Katreena Guðmundsdóttir

Name:
Katreena Guðmundsdóttir


Spitz-/Rufname:
Katt, Felidae


Alter:
Katt ist 19 Jahre alt, geboren am 11. Juli des Jahres 1997.


Herkunft:
Geboren und aufgewachsen in Reykjavík, der Hauptstadt von Island. Allerdings ist ihre Familie vor kurzem nach London umgezogen.


Familie:
Aban Guðmundsdóttir
Arzt
Katreenas Vater stammt aus einer reichen Familie der isländischen Oberschicht. Er war das älteste Kind von dreien und immer schon derjenige, an dem die Verantwortung hing. Da sein Vater ein viel beschäftigter Bankier war und seine Mutter sich mehr mit Tratsch, Klatsch und Partys beschäftigte, oblag es ihm, seine zwei Schwestern Selene und Clara mit zu erziehen. Es war immer ein recht ruhiger Mensch und wusste, was er zu tun hatte.
Als er sich dann für eine Laufbahn entscheiden sollte, wählte er die eines Chirurgen, da ihn das Bankenwesen, das seinen Vater so begeisterte, nicht interessierte. Da ihm das Thema lag und er auch recht intelligent war, schloss er mit Bravour ab und heiratete seine Jugendliebe Glava, die kurz vor ihm ihr Studium beendet hatte. Inzwischen ist er 52, angesehener Arzt und glücklicher Vater von zwei Töchtern. Aban ist ein Gestaltwandler, ebenso wie seine Frau. Sein Tier ist ein Schäferhund, zu denen er sich schon in Kindheitstagen sehr verbunden gefühlt hatte.

Glava Guðmundsdóttir
Politikerin
Glava wurde ebenso in eine recht angesehene Familie geboren. Da sie ein Einzelkind war, wurde sie von allen Seiten geliebt und verhätschelt, was ihrem Charakter nicht all zu gut getan hatte. Man kann sie wohl ein wenig hochmütig und von sich selbst eingenommen nennen. Sie ist eine Frau, die sich nur ungern mit Leuten unter ihrem Stand abgibt.
Sie hatte sich schon ihr ganzes Leben lang für die Politik interessiert und war glücklich, an der Universität angenommen zu werden und studieren zu können. Mit Feuereifer stürzte sie sich ins Lernen und es war nicht verwunderlich, dass sie ihr Studium recht bald hinter sich lassen konnte. Sie bekam bald einen recht guten Job und vertritt inzwischen die Seite ihrer Klasse. Sie wird nicht unbedingt von allen geliebt, aber das ist ihr egal.
Nach ihrem Studium heiratete sie und gebar ihrem Mann recht bald zwei hübsche Töchter. Sie liebte ihre Kinder, aber ihr Beruf war ihr wichtiger und daher ging die inzwischen 46-jährige schnell wieder in die Politik zurück. Ihr Tier, zu dem sie einen intensiven Bezug hatte und dessen Gestalt sie auch annehmen konnte, war ein Waldkauz. Sie hatte Vögel schon immer gemocht und Eulen besonders, da sie ihrer Meinung nach eine gewisse Intelligenz ausstrahlen und verkörpern.

Nikita Guðmundsdóttir
Anwältin
Nikita ähnelt ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester kaum. Weder vom Aussehen, noch von ihrem Charakter her. Ihre Haare, die sie immer zu einem strengen Zopf flechtet, sind pechrabenschwarz, wie die ihres Vaters. Die Augen allerdings, hatte sie von Glava geerbt und sind strahlend blau, was schon manche Männer, unter anderem ihren Mann Luka, verrückt gemacht hatten. Die Figur ist schlank, fast zerbrechlich.
Ihre Gesinnung ist die ihrer Mutter. Sie liebt ihren Luxus und den Reichtum und würde nur ungern darauf verzichten. Sie wurde Anwältin, allerdings nicht, um die Armen und die Bedürftigen zu vertreten, sondern um den Reichen ihre habe zu sichern. Sie und Katreena sehen sich kaum und interessieren sich auch nicht füreinander. Im Gegensatz zum Rest der Familie ist Nikita keine Andere. Sie ist ein gewöhnlicher Mensch und neidet Katreena oft ihre Fähigkeiten. Das ist vermutlich noch ein zusätzlicher Grund, warum die Zwei sich nicht sonderlich schätzen.


Rasse:
Gestaltwandler


Zugehörigkeit:
Seit je her gehörte sie zu den Guten. Sie hatte sich nicht all zu viele Gedanken darüber gemacht. Sich dem angeschlossen, dem auch ihre Familie angehörte. Gegen sie zu kämpfen wäre für sie ein Gereuel gewesen und tatenlos daneben zu stehen und ein normales Leben zu führen, war nicht ihre Art.


Beruf:
Schneiderin hatte sie gelernt, genauso wie ihre Großmutter. Auch war es gedacht, dass sie deren Geschäft übernahm, in dem sie ihre Ausbildung auch gelernt hatte. Allerdings gingen diese Pläne den Bach hinunter, als die Familie nach London zog. Dort musste sie sich erst einen Job suchen. Seit drei Monaten schon waren sie in London und sie hatte vor kurzem einen Job als Kellnerin im Black Orchid, einem Lokal einer Anderen, bekommen. Sie liebte ihren Job, auch wenn er nicht so vornehm und abgehoben, wie die Berufe des Rests der Familie, war. Aber sie mochte den Umgang mit Gästen und das Lokal samt ihrer Besitzerin.


Aussehen:
Katreena ist eine recht große Frau. Andere beneiden sie oft um ihre Größe und Figur, mit der sie Modelkarriere machen könnte, aber sie war in früheren Tagen weniger glücklich darüber, so auffallend zu sein. Sie hat ihre Statur früher als Hindernis angesehen und hat lange gebraucht, um sich selbst als schön zu empfinden, da sie als Kind immer gehänselt wurde, sie sei eine Bohnenstange. Auch ist das Mädchen sehr schlank und ihre Pfunde sind genau dort verteilt, wo sie hingehören, alles an seinem Platz und keines zu viel oder zu wenig, ein Traum für Männer. Inzwischen läuft sie stolz erhobenen Hauptes durch die Gegend und was andere denken, ist ihr egal.

Der schlanke, geschmeidige Körper und ihre raubtierhaften Bewegungen, sind kennzeichnend für Katreena. Ein stolzes Auftreten und die Selbstsicherheit, so wie ihre erotische Ausstrahlung, wirken oft anziehend und gleichzeitig respekteinflößend. Trotz ihrer biegsamen und wohlgeformten Gestalt, wirkt sie dennoch kraftvoll und überall kann man die feinen Muskeln erkennen, welche sich auf ihrer weichen Haut abzeichnen.

Ihre Augen, die von einem schönen aber bezwingenden hellbraun und durch einen grauen Ring umrahmt sind, fesseln automatisch die Blicke anderer. Sie schauen wachsam in die Welt und registrieren aufmerksam alles, was um sie herum passiert. Oft leuchten sie interessiert auf und beobachten alles, was wichtig sein könnte und Bedeutung hat. Lange, volle Wimpern umgeben diese faszinierenden Augen und sind meist in schwarze Tusche getaucht. Um den Augen noch mehr Ausdruck zu geben, umgibt sie meist ein blausilberner Lidschatten. Die Augenbrauen darüber sind recht schmal und werden regelmäßig nachgezeichnet, um sie deutlicher und stärker hervorzuheben.

Ihre vollen Lippen sind weich und wirken, als könne man in ihnen versinken. Sie sind ein wahrer Blickfang und erwecken den heimlichen Wunsch, sie nachzuzeichnen und zu küssen. Oft haben sie einen matten Perlglanz, der von ihrem Lippenstift herrührt. Die Nase hingegen ist recht klein und fällt nicht auf.

Auch wunderschön anzusehen an ihr sind Katreenas goldblonden Locken, die sich um ihr Gesicht kräuseln und einen eigenen Willen zu haben scheinen. Sie reichen bis unters Schulterblatt, sind dick und glänzen kraftstrotzend und gesund. Manchmal, wenn sie ihr lästig fallen oder unpraktisch sind, wird ihre Haarpracht zusammengefasst und fällt als Rossschwanz über ihren schönen, braungebrannten, samtigen Rücken und gewährt einen Ausblick auf ihren schön geschwungenen Nacken, dessen Haut einen sanften Goldton hat.

Am liebsten kleidet Katreena sich in figurbetonte Dinge, um ihren Körper zur Geltung zu bringen und ihre Reize zu betonen. Sie hat sehr viel Geschmack, wenn es um die Auswahl ihrer Kleidung geht und bevorzugt Stoffe, die eng anliegen und den Körper wie eine zweite Haut umgeben. Allerdings läuft sie auch gern in Jeans durch die Gegend, da diese angenehm zu tragen sind und äußerst praktisch und haltbar.

An Schmuck besitzt Katreena einiges. Angefangen bei der silbernen, filigranen Kette um ihren Hals, die einen Anhänger in Form eines silbernen Regentropfens hat. Er ist rund und ganz aus Silber, ohne irgendwelche Verzierungen. Weiters trägt sie silberne Ohrringe, allerdings nicht nur normale Stecker, sondern eine Silberne Kette, die oben am Ohr, sowie unten befestigt ist. Zusätzlich hat sie seit dem letzten Jahr noch ein Zungenpiercing, das aber die wenigsten wissen oder sehen. Der letzte Schmuck, der Katreenas Körper ziert, sind ihre Ringe. Sie trägt einige silberne Ringe an ihren Fingern. Insgesamt sind es fünf, an einer Hand drei an den mittleren Fingern und an der anderen Hand sind es zwei, je einen am Ringfinger und Zeigefinger.


Charaktereigenschaften:
Katreena wurde schon als Kind als ein Genie bezeichnet. Hochintelligent, überdurchschnittlich und über alle anderen herausragend, war ihre Auffassungsgabe und das Wissen, wie etwas umzusetzen ist. Allerdings geht mit dem Genie meist auch der Wahnsinn einher und Katreena ist ein chaotisches und wechselhaftes Wesen. Ihre Laune kann in Sekunden von himmelhoch jauchzend auf zu Tode betrübt fallen und wieder wechseln. Man weiß nie, was sie gerade denkt, fühlt oder in welcher Gemütsstimmung sie sich gerade eben befindet. Will man sich mit ihr unterhalten, betritt man eigentlich immer die Höhle des Löwen und geht das Risiko ein, gefressen oder freundlich lächelnd empfangen zu werden.

Katreena ist ein regelrechtes Chamäleon. Ihre Launen wechseln mit dem Wind und sie zu beschreiben, ist eigentlich unmöglich. Sie kann einerseits irrsinnig freundlich und liebenswürdig sein, sodass sie jeder gern hat. Andererseits aber ist sie absolut ekelhaft und gefühllos und man kann sie eigentlich nur hassen und verabscheuen. Sie ist freundlich und zuvorkommend und dann plötzlich wieder unfreundlich, mürrisch und schnippisch. Es ist recht schwierig mit ihr umzugehen und es fällt auch denen, die sich als ihre Freunde bezeichnen, nicht immer leicht, mit ihrem Wesen klarzukommen.

Wenn man sich mit ihr trifft und sie gut gelaunt ist, kann es schon passieren, dass man sich mit einem falschen Satz das Treffen komplett ruiniert. Sie ist recht oft gut gelaunt, aber wenn man irgendetwas erwähnt oder sagt, das ihr nicht so ganz in den Kram passt, kann sie recht böse werden und ungemütlich. Kalt und gefühllos ist sie oft, wenn es um Menschen geht, die sie nicht sonderlich mag. Sie sagt was sie denkt über etwas oder jemanden auch wenn dieser daneben steht, da ist sie recht kalt. Unpünktlichkeit ist auch ein Thema, wo man sich sicher sein kann, dass sie nicht gut auf jemanden zu sprechen ist. Wenn man zu spät kommt, sollte man besser sehr krank sein und sich telefonisch entschuldigen und gar nicht erscheinen oder man muss irgendwie das Treffen durchstehen mit einer sehr bissigen Katreena.

Für wirklich gute Freunde ist Katreena immer da und eine gute Zuhörerin, die eigentlich nie jemandem im Stich lässt. Außerdem ist sie absolut ehrlich und man würde ihr eine Lüge an der Nasenspitze ansehen, da sie das überhaupt nicht kann, also versucht sie es erst gar nicht. Außerdem ist sie der Meinung, dass Leute die Wahrheit hören sollten und diese sie verdienen, ob positiv oder negativ.

Sie kann nur sehr selten still sitzen, dafür ist sie viel zu quirlig und gewohnt etwas zu arbeiten. Wenn sie einmal sitzt, dann sind ihre Hände oft damit beschäftigt, mit ihren Haaren zu spielen. Wirklich ruhig ist sie selten. Auch ist sie sehr pingelig, wenn es um Pünktlichkeit geht. Sie hasst es, sitzen gelassen zu werden oder warten zu müssen. Es kann durchaus vorkommen, dass sie nach fünf Minuten Wartezeit bei einer Verabredung nach Hause geht und eine Weile auf denjenigen, der zu spät gekommen ist, sauer ist und nicht mit ihm reden will. Wenn sie nicht geht, sondern wirklich einmal wartet, ist sie allerdings sehr schlecht gelaunt und furchtbar zickig.

Katreena ist oft viel zu direkt, was sie sich mit ihrer Ehrlichkeit angewöhnt hatte, da sie jedem ins Gesicht sagt, was sie von ihm hält. Sie spricht ihre Gedanken aus und denkt erst danach darüber nach, ob das hätte sein müssen oder nicht. Aber sie bereut nur sehr selten was sie sagt, auch wenn sie jemanden damit verletzt. Ihrer Meinung nach hatten dumme Leute auch verdient, zu erfahren, dass sie dumm waren. Sie findet es idiotisch, jemandem nicht zu sagen, was man von einem dachte und nimmt selbst die Kritik auch recht gut auf, wenn sie einmal jemandem begegnet, der so offen ist wie sie.

Richtig aufbrausend und jähzornig kann Katreena ab und zu werden, da sie ein sehr ungeduldiger Mensch ist. Wenn etwas nicht so geschieht, wie sie es erwartet hatte oder es zu lange dauert, wird sie schlecht gelaunt, was zur Folge hat, dass sie aus der Haut fährt. In ihrer Nähe zu stehen ist dann meist nicht sehr klug, da sie auch um sich schlagen kann, wenn sie wirklich wütend wird. Meist beruhigt sie sich sehr schnell wieder, aber dem ist nicht zu trauen. Vor einem Sturm ist es auch oft ruhig und dann geht?s erst richtig los, so ist es auch bei Katreena.

Katreena ist schrecklich stur, wenn es darum geht, ihre Meinung und Ansicht durchzusetzen. Sie akzeptiert nicht gern, wenn jemand anderer Recht hat und sie im Unrecht ist. Ihre Neugierde ist wohl ein ebenso schlimmes Manko wie ihre Sturheit und kann manchen ganz schön auf die Nerven gehen. Aber sie weiß sich am Riemen zu reißen und manchmal die Fragen zurückzuhalten, die ihr auf der Zunge brennen.


Vorlieben und Abneigungen:
Katreena liebt lesen. Sie kann stundenlang damit verbringen, sich in ein Buch zu vertiefen. Ebenso mag sie schöne Musik und bevorzugt, ganz anders als die Leute in ihrem Alter, Klassik und langsame Lieder.

Auch die Kultur ist ein wirklich großes Hobby von ihr. Seit je her faszinieren sie die Kelten und die ägypter. Sie hat schon einige Bücher um diese Themen verschlungen und weiß über fast alles bescheid. Alles was sie finden kann, saugt sie regelrecht in sich auf.

Eine andere Leidenschaft von ihr ist das reiten. Sie ist schon auf dem Pferd gesessen, als sie noch ein kleines Kind war und übt dieses Hobby aus so oft sie kann. In Island hatte sie ein eigenes Pferd, das sie allerdings verkaufen mussten, als sie nach London gezogen sind.

Was sie noch gerne tut, ist spazieren gehen. Lange Spaziergänge am Strand, im Sonnenuntergang oder im Park. Sie liebt die frische Luft und die Natur und kostet dies aus, so oft sie kann. Lärm hingegen kann sie absolut nicht leiden. Das ist auch der Grund, warum sie sich in Wälder und Parks flüchtet. Sie versucht immer wieder den Menschenmassen auszuweichen um die Stille zu genießen.

Katreena ist ein Chaot, kann es aber dennoch nicht leiden, wenn andere unordentlich und schlampig sind. Sie weiß nicht, warum sie so reagiert, aber sie kann einfach nicht anders. Bei Unordnung anderer wird sie ein wenig unwirsch und kann schon recht schnell schnappig sein.

Katreena ist ein sehr fantasievoller Mensch und hat sich schon oft einfach eine eigene Traumwelt erschaffen, um sich dort zurückzuziehen. Auch lebt sie ihre Kreativität und Fantasie auf ihrem Zeichenblock aus. Darin ist sie zwar nicht so gut, aber sie ist selten ohne Skizzenblock anzutreffen. Ebenso lebt sie sie durch das Spielen einer Gitarre aus, auf der sie schon einige Melodien erfunden hat, die sie immer wieder spielt und sich Gedanken über einen Songtext dazu macht. Sie will zwar keine Sängerin werden, aber sie findet es schön, ihre Gefühle in Melodien und Worte zu fassen und sie so zum Ausdruck zu bringen.

Ihre Liebe zu Katzen, egal welcher Art und Größe, fällt wohl den meisten als erstes auf. Wenn sie irgendwo eine sieht, dann muss sie sie sofort streicheln oder lieb haben, was ihr schon viele Kratzer und Bisse eingebracht hat, da die Katzen wohl nicht immer der gleichen Meinung waren. Sie selbst hat auch zwei Katzen, die sie über alles liebt. Es sind Burmakatzen, da sie diese Rasse am schönsten findet und diese Tiere sich auch wesentlich mehr gefallen lassen als normale Hauskatzen. Genannt hat sie die zwei Smaragd und Rubin und sie liebt sie über alles.


Stärken und Schwächen:
Durch ihr hervorragendes Gedächtnis fällt es ihr extrem leicht, sich Dinge zu merken und vergisst so schnell nichts wieder und sie erkennt Zusammenhänge sofort. Mathematik war in der Schule dadurch eines ihrer Lieblingsfächer und sie konnte darin immer glänzen. Auch Gedichte auswendig lernen und sonstige Fächer, in denen ein fotografisches Gedächtnis recht nützlich war, mochte sie recht gerne.

Wie alle Anderen kann Katreena im Zwielicht wandeln. Allerdings macht sie es nicht oft. Wenn sie im Zwielicht wandelt, wird ihr die Lebensenergie regelrecht ausgesaugt, wovor sie ein wenig Angst hat und deswegen das Zwielicht meidet wo es nur geht. Auch kommen ihre tierischen Aspekte wesentlich intensiver zum Vorschein, was ihr ebenfalls nicht sonderlich gefällt. Sie ist ein Mensch mit einem Tier in sich und sie will die Kontrolle behalten und nicht dem animalischen Ich abgeben. Lieber wandelt sie ihre Gestalt, zu dem sie seit ihrem siebzehnten Lebensjahr fähig ist. Auch Gedanken lesen und Manipulieren in kleinem Rahmen ist ihr möglich. Allerdings wendet sie das kaum an, da sie der Meinung ist, jeder soll sein Leben selbst leben, ohne von ihr beeinflusst zu werden.


Besondere Begabung:
Binnen von Sekunden kann Katreena sich in einen Puma verwandeln, was sie allerdings nur nutzt, wenn es nötig ist. Sie setzt ihre Kraft, sich zu wandeln, nur in Notfällen ein.
Zu ihren katzenartigen Stärken, die sie auch in menschlicher Gestalt innehat, zählen wohl ihre Beweglich-, sowie ihre Schnelligkeit und die Körperstärke, die sie besitzt. Sie ist recht zäh und hält schon einiges an Anstrengungen aus. Ebenso sind ihre Sprungkraft, ihr Gleichgewichtssinn, sowie die Sinne der Augen und Ohren wesentlich verstärkt und so findet sie sich auch in Höhen und in der Nacht ohne Probleme zurecht. Ebenso ist sie äußerst gelenkig und kann sich recht gut verbiegen, wenn es unter Umständen sein muss.


Vorgeschichte:
Sanft erklangen die ersten Klänge ’Nocturnes’ von Chopin als sich die hoch schwangere Frau vorsichtig in den hölzernen Schaukelstuhl auf der Terrasse setzte. Leicht wippte sie im Takt mit und hörte zusätzlich das sanfte Knarren des Holzes, als sie sich bewegte. Mit geschlossenen Augen genoss sie die Musik und stellte sich vor, wie ihr kleines Baby, geschützt von ihrem Leib zusammengerollt in ihr lag und sich langsam anfing, zu bewegen. Ein Fingerchen nach dem anderen öffnete und fasziniert davon war.

Wohlig räkelte sie sich in diese Gedanken versunken und sanft streichelte sie ihren Bauch, drückte leicht gegen die gespannte Wand, um eine Reaktion von Innen her zu bekommen. Sie freute sich, als das Baby mit seinen kleinen Fäusten - oder waren es die Beinchen? - dagegen boxte. Bei ihrem letzten Arztbesuch hatte sie erfahren, dass sie mit einem zweiten Mädchen gesegnet würde und sie freute sich schon auf den Zeitpunkt, an dem sie das kleine Wesen in ihren Händen halten konnte.

Es war ein lauer Sommerabend. Die Vögel zwitscherten und die Sonnenstrahlen tauchten die Landschaft in ein helloranges Licht. Die Blätter an den Bäumen wogen leicht im Wind und die sanfte Brise war angenehm warm. Ein Schrei… Plötzlich durchteilte ein Schrei die wunderbare Stille und die Vögel verstummten. Einige erhoben sich in die Lüfte und kreisten um das große Haus, das mitten in einem wunderschönen Garten stand. Dann… ein leichtes, dünnes Wimmern, ein Geräusch, das von neu erschaffenem Leben zeugte.


Ein wenig verschlafen schlug das kleine Mädchen mit seiner Hand nach einer Fliege, die sich gerade summend auf ihrem Arm niedergelassen hatte. Diese flog kurz in die Höhe, setzte sich aber ein paar Zentimeter weiter wieder hin, als sie bemerkte, dass das Mädchen keine all zu große Gefahr darstellte. Wieder schlug die Hand vergeblich nach dem Tier, das sich nun die Klassenbank als Spazierweg aussuchte.

Träge hob Katreena ihren Kopf und beobachtete das lästige Wesen und blickte dann aus dem Fenster, neben dem sie ihren Platz hatte. Die Sonne schien und sie wünschte sich, sie könne hier weg, baden gehen, so wie den ganzen Sommer lang. Sie hasste die Schule. Es war langweilig und die Lehrerin wiederholte alles immer hunderte Male. Warum nur? Glaubte sie etwa, sie seien alle dumm? Dass sie die einzige sei, die alles weiß und sie die kleinen Schüler behandeln musste, als wären sie begriffstutzig?

Unwillig blickte sie nach vorne, wo die junge Lehrerin stand und schon zum vierten Mal erklärte, wie man eine Zahl mit einer anderen mal nimmt. Sie zog eine Schnute und konnte sich einfach nicht mehr beherrschen. “Das wissen wir doch schon! Das ist doch ganz einfach! Können sie uns nicht etwas Neues zeigen?“, rief sie heraus. Ihre Banknachbarin und auch alle anderen Kinder, sowie die Lehrerin schauten sie verblüfft an.

“Du gibst doch nur an, Kleine. Komm heraus und rechne uns vor, damit wir auch alle sehen, dass du es wirklich begriffen hast.“ Fräulein Feuerstein war ein wenig gereizt. Sie hatte schon bemerkt, dass Katreena nicht aufgepasst, sondern geschlafen hatte und ihre wichtigtuerische Art konnte sie nicht leiden. Sie selbst hatte länger gebraucht als Kind, um die Zusammenhänge der Mathematik zu verstehen und wollte nicht ganz einsehen, dass dieses Mädchen das so viel schneller schaffte als alle anderen.

Mit stolz erhobenem Kopf stand die Kleine auf und marschierte an ihrer Banknachbarin Jane, die sie nicht all zu sehr mochte, vorbei, direkt auf die Tafel zu. Im Vorbeigehen nahm sie sich die Kreide von der Lehrerin, die sie sie auffordernd hinhielt und schrieb dann mit kindlicher Schrift nacheinander alle Ergebnisse der zehn Rechnungen, die auf der Tafel standen, hin. Mit trotzig aufforderndem Blick schaute sie der sprachlosen Frau in die Augen und stolzierte dann wieder auf ihren Sitzplatz.

Nach dem Unterricht rief Frau Feuerstein Katreena zu sich. “Gib das bitte deinen Eltern. Und bring es mir morgen unterschrieben wieder zurück.“, sagte sie und hielt dem Mädchen einen verschlossenen Umschlag hin. Diese nickte und machte sich auf den Heimweg. Sie wollte nur zu gern wissen, was in diesem Briefchen stand, aber wenn sie das Kuvert aufmachte, würden es ihre Eltern bemerken, also beeilte sie sich, und hoffte, dass sie es trotzdem erfahren würde.

Zuhause angekommen stürmte sie durch die Türe in die Küche. “Mama! Mama! Ich hab da einen Brief für dich von der Frau Lehrerin. Machst du ihn auf? Ich will auch wissen, was sie geschrieben hat.“, quengelte sie gleich. Ihre Mutter drehte sich erstaunt vom Herd um, an dem sie gerade ein Mittagessen zubereitete, als ihre Tochter die Wohnung stürmte. “Was hast du angestellt Kind? Warum schickt sie einen Brief mit?“ Besorgnis schwang in ihrer Stimme. Briefe aus der Schule hatten selten etwas Gutes zu bedeuten. Sie nahm dem Kind das Kuvert ab und legte es auf den Tisch. “Damit warten wir, bis dein Vater heim kommt. Davor schauen wir den Brief beide nicht an, OK?“

Ungeduldig murrte das Kind und verzog sich ins Zimmer, wo sie sich mit ihren Hausaufgaben beschäftigte. Sie war eine ausgezeichnete Schülerin und die schulischen Dinge fielen ihr alle leicht. Endlich, am Abend kam ihr Vater heim und sie wich ihm nicht von der Seite, um auch ja nicht zu versäumen, wenn der Brief geöffnet wurde. Der lang ersehnte Augenblick rückte näher, als dieser den Umschlag in die Hand nahm und einen bedeutenden Blick mit seiner Frau wechselte. “Du gehst jetzt schlafen Katreena. Was da drinnen steht, können wir dir morgen auch noch sagen. Es ist schon spät und du hast morgen Schule.“ Entsetzt schaute das Kind ihren Vater an. “Ich will aber wissen, was da drinnen steht, ich will es jetzt wissen. Es ist über mich, also darf ich auch wissen, was es ist.“, rief sie mit erhöhter Lautstärke und wütendem Blick. Sie hasste es, so behandelt zu werden. Sie war noch ein Kind, aber sie war nicht dumm. Der Blick ihres Vaters ließ sie allerdings verstummen. Murrend und schlecht gelaunt trampelte sie die Treppe so laut sie konnte ins obere Stockwerk, wo sie mit ziemlichem Lärm, damit ihre Eltern auch ja wussten, was sie genau tat, sich fürs Bett fertig machte.

Endlich war es ruhig geworden und der besorgte Vater nahm das Kuvert, um es langsam und vorsichtig zu öffnen, als handelte es sich um einen explosiven Inhalt. Was er danach allerdings zu lesen bekam, ließ einen erstaunten Ausdruck auf seinem Gesicht erscheinen. Schnell nahm seine Frau ihm den Brief aus der Hand und auch sie war verblüfft. Ganz anders als erwartet, war hier kein Tadel zu finden, kein Schreiben von der Direktion, dass sich ihr Kind ungebührlich verhalten hätte. Geradezu das Gegenteil war der Fall. Die Schule bat die Eltern, das Kind von einem Psychologen untersuchen zu lassen, da ihr IQ anscheinend überdurchschnittlich sei und die Schule gerne Gewissheit hätte. Anbei stand auch, dass sich Katreena im Unterricht sehr langweilte, weil sie einfach zu gut für ihre Klasse war und man schlug eine Versetzung vor.

Eine Woche später, war das Ergebnis des Tests vorhanden und die Mutmaßung der Direktion hatte ins Schwarze getroffen. Katreenas IQ war wesentlich höher als der Durchschnitt und man beabsichtigte sie, mit dem Halbjahr zu versetzen, damit sie wieder gefordert wurde. In ein paar Einzelstunden nebenher, versuchte der Direktor persönlich, Katreena mit dem Stoff der Klasse über ihr vertraut zu machen, damit sie sofort den Anschluss fand und mit dem Halbjahr wurde sie in die Stufe höher versetzt.


“Ich will NICHT mitkommen!“, wütend stampfte das Mädchen, das inzwischen zehn Jahre zählte, auf den Boden. Sie hatte gerade erfahren, dass sie ihre Oma besuchen gehen wollten und das passte ihr überhaupt nicht in den Kram. Viel lieber wollte sie sich mit ihrem Freund Timon treffen und im nahe gelegenen Wald spielen gehen, anstatt sich zur Oma setzen und sich anhören zu müssen, dass sie ja so hübsch sei und so groß geworden. Das wusste sie selbst, seit dem letzten Besuch einen Zentimeter. Sie hatte es extra abgemessen, damit sie es ihrer Großmutter sagen konnte.

Sie verstand überhaupt nicht, warum ältere Menschen immer so taten, als wäre sie noch ein kleines Kind. Sie fühlte sich viel älter als sie war, was vermutlich daran lag, dass sie dieses Jahr zum zweiten Mal eine Klasse übersprungen hatte. Ihre Lehrer förderten sie alle und sie hatte keine Probleme, zu lernen und mit der höheren Klasse mitzukommen. Allerdings gab es einige eifersüchtige Schulkolleginnen, denen es nicht ganz behagte, dass das wesentlich jüngere Mädchen sich so leicht tat, wobei sie Schwierigkeiten hatten.

“Du wirst. Zieh dich an, wir fahren gleich.“, meinte ihr Vater Aban, ein angesehener Anwalt, knapp. Er wusste, dass seine Tochter sich ihm fügen würde, auch wenn sie nicht wollte, er und sein Wort waren immer die letzte Instanz, dagegen lehnte sie sich normalerweise nicht auf. Glava, die Mutter von Katreena und auch ihre fünf Jahre ältere Schwester Nikita waren schon fertig und warteten ungeduldig. Nikita war das absolute Gegenteil von Katreena. Ein ruhiges, durchschnittlich intelligentes Mädchen, das sich immer den Anweisungen der Eltern fügte. Die Zwei waren so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

Murrend und widerwillig zog Katreena sich an, ließ sich aber Zeit dabei, bis sie den Blick ihres Vaters sah, der sie doch noch dazu bewegte, sich doch schneller anzuziehen. Stur blickte sie die ganze Fahrt gerade aus und redete kein Wort. Sie hasste die Besuche bei ihrer Oma und wollte keinem den Gefallen machen, ihre Laune zu ändern. Dort angekommen, stieg sie langsam aus dem Auto und hielt sich im Hintergrund. Natürlich blieb ihr die Begrüßung ihrer Großmutter nicht erspart. “Ja wen haben wir denn da? Du bist aber groß geworden. Und so hübsch. Komm, gib deiner Oma einen Schmuser.“, waren die freundlichen Worte, die sie empfingen. Mit finsterem Gesicht ging sie vor und drückte einen Schmatzer auf die leicht runzelige Wange. “Ich bin nur einen Zentimeter größer, so viel ist das gar nicht.“, meinte sie stur und verschwand kurz darauf im Garten, um den Nachmittag mit den Katzen zu verbringen, die es hier reihenweise gab.

Die Mutter von Aban schaute diesen fragend an. “Lass sie, sie ist heute wieder einmal unerträglich“, seufzte dieser und sie gingen hinein, um Kaffe zu trinken, Kuchen zu essen und sich die letzten Tage zu erzählen. Nikita war, ganz im Gegensatz zu Katreena bei ihren Eltern geblieben und leistete diesen auch höflich Gesellschaft, auch wenn sie sich langweilte. Sie würde sich nie widersetzen, dazu war sie zu gut erzogen. Dennoch betrachtete sie ihre kleine Schwester mit Missmut. Sie fand es schlimm, dass Katreena sich nicht zügelte und so gehorsam war wie sie. Sie verstanden sich nicht sonderlich, die zwei Schwestern. Zu unterschiedlich waren sie im Charakter, ihrem Verhalten und auch im Aussehen. Nikita ähnelte ihrer Mutter, die ein wenig mollig war, und auch Nikita tendierte zu dieser Figur.

Gekreische und Gelache und hin und wieder eine wütende Schimpftirade unterbrachen die Gespräche zwischen den Eltern und der Großmutter. Nikita saß nur still daneben und lächelte freundlich. Sie antwortete nur, wenn sie gefragt wurde. Immer wieder hörte man, wie Katreena wütend mit den Katzen redete und kurz darauf wieder lachte. Sie spielte mit ihnen und wurde jedes Mal zornig, wenn eine sie gekratzt oder gebissen hatte, nur weil sie wieder ein wenig zu stürmisch gewesen war. Irgendwann hörte man auch ein wütendes Fauchen und Jaulen einer der Tiere, das das Mädchen versehentlich an der Innenseite der Hand getroffen hatte und dafür am Schwanz gezogen wurde.

Nach einem langweiligen Tag bei der Großmutter fuhren sie am Abend endlich wieder nach Hause. Katreenas Laune hatte sich nicht sonderlich gebessert, obwohl sie die meiste Zeit mit den Katzen verbracht hatte. Das waren vermutlich die einzigen Wesen, die ihre Stimmungsschwankungen nicht all zu sehr mitbekamen. Im Auto war sie still, genauso wie auf der Hinfahrt und schaute aus dem Fenster. Ein Baum nach dem anderen flog vorbei und sie versuchte, sie zu zählen, was allerdings ein unmögliches Unterfangen war.


Ungeduldig wartete Katreena auf ihren Freund. Timon hatte versprochen, pünktlich im Cafe zu sein, in dem sie sich immer trafen. Er war schon eine Minute zu spät und das Mädchen war heute nicht gewillt, lange zu warten. Alle fünf Sekunden blickte sie auf die Uhr, die ihr schlankes Handgelenk zierte, um nur festzustellen, dass die Zeit immer noch nicht weiter vorgerückt war. Ihr hübscher Mund verzog sich zu einer Schnute. Warum war er noch nicht hier? Er wusste ganz genau, dass sie es nicht leiden konnte, wenn jemand unpünktlich war. Genervt schaute sie zum X-ten Mal zur Tür, die sich gerade öffnete, aber herein kam ein Mädchen in ihrem Alter. Wieder schaute sie aus dem Fenster, das Mädchen interessierte sie nicht.

“Hallo Katreena“, hörte sie plötzlich die Stimme von Timon. Schnell wandte sie ihren Kopf. Sie hatte doch niemanden mehr herein kommen gehört. Dann sah sie ihren besten Freund, den Arm um das Mädchen, das Katreena vorhin nicht beachtet hatte, geschlungen. Ein leichtes Stirnrunzeln zeigte sich auf dem zarten Gesicht von Katreena. Das war also der Grund des zu späten Kommens. Mit kritischem Blick musterte sie das Mädchen von oben bis unten. Na ja, ein wenig dünn war sie, das was die meisten Typen eben bevorzugten, am Arm hängen zu haben. Langsam wanderten ihre Augen wieder zu ihrem Freund, dem die musternden Blicke anscheinend unangenehm waren.

“Du bist zu spät.“, meinte sie knapp, drehte sich dann zu dem Mädchen. “Timon, willst du uns nicht vorstellen?“. Fragend hob sie eine Augenbraue und schaute ihm in die Augen. Ein wenig übereifrig und mit leicht geröteten Wangen, ob aus Verlegenheit oder weil er sich für Katreena schämte war nicht ersichtlich, stellte er nun seine Begleiterin vor. “Katreena, das ist Larissa, meine Freundin. Larissa das ist Katreena, die Frau, die mich wohl am besten kennt.“ Immer noch ein wenig abschätzend betrachtete Katreena die Freundin von Timon und ließ sich dann dazu herab, ihr die Hand hinzuhalten. “Katreena… Setzt euch.“

Bei Timon Worten war ein eifersüchtiges Blitzen in den Augen von Larissa zu sehen gewesen und Katreena amüsierte sich im Stillen. Vermutlich ärgerte sie sich, weil ihr Freund behauptet hatte, dass sie ihn am besten kannte, aber was erwartete sie sich? Das sie in zwei Wochen – so lange waren die Zwei schon zusammen – aufholte, was sie in fast zehn Jahren erfahren hatte? Leicht schüttelte sie ihren Kopf und die samtenen Haare umschmeichelten ihr Gesicht. Sie beobachtete Larissa, die schon fast Besitz ergreifend ihre Hand auf die Seine legte und ihre Gegenüber mit deutlichem Missfallen betrachtete.

Endlich kam die Kellnerin und die Situation änderte sich ein wenig, da ihr sich die Blicke zuwandten. Katreena bestellte nur einen schwarzen Kaffe und wandte sich dann wieder zu den zweien um, die es nicht lassen konnten, vor ihren Augen zu turteln. Leicht genervt verdrehte sie die Augen. OK, das Treffen war dafür gedacht, die neue Freundin von Timon kennen zu lernen, aber musste sie sich so was wirklich antun? Ihre Augen schweiften von dem Liebespärchen ab und sie beobachtete die anderen Gäste im Cafe. Alles war interessanter als das Flirten der Zwei ihr gegenüber.

Kurze Zeit später kam die Kellnerin und brachte ihnen das Gewünschte an den recht schweigsamen Tisch. Vermutlich wunderte sie sich, warum hier alle saßen und nichts redeten. Katreena widmete sich ihrer Tasse und wandte ihren Blick wieder auf Timon und Larissa. “Und, was habt ihr heute noch vor?“, versuchte sie es mit Small Talk. Nicht dass es sie interessierte, sie war nur das Schweigen leid. Sie ignorierte dabei die Besitz ergreifenden Gestiken, die von Larissa ausgingen und richtete die Frage eigentlich nur an ihren Freund. Was dieses Mädchen machte, war ihr egal wie die Luft, die sie atmete.

Timon schaute seine Freundin an, die in dem Kuchen stocherte, den sie bestellt hatte. “Nun ja, ich denke, wir werden die restliche Zeit dann zu Hause verbringen. Stimmts mein Herz?“, richtete er die letzte Frage an das Mädchen. Diese setze ein laszives Lächeln auf – zumindest versuchte sie es, was Katreenas Meinung nach eher wie Grimassenschneiden ausschaute – und bestätigte das und warf Katreena dann einen triumphierenden Blick zu.

Diese hatte langsam die Schnauze voll, trank ihren Kaffee mit einem Zug aus und verrückte den Stuhl. “Sorry, Timon. Du weißt, ich hab dich gern, aber deine Freundin ist ne dumme Ziege. Schieb sie ab, solange es noch nicht zu spät ist und sie dich nicht nach Strich und Faden ausgenutzt hat.“, drehte sich um und ging zur Kellnerin, um zu bezahlen und danach das Cafe zu verlassen.


Ja, das war ein Tag gewesen in diesem Cafe. Katreena konnte sich auch heute das Grinsen nicht verkneifen, wenn sie an das Gesicht von dieser Larissa dachte. Vermutlich hatte ihr damals einen gewaltigen Schock versetzt, als Katreena das was passieren würde so deutlich gesagt hatte. Oft dachte sie daran und daran, dass sie sie damals hätte zwingen sollen, sich zu trennen, dann wäre ihrem Freund einiges an Leid erspart geblieben, aber es war seine Entscheidung und sie konnte sie nicht beeinflussen und wollte es auch nicht.

Timon erzählte ihr an einem anderen Tag, dass er sich noch nie so blamiert vorgekommen war und war recht sauer auf seine so genannte beste Freundin. Die Zeit nach diesem Cafebesuch war nicht sonderlich nett gewesen. Ganze drei Monate waren die Zwei zusammen gewesen und in dieser Zeit hatte Larissa Katreena vor ihm schlecht gemacht und sich alles Mögliche einfallen lassen, warum Timon seine beste Freundin meiden sollte. Sie hatte es auch recht gut geschafft und die Zwei sahen sich nur selten und wenn, dann war das Verhältnis sehr unterkühlt.

Nach den drei langen Monaten machte sie endlich einen Fehler und die Beziehung zu dem zweiten Typen flog auf. Timon kam recht deprimiert zu Katreena. Sie hatte Recht gehabt. Larissa hatte ihn finanziell ausgenützt und nebenher eine zweite Beziehung am laufen gehabt und ihn die ganze Zeit betrogen. Das Mädchen schwieg als ihr Freund ihr das alles ziemlich deprimiert und wie vor den Kopf geschlagen erzählte. Natürlich hätte sie ihm sagen können, dass sie Recht gehabt hatte, aber das brachte nichts und sie wollte ihn nicht verletzen.

Die Nacht, in der sie von einem Lokal zum anderen zogen war eigentlich recht amüsant, wenn man davon absah, dass Timon sich unter den Tisch soff und Katreena die ganze Zeit vorjammerte, wie grausam und böse Larissa doch war und wie sehr er sie geliebt hatte und welche Rachepläne er nun vorhatte. Katreena hatte ihren Freund mitten in der Nacht ziemlich betrunken dann bei sich zu Hause schlafen gelassen, da sie das seinen Eltern nicht antun wollte und ihre waren da recht tolerant. Nichts von all dem, was er am Vortag in den Kneipen gesagt hatte, wusste er am nächsten Tag noch, als er bei ihr in der Wohnung auf der Couch aufwachte. Sein Kopf fühlte sich vermutlich dreimal so groß an und die Wohnung drehte sich, aber bleibende Schäden, in Form von monatelangem Liebeskummer waren ihm nicht geblieben. Er hatte Larissa recht schnell wieder vergessen und seine jetzige Freundin kennen gelernt, mit der er nun schon seit drei Jahren zusammen war. Dieses Mädchen hieß Flora und passte wunderbar zu ihm und sie vertrug sich auch sehr gut mit Timons Freundin.


Sie war siebzehn, als sie die dunklen Straßen entlang ging. Gerade war sie noch mit Timon und seiner Freundin Flora in einem Restaurant gesessen. Es war spät geworden und sie hatte beschlossen, das Pärchen nun alleine zu lassen und sich auf den Weg nach Hause zu machen. Leicht summend schlenderte sie die Straße entlang, schwang ihre Handtasche und dachte an den Abend, der eigentlich recht amüsant verlaufen war. Sie ging gerne mit den Zweien aus. Immer hatten sie Spaß und neue Ideen, was sie machen könnten und wohin sie gehen könnten.

Hinter sich hörte sie Schritte, ein Grölen und darauf folgendes Lachen drang an ihr Ohr. Erschrocken drückte sie ihre Handtasche fest an sich und versuchte eine Spur schneller zu gehen, aber dennoch nicht weg zu laufen. Sie wollte keine Angst zeigen, nicht vor einer Gefahr davon laufen, aber mitten hinein geraten wollte sie ebenso wenig. Leicht drehte sie den Kopf und stellte mit wachsendem Entsetzen fest, dass es vier Typen waren, die ihr hinter her eilten. Vier Männer, die ein wenig älter waren als sie und ziemlich betrunken. Wieder beschleunigte sie ihren Schritt ein wenig, knapp vor dem Rennen war sie schon.

“Hey Süße, nicht so schnell! Wart doch auf uns, wir tun dir nichts Böses.“, rief einer der Kerle ihr hinter her und die anderen fingen an zu lachen. Eiskalt rann es Katreenas Rücken hinunter und immer noch versuchte sie, nicht einfach davon zu rennen. Sie wollte die Männer hinter sich nicht provozieren. Zu betrunken, dass sie nicht gehen oder rennen könnten, waren sie nämlich nicht. Schnell bog sie in eine Seitengasse ab, blickte zurück, um zu schauen, wie weit die Männer hinter ihr waren. Als sie wieder auf ihren Weg blickte, erstarrte sie regelrecht. Sie hatte sich selbst in eine Falle manövriert. Vor ihr waren noch ein paar Meter und dann eine große dunkle Mauer, die recht dreckig war.

Die Angst stand in ihren Augen, als sie sich umdrehte, langsam, mit dem Rücken zur Wand, nach hinten ging, um die Männer nicht aus den Augen zu lassen, die sich nun, mit einem triumphierenden Grinsen auf ihrem Gesicht, durch diese Sackgasse auf sie zu bewegten. “Ist aber nett, dass du hier auf uns wartest. Hübsches Gässchen hast du dir ausgesucht. Und wir wollen ja nett zu dir sein, du darfst dir sogar aussuchen, wer dich als erstes vögelt.“, meinte der Sprecher von vorhin und die andern fielen grölend in das Gesagte ein. “Allerdings musst du dich beeilen, wenn du die Wahl noch willst, ansonsten wirst du einfach mit einem von uns Vorlieb nehmen müssen und dann dem Nächsten und Nächsten,… Bis wir genug von dir haben, du kleine Hure.“, rief der neben dem, der vorhin geredet hatte und griff sich zwischen die Beine, als wolle er ihr zeigen, was sie nun erwarten würde.

Sie fauchte, ging auf alle Viere und rannte direkt auf denjenigen zu, der sie so genannt hatte, ihr Kiefer öffnete sich und ihre gelben Augen funkelten, als sie über demjenigen saß, den sie gerade mit ihrer Kraft zu Boden geworfen hatte. Die Pfoten stemmten sich auf dessen Schulter und sie blickte in ein Gesicht, in das die Angst und der Schrecken geschrieben standen. Der Geruch war verlockend, sie spürte die Nervosität, die Furcht, die die Männer umgab. Lauernd wandte sie ihren, mit samtenem Fell überzogenen Kopf, zu den Anderen, die an die Wand geflüchtet waren und sich nicht regten, aus Angst, ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Wieder fauchte sie dem, der unter ihr lag, ins Gesicht und setzte dann mit einem großen Satz über ihn, um dann um die Ecke zu sprinten.

Staunend sah sie an sich herunter. Sie hatte zwei Beine, Hände und kein Fell. Was war das gewesen? Verwirrt schaute sie zurück, konnte aber nichts sehen. Schnell beschloss sie, das Weite zu suchen. Noch einmal so ein Glück würde sie nicht haben. Und sie war froh, den Männern, die sie vergewaltigt hätten, entflohen zu sein. Eilig trugen sie ihre Beine nach Hause, das nicht mehr all zu weit entfernt war. Mit zitternden Händen schloss sie die Wohnungstüre auf und schlug diese dann ein wenig zu heftig zu, als sie sich, am ganzen Körper bebend, an der Türe zu Boden gleiten ließ. Schluchzend saß sie da, als ihre Schwester sie ein paar Minuten später fand. Sie hatte sich mit ihren Eltern einen Film angeschaut und die Türe gehört. Als sie Katreena so sitzen sah, half sie ihr wortlos auf und brachte sie ins Wohnzimmer, wo diese sich erschöpft auf ein Sofa fallen ließ.

Ein wenig besorgt blickten Aban und Glava ihre Tochter an und forderten diese dann dazu auf, zu erzählen, was vorgefallen war. Unter Tränen und immer wieder ein wenig stotternd, berichtete diese dann, was sie erlebt hatte und ließ auch das Ereignis mit dem Tier, dem Puma um genau zu sein, nicht aus. Schnell wechselten die Eltern einen Blick, es war zu spät, Nikita hatte mit gehört und würde nun ebenso erfahren, was mit Katreena los war, auch wenn sie es eigentlich nicht wissen dürfte. Sanft erklärte Aban seiner Tochter, die mit großen, staunenden Augen zuhörte, was mit ihr geschehen war. Dass dieses Tier in ihr lebte, eins mit ihr war und zu ihr gehörte wie ihre Seele.

Auch sein Tier und das seiner Frau verriet er nun und erzählte die Geschichte vom Krieg, der Jahrhunderte schon andauerte, von den Herrschern der Nacht und des Tages, von der hellen und der dunklen Seite, vom Zwielicht, in dem sie wandeln konnten, von Jegor, der sich der dunklen Seite zugewandt hatte und von ihren Aufgaben. Ebenso sagte er ihr, dass sie sich entscheiden müsse, ob sie nun unerkannt und ruhig weiter leben wollte oder sich der Seite des Lichts anschließen wollte. Auch die Dunkelheit erwähnte er, stellte sie aber zur Auswahl nicht zur Verfügung. Katreena fragte nicht, die Dunkelheit wäre nie die Ihre gewesen und sie entschied sich, für das Licht zu kämpfen, an der Seite ihrer Eltern zu stehen.

Die ganze Zeit war Nikita stumm daneben gesessen, hatte alles mitgehört, aber sich zu nichts geäußert. Nun endlich machte sie ihren Mund auf, fragte, was ihre Eltern schon lange befürchtet hatten. “Warum kann ich mich nicht verwandeln? Warum bin ich nicht auch ein Tier wie ihr alle?“ Störrisch blickte sie in die Augen ihrer Mutter, die sich Hilfe suchend zu Aban umdrehte. “Wir wissen es nicht. Nirgendwo steht, wann genau sich die Gestalt offenbart. Du kannst es noch werden, oder du wirst immer ein einfacher Mensch sein, nicht verwickelt in den Krieg der Anderen. Auch muss es nicht sein, dass du ein Gestaltwandler wirst. Es gibt einige Rassen und ein paar sind auch in unserer Familie vertreten.“ Er schwieg wieder. Dass er nicht daran glaubte, dass sich bei Nikita jemals noch etwas offenbarte, verschwieg er. Sie war zu alt, nie hatte sich etwas in ihr gezeigt. Ganz anders als bei Katreena, die schon immer vernarrt war in Katzen, denen sie auch in vielerlei Hinsicht ähnelte.


Katreena lernte damit zu leben, probierte am Anfang oft aus, wie es war, sich in der Gestalt eines Pumas fortzubewegen, oder im Zwielicht zu wandeln. Oft suchte sie die Einsamkeit, um frei zu sein, das zu tun, was sie wollte. Sie konnte sich einfach schwer vorstellen, was ein Puma in der Stadt zu suchen hatte und auch das Gesicht der Leute wollte sie nicht unbedingt sehen. Ihre Eltern hatten die wesentlich unauffälligeren Tiere. Wer würde wohl einem Schäferhund misstrauen? Ok, eine Eule bei Tag war vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber ein Hund war eigentlich normal, ganz anders als eine Raubkatze, die normalerweise in der Wildnis lebte. Auch legte sie sich einen eigenen Spitznamen zu. Für alle Freunde, die wussten, dass sie eine Andere war und die auch selbst nicht zu den gewöhnlichen Menschen gehörten, hieß sie nur noch Katt, bezeichnend dafür, was für ein Wesen sie verkörperte. Sie bevorzugte diese Schreibweise, da sie sich nicht als gewöhnliche Katze sah, sondern immer noch als einen Mensch, in dem das Tier wohnte.


Vor drei Monaten waren ihre Eltern dann umgezogen, hatten alles zusammen gepackt und ihren Kindern gesagt, dass sie mitkommen konnten, aber nicht mussten. Nikita entschied sich, in Island zu bleiben, wo sie sich verliebt hatte und die Hochzeit kurz bevor stand. Katreena hingegen wollte ihren Eltern folgen, bei ihnen bleiben und dem Licht dienen. Natürlich vermisste sie Timon und Flora, mit denen sie oft telefonierte und Briefe schrieb, aber insgesamt mochte sie das Leben in London. Es war nicht so kalt wie zu Hause, aber viel besser war das Wetter auch nicht.
Schnell machte sie sich auf die Suche nach einem neuen Job. Dadurch, dass sie nicht in Island geblieben war, konnte sie die Schneiderei ihrer Großmutter nicht weiter führen und eigentlich wollte sie lieber etwas anderes machen. Irgendwann entdeckte sie das Black Orchid und dass noch Personal gesucht wurde. Spontan ging sie hinein und redete mit der Geschäftsführerin, die ebenso eine Andere war, und sie schlussendlich auch einstellte. Jeden Abend bediente sie nun die Gäste, liebte das Lokal und war oft bis ganz zum Schluss dort. Nach Hause gehen im Dunkeln machte ihr nichts mehr aus, nachdem sie erfahren hatte, was für Fähigkeiten sie hatte. Anmachen von Kerlen tat sie mit einem Winken und einem Lächeln ab. Sie konnten ihr alle nicht das Wasser reichen. Nur ein Anderer würde sie je interessieren…


Avatar:
Daryl Hannah & Puma


Usertitel:
Mysterious Cat


Geschichte: