Lolita

Name:
Lolita Alba Regia


Rasse:
Ich bin ein stolzer Vertreter der Burmakatzen. Woher unsere Rasse ist? Nun, das möchtest du wohl wissen. Aber ich erzähl es dir, wenn du dich ein wenig geduldest. Früher, ganz früher wurden wir in buddhistischen Tempeln verehrt, wir galten als heilig. Irgendwann im 19. Jahrhundert wurden die ersten unserer Art nach England gebracht, allerdings interessierte man sich dort mehr für unsere Schwestern, die Siamkatzen und so wären wir beinahe in Vergessenheit geraten.

Doch ein netter Mann aus San Francisco nahm eine von uns mit über den großen Ozean und fand heraus, dass diese Katze, die er mitgenommen hatte, keine reine Siamkatze, sondern ein Mischling war. Durch gezieltes Züchten wurde unsere Rasse nun offenbart und seither haben wir auch einen eigenen Rassennamen, den ich mit Stolz trage.


Dosenöffner:
Zuzugeben, dass ich ein … Besitz bin, missfällt mir ein wenig, aber nichts desto trotz hat mich ein recht nettes Frauchen namens Roxanne Tannjew gekauft, als ich noch ganz klein war. Mit mir meinen Bruder Leonidas, den ich recht gern hab, auch wenn wir manchmal streiten, aber ich denke, das gehört dazu… Zusätzlich kann ich wohl auch Gregory Ikov als unser Herrchen bezeichnen, lebt er doch nun schon einige Jahre bei unserem Frauchen.


Clan:
Ein Clan? Oder gar eine Gang? Nein, danke! Für so etwas bin ich mir zu gut! Ich ordne mich niemandem unter und unterwerfe mich keinen hirnrissigen Vorschlägen von irgendwelchen Möchtegern-Bossen. Ich bin viel zu interessant, um mich solchen Kleingeistern anzuschließen.


Aussehen:
Wie ich aussehe? Nun, schaut mich doch an! Aber für alle, die wohl etwas auf den Augen haben… Ich bin ein recht zierliches Katz und nicht besonders groß. Aber meine fehlende Größe mache ich durch meine Schönheit wett. Mein Fell ist sehr weich und natürlich sauber, wird es von mir doch zu jeder Gelegenheit geputzt.

Die Farbe? Nun, da ich ein Chocolate Tortie bin, habe ich die unterschiedlichsten Brauntöne in meinem Fell aufzuweisen. Aber nicht so fleckig wie bei einer gewöhnlichen Katze, nein. Es wirkt, als hätte sich ein Künstler ans Werk gesetzt und mich mit unterschiedlich farbigen Pinselstrichen geziert. Von einem dunklen Braun bis zu einem hellen cremefarbenen Braun ist alles vertreten. Insgesamt ist jedoch die hellere Farbe im Vordergrund, so dass ich mich von meinem Bruder, der einfach dunkelbraun ist, deutlich unterscheide.

Meine Pfoten haben alle eine braune Farbe bis auf meine rechte Hinterpfote, die in einem hübschen Rosa gefärbt ist. Die Augen könnte man als bernsteinfarben bezeichnen und sind äußerst schön anzuschauen. Ebenso mein zierliches Näschen und die Ohren, eigentlich alles an mir… Mein Gesicht scheint zweigeteilt, da von meiner Nase aus ein dunkler Strich bis zu meiner Stirn geht. Als hätte man einen Finger in Farbe getunkt und mich damit bemalt. Wie gesagt, ich bin eigentlich ein Kunstwerk, ein sehr schönes Kunstwerk…


Charakter:
Mein Charakter, ach herje… Also, wo soll ich anfangen. Ich bin ein recht eitles Wesen. Meine Schönheit ist mir sehr wichtig, ebenso meine Sauberkeit. Ein dreckiges Fell gehört geputzt und ist neben mir einfach nicht zu dulden. Mein Bruder ist da ein wenig nachlässiger, weshalb ich ihn des öfteren sauber lecken muss. Ich kann stundenlang mit dieser Schönheitspflege zubringen, ebenso mit meinem Schönheitsschlaf, der mindestens genauso wichtig ist.

Weiters bin ich ein recht dickköpfiges Wesen. Was ich mir in den Kopf gesetzt habe, muss auch durchzusetzen sein. Und wenn ich es x-mal versuche, irgendwann wird es mir gelingen, egal was. Ich kann es nicht leiden, wenn man mich vom Gegenteil überzeugen will und versucht, mich von meiner Ansicht abzubringen. Jeder kann doch seine Ansicht vertreten, warum ich nicht meine? Außerdem bin ich zu stolz, als dass ich mich beugen würde, immerhin bin ich eine Rassekatze, das soll man gefälligst anerkennen!

Wie es in unserer Rasse liegt, bin ich eigentlich recht verschmust. Schnell beginne ich zu schnurren, wenn man mich krault und lasse mir das auch recht gern gefallen. Ich bin eigentlich gern in der Nähe meines Frauchens und verbringe viel Zeit bei ihr. Auch gegenüber anderen Dosenöffnern bin ich recht offen und vor allem sehr neugierig. Ich muss doch wissen, was die alles in ihren Taschen haben!


Vorlieben & Abneigungen:
Was ich mag? Oder nicht mag? Hm… Ich liebe es zu schlafen. Ich könnte wohl den ganzen Tag auf irgendeinem warmen Plätzchen liegen und vor mich hinträumen, am liebsten über einen schönen Kater. Sonne mag ich auch recht gern und schlafen in der Sonne ist wohl das Schönste auf Erden. Dafür mag ich keine Kälte. Sobald es kalt wird, flüchte ich mich in eine der vielen Höhlen, die Frauchen für mich und meinen Bruder gemacht hat, oder unter die Decke und manchmal auch unter den Pulli von ihr. Hauptsache, es ist warm.

Dann ziehe ich Dosenfutter dem trockenen eindeutig vor. Mal ab und zu das Trockenfutter ist ja ganz nett für die Abwechslung, aber bitte nicht zu oft, ja? Bei Süßigkeiten bin ich auch recht wählerisch. Es muss knackig sein und nicht so was eklig weiches… Ansonsten... Ich liebe Jumpies. Für alle, die das nicht kennen, das ist etwas, das mein Frauchen gerne isst. Chips, nur in Känguru-Form. Sooo lecker. Mit Milch kann man mich jagen, ja stellt euch vor, eine Katze, die keine Milch mag, solls auch geben. Auch Fisch oder Fleisch esse ich nicht besonders gern, ja im Dosenfutter extra für mich zubereitet schon, aber legt mir bitte keinen rohen unbearbeiteten Fisch vor die Pfoten!

Was mag ich denn noch… Schnurrr… Wenn man mich am Kopf krault oder am Schwanzansatz krault, dann könnte ich das stundenlang genießen! Da kann es schon vorkommen, dass ich mich dann auch auf den Rücken werfe und anfange zu „genusskrallen“. Auch wenn man mit mir spielt, freue ich mich immer, sei es eine Spielmaus zu fangen oder mit meinem Bruder zu kämpfen. Wenn man mich einengt hab ich das weniger gern. Also mich kuscheln, wenn ich eigentlich weg will ist keine gute Idee. Ich bin zwar zu gut erzogen als dass ich kratzen oder beißen würde, aber mögen tu ich’s nicht…


Stärken & Schwächen:
Schwächen? Ich hab keine Schwächen. Ich besitze nur hervorragende Stärken. Meine Schönheit, um sie nochmals zu erwähnen, finde ich ist eine große Stärke. Auch meine Geschmeidigkeit und Eleganz, meine Bewegungen überhaupt. OK, ich bin vielleicht ein wenig schwach, das gebe ich zu, aber was erwartet ihr von so einem kleinen Kätzchen wie mir? Ich bin da um hübsch zu sein und zierlich, aber nicht um mit Muskelmasse anzugeben. Das schickt sich auch gar nicht für eine Lady. Ob ich eingebildet bin? Niemals… Ein wenig vielleicht, aber wirklich nur ein kleines bisschen.

