggründe
Alexej und Lucy kannten sich schon als Kinder. Zusammen hatten sie gespielt und die Gegend unsicher gemacht mit all den anderen Nachbarskindern. Beide hatten, wie es in dieser Zeit üblich war, recht viele Geschwister und es waren somit immer recht viele Kinder zusammen. Sie mochten sich damals schon sehr, und eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich liebten und nach ihrem jeweiligen Schulabschluss auch heirateten. Es war ihr ganzes Leben so, dass man sah, dass die Zwei wie füreinander geschaffen waren und so gut übereinstimmten, da sie sich schon ein Leben lang kannten.

Ich war ein Wunschkind… Nachdem meine Eltern geheiratet hatten wollten sie so bald wie möglich ein Kind und ihr Wunsch wurde ihnen sehr schnell erfüllt. Ein Jahr nach ihrer Hochzeit wurde Lucy schwanger und gebar neun Monate später das kleine Mädchen, mich. Nach der Schule war meine Mutter nicht arbeiten gegangen, sondern zu Hause geblieben und dies behielt sie auch bei. Sie widmete ihre gesamte Aufmerksamkeit mir, dem Haushalt und ihrem geliebten Mann.

Alexej hat nach der Schule die Ausbildung zum Koch gemacht und sich recht schnell hochgearbeitet. Er arbeitet seit der Ausbildung in einem Hotel und zählt inzwischen zu den besten Köchen in ganz Brasov. Man hat ihm schon des öfteren eine Hotelleitung angeboten, aber er hatte jedes Mal abgelehnt. Er sei vollkommen zufrieden mit seinem Job als Koch und strebe nicht nach mehr. Ich war der absolute Liebling des Vaters und schon früh sah ich ihm beim Kochen zu. Meist setzte er mich neben sich auf die Arbeitsplatte oder auf einen Stuhl, damit ich zuschauen und auch mitnaschen konnte. Ich begeisterte mich dafür und wollte auch Köchin werden, wie mein Vater.

Insgesamt war die Familie zwar bekannt und der Vater ein guter Koch, aber wohlhabend waren wir nicht. Es fehlte mir zwar an nichts, aber ich hatte zum Beispiel noch nie etwas anderes außer Brasov gesehen. Einen Urlaub konnten meine Eltern sich einfach nicht leisten. Aber alles andere bekam ich eigentlich immer, wenn ich es wollte. Wenn meine Mutter es nicht erlaubte, lief ich zum Vater, den ich mit links um den Finger wickelte. Mit meiner Mutter kam ich nicht immer aus, aber Streitereien und Spannungen gab es eigentlich selten.

Acht Jahre später, ich war gerade in der Schule, kam meine kleine Schwester Sybill auf die Welt. Anfangs war ich eifersüchtig, wie es bei vielen Kindern ist, wenn sie die Aufmerksamkeit der Eltern plötzlich mit jemandem teilen müssen, aber schnell fand ich mich mit dem Zuwachs ab und trug das kleine Baby durch die Gegend. Ich liebte meine Schwester heiß und innig und meistens waren wir ein Herz und eine Seele. Natürlich gab es ab und zu Zankereien, aber das ist nichts Ungewöhnliches bei Geschwistern, denke ich.

In der Schule war ich eigentlich immer recht gut. Nicht außergewöhnlich, aber ich kam immer mit und hatte eigentlich keine Probleme. Ich lernte gerne und war recht wissbegierig. Immer wollte ich wissen, was warum und wie funktionierte und entwickelte ein ausgeprägtes Interesse an technischen Geräten, deren Handhabung mich faszinierte. Zu dieser Zeit kauften sich die Eltern auch einen Computer, zwar nicht das neueste Modell, aber doch einen, mit dem ich arbeiten konnte und meinen Spaß hatte. Ich benutzte ihn so gut wie nur dafür, für die Schule meine Aufsätze zu schreiben oder sonstige Arbeiten darauf zu erledigen. Computerspiele selbst interessierten mich wenig.

Als ich mit 14 in die Pubertät kam, merkte ich schnell, dass viele Jungs mir hinterher schauten und mich wollten, aber ich wollte jemanden bestimmten. Ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, den acht Jahre älteren Manuel zu verführen, um mit ihm mein erstes Mal zu erleben. Ich wollte in die Liebe eingeführt werden und daher waren Gleichaltrige für mich uninteressant. Manuel ignorierte mich anfangs, konnte sich aber meinem Charme nicht entziehen und wir schliefen miteinander.

Da ich recht experimentierfreudig war und für alles offen, hatte ich sehr viel Spaß und er machte mit mir alles was er wollte, zeigte mir alles. Allerdings merkte er, dass ich eigentlich nicht an ihm, sondern am Sex interessiert war und angefangen hatte, nebenbei auch mit anderen zu schlafen. Er rastete aus und schlug mich. Inzwischen war ich 16 und hatte keine Lust, mir das von ihm gefallen zu lassen, also verließ ich ihn. Er war mir komplett verfallen und flehte mich an, zurückzukommen, aber ich hatte kein Interesse mehr an ihm. Ich hatte alles, was ich wissen wollte, von ihm gelernt.

Ich lebte seither ihr Leben frei, hatte Spaß und genoss es. Eine Beziehung bin ich nie wieder eingegangen, aus Angst, mich jemandem Unterordnen zu müssen und wieder geschlagen zu werden. Ich hatte inzwischen noch mehr sexuelle Erfahrungen gesammelt, neben Sex mit Frauen hatte ich auch andere Dinge ausprobiert. Ich hatte keine Hemmungen immer wieder etwas Neues zu erleben und genoss es, mir von niemandem sagen zu lassen, was ich tun und lassen durfte.

Mit 19 setze ich es mir in den Kopf, endlich auf eigenen Füßen zu stehen. Ich wollte endlich eine eigene Wohnung und nicht mehr unter dem Schutz der Eltern stehen, sondern mein Leben selbständig leben. Meine Eltern reagierten nicht sonderlich glücklich auf meine Entscheidung und versuchten, mir diesen Gedanken wieder auszureden. Immerhin war ich erst neunzehn und hatte gerade erst mit meinem Job angefangen. Auch meine kleine Schwester bettelte, dass ich zu Hause blieb, aber ich war stur und suchte mir eine Wohnung, in die ich ziehen konnte.

Nachdem meine Eltern eingesehen hatten, dass mein Entschluss fest stand, halfen sie mir allerdings, anstatt mir das Leben schwer zu machen, was mich sehr erleichterte. Ich wollte keinen Streit mit den Eltern, die ich doch recht gerne mochte. In dieser kleinen Wohnung lebte ich mit meinem verschmusten Rassekater Ary. Ary ist ein Burmakater und begleitete mich damals schon 2 Jahre meines Lebens. Er ist wenn ich zu Hause bin immer in meiner Nähe und beanspruchte meine Aufmerksamkeit…

Eines Abends hatte ich eine Verabredung mit einem Freund, der mich allerdings sitzengelassen hatte. Wütend darüber ging ich nach Hause und musste vor meiner Wohnung feststellen, dass ich meinen Wohnungsschlüssel bei meinen Eltern, die ich an diesem Nachmittag besucht hatte, liegen gelassen hatte.
Als ich überlegte, was ich tun sollte, fiel mir ein, dass der Bruder meines guten Freundes Refael ja hier in der Nähe wohnte. Kurz entschlossen machte ich mich auf den Weg, um ihn dreist nach einem Schlafplatz auf der Couch zu fragen. Ich hatte Glück und Ranec ging, trotz dem dass es so spät war, zur Tür und machte mir auf.

Wir unterhielten uns einige Zeit lang und aßen Eis, trotz der späten Stunde. Irgendwann, als es langsam Zeit wurde, schlafen zu gehen, bezog Ranec das Sofa, gab mir eine Decke und Polster zum schlafen und ging selbst auch ins Bett. Nach wenigen Minuten war ich eingeschlafen, wachte allerdings nach wenigen Stunden durch die Kälte wieder auf. Da ich nicht wusste, wo die Heizung war und der Lichtschalter, tapste ich im Dunkeln zu Ranec hinein.
Ranec wurde dadurch wach und wir unterhielten sich eine Weile. Wir kamen sich näher und begannen, uns zärtlich zu küssen und zu streicheln. Wir hegten beide dieselben Gefühle füreinander, waren aber der Meinung, dass wenn wir jetzt miteinander schlafen würden, die Beziehung, die sich zwischen uns aufbaute, kaputt machte. So kuschelten wir uns aneinander und schliefen ein.

Das erste Mal hatte ich nicht das Bedürfnis, mich einfach nur zu Vergnügen, sondern wollte mehr. Er faszinierte mich und das auf ganz andere Weise als all die anderen Männer zuvor. Ich musste mir eingestehen, dass ich mich das erste Mal im Leben wirklich verliebt hatte.

Am nächsten Morgen weckte der Wecker mich schon recht Früh, da Ranec nach England musste. Ich ging ein wenig Schaufensterbummel betreiben und nachher nach Hause, um den Schlaf, den ich diese Nacht versäumt hatte, nachzuholen. Ich lag schon im Bett und schlief, als es plötzlich Sturm läutete.

Verschlafen und in meinem dunkelblauen Seidennegligée ging ich zur Tür und machte auf. Draußen stand ein ziemlich wild zugerichteter Refael, der mich bat, reinkommen zu dürfen. Im Wohnzimmer erzählte er mir nach längerem Bitten - nachdem ich mich umgezogen hatte - seine Geschichte. Daraufhin versuchte ich, Ranec zu erreichen und um Rat zu fragen, da Refael sein Handy nicht mehr hatte. überrascht hörte ich am Telefon, dass Ranec aus England schon wieder retour war und sofort vorbei kommen würde.

Was ich nicht wusste, war warum er sich verändert hatte - dass er sich verändert hatte merkte ich. Refael erzählte nun seine Geschichte auch Ranec und war danach ziemlich müde.
Ranec merkte, dass ich nicht wusste, wie mit ihm umgehen und bat mich in die Küche, wo er mit mir redete und mich beruhigte, allerdings ohne sein Geheimnis zu verraten. Wieder ein wenig beruhigt gingen wir ins Wohnzimmer zurück...

Ich erfuhr kurz darauf, warum Ranec sich so verändert hatte. Nachdem er zu mir eingeladen worden war, um gemeinsam mit mir zu essen, verlor er seine Beherrschung bei der zärtlichen Schmuserei und biss mich, trank mein Blut. Mitten im Blutrausch erkannte er aber, was er getan hatte und rettete mich auf die einzige Art, die ihm Möglich war, er gab mir von seinem Blut zu trinken, machte mich ebenso zu einem Geschöpf der Nacht. Lucrezia, die Schöpferin Ranecs kam kurz darauf in der Wohnung vorbei und machte mir, die ich noch im Deliriumszustand war, klar, was ich nun war und dass ich zu trinken hatte, wenn ich 'weiterleben' wollte. Schlussendlich trank ich von einer Frau, die von Lucrezia gebracht worden war, allerdings nur so viel wie ich brauchte, da es mir widerstrebte, die Unschuldige zu töten.

Da ich Anfangs Probleme hatte, als Vampir zu leben und mich absolut auf meinen Freund stützen musste, bis dieser mir alles beigebracht hatte, was er wusste, kündigte ich im »Delaramas«, was nicht nur den Jobverlust, sondern auch den Bruch mit meinem Vater, der seine Tochter nicht wieder erkannte, mit sich brachte. Ich zog mich von meiner Familie zurück und versuchte nicht zu erklären, was vorgefallen war. Mit meinem Vater hatte ich seither kaum noch Kontakt. Nur meine Mutter meldete sich regelmäßig bei mir. Auch Sybill war anfangs enttäuscht von ihrer großen Schwester – ihrem Vorbild – und der Kontakt zwischen ihnen war ein Jahr lang fast nicht vorhanden.

Mit der Zeit lernte ich mit meinem neuen Leben umzugehen und hatte durch Lucrezia, der ich unweigerlich in ihrem Domizil wieder begegnete, da Ranec selbst noch zu 'jung' war, gelernt, wie es für mich am angenehmsten war. Anfangs hasste ich diese Frau aus tiefstem Herzen, die mir meinen Freund weggenommen hatte und dadurch mein eigenes Leben, aber mit der Zeit wurde auch dieser Hass weniger und ich lernte neben dieser Frau zu leben, ohne sie zu sehen.

Dann gab es plötzlich einen Bruch in ihrer Beziehung zu Ranec und wir stritten uns recht heftig. Worüber genau wusste ich nicht mehr wirklich, ich wusste nur noch, dass es um Lucrezia ging und Ranec zu seiner Schöpferin anstatt zu mir gehalten hatte. Nach diesem Vertrauensbruch brach die Beziehung und ich überlegte wegzuziehen aus Brasov, ein neues Leben zu beginnen, ohne Ranec.

Wie der Zufall es wollte, traf kurz darauf ein zweites Unglück ein. Die geliebten Eltern von mir starben bei einem Autounfall und Sybill stand alleine da. Da mir nun auch meine Familie geraubt war, beschloss ich mit meiner Schwester nach L.A. zu ziehen, weit weit weg von all den bekannten Orten. Nach einem halben Jahr endlich fanden wir eine geeignete Wohnung, die groß genug für alle war und packten alles zusammen was wir besaßen.

In Moskau lebte ich mich schnell ein und auch meine Schwester fand sich mit dem Leben in der amerikanischen Stadt ab und fand auch schnell Freunde. Inzwischen war die Beziehung zwischen uns wieder gefestigt und wir unterstützten uns, wo wir nur konnten. Nachdem ich Sybill in das Geheimnis der Vampire eingeweiht hatte und ihr auch gestanden hatte, dass ich selbst einer war, war meine Schwester kurze Zeit geschockt und wusste nicht, wie mit mir umzugehen. Allerdings legte sich das recht bald und so übernahm sie die Sachen wie Einkaufen und sonstiges, was ich tagsüber nicht erledigen konnte. Dafür hatte sie recht viele Freiheiten, auch wenn sie diese nicht ausnutzte.

Mit ein wenig Glück tätigte ich eine Investition und kaufte ein kleines Hotel auf, von unserem Erbe, das vor dem Ruin war. Mit geschickter Führung und Fantasie machte ich daraus ein beliebtes Ziel für Rendezvous und abendliche Treffs. Auch als Absteige für Touristen wurde es immer beliebter und man hatte mir schon das Angebot gemacht, das Hotel auszuweiten und es zu vergrößern, was ich mich aber weigerte, da dann der Flair, den das Hotel umgab verloren wäre...


Ankunft - Sonne für einen Vampir

Es war Winter und in Brasov lag wie jedes Jahr ziemlich viel Schnee, zusätzlich war es Nacht, als Roxanne den gewohnten Weg durch den Park schritt. Sie liebte diese Strecke, ging sie oft, fast schon jede Nacht, um einfach ihre Ruhe zu haben, bevor sie sich in ihr Hotel begab oder auf »Nahrungssuche«. Der Schnee knirschte leicht unter den Schuhen und kurz schaute sie um sich, bevor sie sich einer Parkbank näherte, um sich zu setzen und der Umgebung zu lauschen. Kurz schloss sie die Augen, um die Geräusche auf sich wirken zu lassen, als ein verräterisches, fremdes Knirschen im Schnee sie die Augen schnell wieder aufschlagen ließ.

Leicht wandte sie den Kopf und blickte unauffällig in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Ein Mensch… männlich… Oder… Hm, noch war er zu weit entfernt, als dass sie mehr hätte ausmachen können, doch sie behielt ihn im Blick, um sicher zu gehen, dass keine Gefahr drohte. Ein zwei Schritte näher und sie wusste, dass es einer der Wesen war, denen auch sie angehörte, ein Vampir. Interessiert hob sie den Kopf, beobachtete seine Schritte, die ihn in ihre Richtung führten. Umso näher er kam, umso mehr erkannte sie von ihm, seiner Statur und seinem restlichen Aussehen. Was sie so erkennen konnte, war er recht attraktiv, jung, oder zumindest jung »gestorben« und anziehend.

Ein leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, als er ihren Blick auffing und fragte, ob er sich zu ihr setzen könne. Kurz nickte sie, bevor die Vampiresse zur Seite rückte, um dem Neuankömmling Platz zu machen. Immer noch ließ ihr musternder Blick ihn nicht in Ruhe, die Neugier war noch nicht befriedigt. Seine Haut war braungebrannt, die Augen funkelten Roxanne schelmisch an, dunkel waren sie, braun fast schwarz. Auch die Haare waren dunkel und leicht durchgestrubbelt, wie es anscheinend Mode war. Die Kleidung war modern, aber ganz anders als die meine. Der Stil war… fantasievoll, kreativ aber eindeutig nicht edel und vornehm, wie die Ventrue sich gerne kleideten.

»Genießen sie auch gerne die nächtliche Stille? Die Ruhe vor den Menschen, die Tag aus Tag ein durch die Einkaufshallen und Straßen strömen? … Ach ja, Gregory ist mein Name.« Seine Stimme war angenehm, leicht rauchig und jagte Roxanne einen leichten Schauer über den Rücken. Es war eindeutig schon zu lange her, dass sie einem Mann begegnet war, einem attraktiven Mann… »Allerdings… Es ist angenehmer in der Nacht spazieren zu gehen. Da ist nicht all zu viel los…« und mit diesen Worten reichte die Vampiresse ihre schlanke hand dem Mann neben ihr, um sich genauso vorzustellen. »Roxanne…« Clan verriet sie nicht. Dass sie nicht von den Seinen stammte, dürfte alleine an ihrer Kleidung ersichtlich sein und wenn nicht, störte dies auch nicht.

Es entwickelte sich recht schnell ein harmloses Gespräch, das sich allerdings auch bald dem Vampirdasein zuwandte so wie dem Thema, wie sie geboren waren. Hier erzählte sie nicht all zu viel, hielt sich bedeckt und hörte lieber zu, wie er erzählte. Da eine zufällige Berührung, hier ein schüchternes, aber eindeutiges Lächeln zeigte auch, dass Roxanne nicht alleine würde nach Hause gehen. Und auf einmal war das Hotel, ihre Schwester… alles so weit entfernt, nur dieser Unbekannte schien wichtig zu sein.
»… Es hat viele Vorteile… Vampir zu sein, doch vermisse ich einige Dinge… Auch Mensch sein war schön und des Öfteren frage ich mich, ob ich damals nicht glücklicher gewesen war.« Ein leises Seufzen und ein sehnsuchtsvoller Blick kam von Roxanne, bevor sie antwortete. »Die Sonne… Ein wunderschöner Sonnenaufgang, oder –untergang.. Ich vermisse sie am meisten.« Die Venture hatte es immer geliebt, die Sonne dabei zu beobachten, wie sie erschien, oder unter ging, doch seit ihrer Wandlung hatte sie auf dieses geliebte Szenario verzichten müssen.

Als Gregory daraufhin leicht lachte und das Handy zur Hand nahm, blickten zwei dunkle Augen ihn fragend an, doch er schüttelte leicht den Kopf. Er schien sein Geheimnis nicht teilen zu wollen und so wartete sie ab. Der Vampir – sie vermutete inzwischen, dass er zu den Toreador gehörte – ging ein zwei Schritte weg, wählte eine Nummer und behielt sie im Auge, während er mit jemandem leise und kurz telefonierte. Danach hielt er ihr die hand hin und forderte sie mit einem Lächeln auf, mit ihm zu gehen. Ein wenig seltsam war das Ganze schon und nur langsam erhob sie die blonde Schönheit von der Bank um der Aufforderung Folge zu leisten.

Der Weg war nicht weit und nach einigen Minuten hielten sie bei einem verschlossenen Gebäude an, wo ein Freund – so schien es Roxanne – von Gregory heraus kam und ihnen aufsperrte. Er führte sie in das Gebäude, den Gang entlang, bis sie in einem riesigen dunklen Saal kamen, in denen sich eine Sitzreihe nach der anderen befand. Im ersten Moment hatte die Vampiresse das Gefühl in einem Kino gelandet zu sein, doch sie sollte sich irren. Ihr voran gehend bahnte sich Gregory einen Weg durch die Sitze, bis sie in der Mitte angelangt waren, um es sich bequem zu machen. Gespannt wartete Roxanne nun, was folgen würde, denn immer noch hatte der Mann neben ihr nichts verraten.

Erst nach wenigen Momenten, in denen sie die Umgebung musterte, wurde ihr klar, wo sie sich befanden: in einem Planetarium! Mit leicht geweiteten Augen ruckte ihr Kopf zu Gregory, der sie mit einem Grinsen von einem Ohr zum anderen betrachtete und nach vorne deutete, wo es langsam heller wurde. Der unbekannte Vampir hatte ihr den schönsten Sonnenaufgang seit Jahren geschenkt! Und sie musste nicht gehen, sich nicht verstecken, sondern konnte jeden Moment genießen. Eine Träne rann ihre Wange hinab, als sie Geoffrey wieder anschaute und schloss ihre Augen, als sie seine Hand auf ihrer Haut spürte. Sie hatte von Anfang an gewusst, sie würde heute nicht alleine nach Hause gehen… Doch morgen war das alles nur noch ein schöner Traum. Aber Man soll Momente genießen und genau das tat Roxanne, als ihre Lippen sich auf die seinen legten und sie alles um sich herum vergaß…


Geschichte: