Collegelife Miami
»Direktor! Direktor!«
»Bitte nicht so drängeln. Kein Kommentar. Lassen Sie uns durch. Kein Kommentar. Aus dem Weg!«
»Sir! Meinen Sie der Tod des Mädchens hat etwas mit der Zusammenlegung der beiden Colleges zu tun?!«
»Sir! Was ist der Hintergrund für ihren Selbstmord?«
»Sir! Was sagen die Eltern zum Tod ihrer Tochter. Fordern sie einen Schuldigen?!«
»Sir! Wer ist verantwortlich?! Werden Köpfe rollen?!«
»Sir! Stimmt das Gerücht, das es bald einen neuen Direktor gibt?!«
Der Mann kämpfte sich beherzt mit seinen zwei Kollegen durch die riesigen Wellen von Journalisten, die um sie brandeten und deren Fragen wie Messer auf sie einstachen. Der sichere Ort war nur wenige Schritte von ihm entfernt und er beschleunigte seinen Gang um das Doppelte. Aber wie durch eine solche Menschenmenge kommen – wenn sie einen gar nicht passieren lassen wollte? Das Schultor war am Ende – zu jenem Zeitpunkt als er nachgab und sich der aufgebrachten Masse für wenige Sekunden stellte – ein paar Fingerspitzen entfernt.
»Nein. Ich denke nicht, dass die Zusammenlegung – beziehungsweise – die Vermischung von beiden Geschlechtern an einem College – der Grund für den Tod von Miss Langley war und wenn Sie ein Statement von der Polizei und den Eltern haben wollen, dann bitte! Terrorisieren Sie doch die arme Familie, die grade ihr Kind verloren hat. Wir forschen nach den Hintergründen und wir tappen genauso im Dunkeln wie Sie. Der leitende Kommissar in dem Fall wird Sie auf dem Laufenden halten, sofern es neue Erkenntnisse gibt und nun stören Sie bitte nicht weiter den Lernablauf an meinem College! Dankeschön.«
Man könnte es fast als ein wenig eingeschnappt werten, als der hagere alte Mann sich schwungvoll umdrehte und endlich hinter den sicheren Mauern das Weite suchte. Doch die Meute die nach mehr Informationen trachtete gab sich mit so einer kurzen Rechtfertigung nicht zu frieden, oder eher: Sie wollte sich nicht zu frieden geben – und so schwärmten die Angestellten diverser Zeitungen und Fernsehkanäle über das Gelände des Colleges aus.
Das erste Kanonenfutter was ihnen unter die Mikrofone kam, waren jene Studenten die eben nichts ahnend an ihren Gemälden für die Kunstprüfung gearbeitet hatten und nun über den Rasen zu ihrem Wohnheim schlenderten, um wenigstens diese kurze Pause zwischen den anstrengenden Inhalten der Vorlesungen und der unglaublichen Hitze der Räume, in ihren eigenen kleinen eingerichteten vier Wänden zu genießen. Es war eine kleine rothaarige Dame mit einem Schild des ‚BBC’ auf der Jacke was den Hauptgewinn zu machen schien, denn sie schmiss sich schnell auf ein paar ‚cool aussehende’ jüngere Herren, die in kleinen Grüppchen sich fortbewegten und schnappte sich den erst Besten heraus.
<>»Hey! Hast du schon von dem Tod des Mädchens gehört?!« Scheinbar unbeteiligt hob der Schwarzhaarige die Schultern und studierte statt eine Antwort aufzusetzen lieber das Gesicht seiner Gegenüber.
»Hmm… kann schon sein. Mir egal. Sie war keine von uns. Willst nicht lieber was mit mir essen gehen?!«
»Keine von euch?«
»Was – du weißt es nicht Süße? In was für einem Zeitalter lebst du denn?!«
»In deinem.«
»Na okay. Ich erkläre es dir. Folgendes: Es gibt uns… die Schönen, Berühmten und vor allem Reichen. Dann gibt es die, die dazugehören wollen, es aber nicht wirklich bringen. Die Beliebten, denen das Geld fehlt und die Reichen, denen die Beliebtheit fehlt. Dann gibt es solche Freaks wie die Tote, die keinen interessieren und einfach die Stillen. Unwichtigen. Die Außenseiter.«
»Also könnte es sein, dass Katherine sich einfach wegen ihrer Stellung hier am College umgebracht hat?«
»Klar. Die Kleine muss es sich ziemlich zu Herzen genommen haben… dass sie einfach zu den Noobs gehörte.« Ein erneutes Zucken der Schultern folgte und ein laszives Grinsen schlich sich auf seine Züge.
»Also, was ist jetzt mit uns beiden? Mein Dad hat mir nen Ferrari geschenkt. Wir könnten damit ein wenig die Stadt anschauen.«
… und was bist du?
Einer der Rich & Beautiful, die ganz oben stehen.
Einer der vielen Streber, die längst bemerkt haben, dass der Abschluss das Einzige ist was zählt?
Einer der Freaks, die sich mit anderen Dingen beschäftigen und einfach nicht in das normale Gesellschaftsbild hineinpassen?
Oder doch lieber der Außenseiter, den keiner kennt und keiner vermisst?
… es ist dein Leben! Es ist dein Traum, den du in Miami wahr werden lässt…
Wieder einmal bekam ich Lust auf ein nicht so anspruchsvolles RPG und suchte mir eines aus, in dem es einfach nur um ein College und deren Tagesablauf ging, nichts besonderes. Schnell waren meine schon öfter verwendeten Charaktere Roxanne und Timothy untergebracht und ich hab Gefallen am Board gefunden. Da es allerdings schon fast am einschlafen war und zwei der drei Adminas sich verabschiedet hatten, haben die Letzte und ich das Board neu aufgebaut und es lief einige Zeit lang wirklich gut. Es hat auf jeden Fall irrsinnig Spaß gemacht dort und ich hab mit Roxanne meine Lovestory mit Jake weiter gebracht sowie ich Timothy Mädels verführen und ausnutzen lassen hab, typisch er eben. Irgendwann ist es leider entgültig eingeschlafen, trotz einiger Versuche, es wieder zum Laufen zu bekommen. Aber es war auf jeden Fall eine schöne Zeit...
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