Ich hasse es, alleine zu sein. Ist das eine Schwäche? Wenn ja, dafür schäme ich mich nicht. Ich bin lieber bei meinem großen Bruder, auch wenn ich ihn oft ein wenig provoziere, aber das liegt an meinem Geschlecht… Und ich muss sagen, ich kann grandios singen. Jedes Mal, wenn ich es tue, kommt mein Frauchen sofort und streichelt mich, bis ich schnurre. Sie liebt mich und will mir wohl so zeigen, wie es ihr gefällt. Ich kann sehr gut springen muss ich sagen, und ich bin auch recht flink. Allerdings über eine größere Strecke klettern ist nicht so ganz das meine. Klar, ein kurzes Stück bringe ich schnell hinter mich, aber all zu hoch sollte das nicht sein. Ich schätze Höhen nicht so ganz, ich weiß nicht, da wird mir ein wenig mulmig zumute.


Vorgeschichte:
Ich soll euch meine Geschichte erzählen? Nun gut, dann legt euch hin und hört zu, während ich euch erzähle, was ich alles erlebt habe.

Geboren bin ich in einer recht katzenliebenden Familie. Ein Ehepaar in Ungarn, die recht viele von uns hatten. Meine Mutter war eine braune Burma namens Irish Coffee und mein Vater Gordon, ein blauer Kater. Ich fand meine Eltern ganz nett, auch wenn ich nicht lange bei ihnen war. Geschwister hatte ich einige, ebenso Spielgefährten. Aber von meinem Wurf war ich das einzige Weibchen, vielleicht der Grund, warum ich so eine Schönheit bin, ich hab eben alles von meinen 5 Brüdern abbekommen. Die ersten drei Monate verbrachten wir Kleinen spielend und lernend. Immerhin mussten wir vieles wissen, bevor wir alleine leben konnten.

Eines Tages kam ein recht nettes Mädchen und suchte sich mich und meinen liebsten Bruder Leonidas aus. Er ist ein kleiner Racker, oder soll ich eher sagen großer? Aber er ist eigentlich recht sanft und tut niemandem was zu leide. Auf gut Deutsch, ich hatte das Sagen, was mir auch nur recht war. Mit Leon hätte ich mich nicht so wohl gefühlt. Auf jeden Fall hieß das Mädchen Roxanne und ist auch jetzt noch mein Frauchen. Sie nahm uns zwei mit und in der ersten Wohnung, in der wir wohnten, leisteten uns auch noch andere Tiere Gesellschaft. Meerschweinchen werden sie genannt. Wirklich dumme Viecher. Leonidas hatte sich ein wenig mit ihnen beschäftigt, aber mich ließen diese Tiere kalt.

Regelmäßig fuhr das Frauchen, das anscheinend noch recht jung war mit uns wo anders hin, ich denke zu ihren Eltern, wo wir dann Radames und Aida kennen lernten und ich somit meine erste Liebe. Dieser Kater… Einfach… Er ist himmlisch, so elegant, so würdevoll und erwachsen! Ich hab jede freie Minute bei ihm verbracht und ihm gezeigt, wie sehr ich ihn mochte, indem ich ihm immer wieder das Fell putzte, so dass es genauso geschmeidig war wie meines. Allerdings wurde aus dieser Liebe nichts. Ich weiß nicht, ob er einfach nichts empfand, oder ob es die Tatsache war, dass wir immer nur kurze Zeit bei diesen anderen Katzen waren. Ich vermisse ihn und frage mich oft, was er denn so macht.

Nun ja, ich will jetzt nicht im Liebeskummer schwelgen, sondern euch meine Geschichte erzählen, also weiter. Nun ja, irgendwann sind wir dann wieder umgezogen und haben in einer recht großen Stadt gelebt. Zu uns ist ein männlicher Dosenöffner gezogen, den ich sofort ins Herz geschlossen hatte. Hier war es recht laut und auch dreckig. Wie oft ich mein Fell putzen musste! Na ja, auf jeden Fall gabs hier jeden Tag vieles zu sehen. Die Vögel flogen so knapp an unserem Fenster vorbei, dass ich schon das Gefühl hatte, wenn ich nur meine Pfote ausstrecke, könnte ich sie erreichen. Und jeden Tag andere Düfte und Dinge, die vor dem Haus vorbeizogen. Sehr interessant.

Allerdings waren die Fenster, nun ja, nicht vergittert, aber mit einem Fliegennetz oder so etwas ähnlichem zugepinnt, so dass wir nicht hinaus konnten. Klar, wir hätten das Ding mit unseren scharfen Krallen auseinander reißen können, aber wir waren ja brav. Nun, ich zumindest. Es war ein sonniger Morgen, als ich aufwachte und ganz alleine war! Mein Frauchen und auch mein Herrchen schliefen noch und so machte ich mich auf die Suche nach meinem Bruder, um mit ihm zu kämpfen oder wieder einmal sein Fell zu putzen, doch ich fand ihn nicht! Ich suchte überall, doch nirgends war er! Ich bekam es schrecklich mit der Angst zu tun und fing an, herzzerreißend zu weinen, bis die Dosenöffner aufwachten und mich fragten, was los sei. Ich konnte mich ihnen nicht sofort verständlich machen, da diese Wesen ja ein wenig dumm sind, aber dann klappte es doch noch und sie merkten, dass Leonidas verschwunden war.

Nach einigem Suchen sahen sie dann, dass das Netz beim Fenster ein Loch hatte! Darauf wäre ich nie im Leben gekommen! Er hat einfach ein Loch hinein gerissen und war über die Fensterbretter abgehauen. Herrchen schaute natürlich hinaus und entdeckte ihn anscheinend, auf jeden Fall hörte ich ihn schreien, dass er sich da nicht wohl fühlte und wieder heim wollte, aber Angst hatte. Inzwischen war es ja lauter geworden und er hatte Angst hinunter zu fallen. Dummer Bruder! Warum machte er nur so was anstatt hier zu bleiben?

Nach einigen überlegungen kletterte mein überaus mutiges Herrchen zum Fenster hinaus und zu Leonidas, um ihn zu retten. Ach Gott, was war ich froh, als mein Bruder endlich wieder vor mir stand. Natürlich hab ich ihn ziemlich ausgeschumpfen, was er sich eigentlich einfallen ließ, aber nachdem er mich ziemlich geknickt angeblickt hatte, erklärte ich mich doch bereit, ihn wieder zu säubern, so dass er glänzte. Während dieser Putzaktion, die wirklich nötig war, schlief er neben mir ein. Ach er ist ja so süß! Er ist zwar mein großer Bruder, aber ab und zu ist er doch noch ein kleines Kind…

Seither sind ein paar Jahre vergangen und ich zähle nun fünf Menschenjahre. Wir sind wieder umgezogen und sind inzwischen hier gelandet. Es ist ganz nett hier und vor allem viel ruhiger, was man von unserem letzten Wohnort nicht behaupten konnte. Eine recht große Wohnung, mit viel Platz für uns, wirklich schön. Ich wohne gerne hier und auch Leonidas gefällt es hier. All zu lange leben wir hier noch nicht, aber das wird sich ändern, wenn wir nicht gerade morgen wieder umziehen und ich bin schon gespannt auf die Nachbarschaft…


Geschichte: