June Petit
Name
June Petit
Alter
19 Jahre
Beruf
Kellnerin
Herkunft
Frankreich
Familie
Vater: André Petit (gestorben)
Mutter: Ricarda Petit (gestorben)
Kleine Schwester: April Petit (16)
Aussehen
Ihr Körper ist schlank und geschmeidig wie ein Weidenzweig mit leicht braun gebrannter weicher Haut. Bei jeder Bewegung kann man unter der braungebrannten Haut die Muskeln spielen sehen. Sie wirkt selbstsicher und ganz so, als ob sie wüsste, was sie tut. Besonders groß ist June nicht, gerade mal 1m 65cm, gleicht ihre mangelnde Größe allerdings durch ihre Beweglichkeit, Schnelligkeit und Stärke wieder aus. Außerdem hat sie einen zähen Körper, den sie sich durch ihr all morgentliches Training angeeignet hatte.
Sie hat sandfarbene Haare, gleich einem Pumafell, die ihr bis zu den Schultern reichen und diese sanft umschmeicheln. Ihre Haarpracht ist kräftig und glänzt in einem satten Goldton im Sonnenschein. Meist trägt sie sie so, dass sie die Strähnen an einer Seite hinters Ohr klemmt, damit sie ihr nicht im Weg sind, ansonsten offen und frei.
Ihre Augen sind wunderschönen dunkelblau und strahlen richtig in die Welt. Sie sind sie von langen dichten Wimpern, die ebenso schwarz sind wie ihre Pupillen, umgeben. Und um das Bild zu vervollständigen, werden ihre Augen noch von zarten, fast gezeichneten Augenbrauen eingerahmt. Ihre Nase ist schmal und zierlich. Ihre Lippen sind fein gezeichnet genauso wie ihre Augenbrauen. Meist ziert ein Lächeln ihr Gesicht, allerdings passt es nicht zu ihren oft traurig blickenden Augen.
Charakter
Dadurch, dass sie schon früh die Mutterrolle für ihre kleine Schwester übernehmen musste ist June recht erwachsen und sehr verantwortungsbewusst. Sie ist früher ein fröhliches und unbeschwertes Mädchen gewesen, aber seit ihre Eltern bei einem Brand ums Leben gekommen sind und sie nun die ganze Verantwortung für ihre kleine Schwester April trägt ist sie wesentlich ernster geworden.
Für jeden, der sie braucht, ist sie da und hilft, wo sie kann. Offenheit ist ebenso ein Charakterzug von ihr, wie ihre Ordnungsliebe, was vermutlich daher kommt, dass sie für beide sorgen musste und einer den überblick bewahrt hat über alles, was geschah. Und obwohl sie äußerlich recht stark wirkt, nicht nur in ihrer Körperkraft, sondern auch seelisch, zweifelt sie manchmal an sich selbst und ob sie das wirklich alles schafft und bewältigen kann, was passiert und passieren wird.
Sie mag Streitereien nicht besonders, aber wenn etwas ungerechtes in ihrer Gegenwart geschieht sieht sie nicht tatenlos zu. Sie ist eine Kämpfernatur und gibt nicht auf, auch wenn die Situation auswegslos erscheint, was schon manchmal der Fall war. Aber fürs Aufgeben war sie immer zu stolz.
June ist auch recht ehrgeizig, wenn es darum geht, ihre Ziele zu erreichen und die Dinge, die sie sich vorgenommen hat, zu machen und durchzusetzen. Sie kann es nicht verstehen, wenn jemand seine Wünsche nicht verfolgt und nachlässig seine gesteckten Ziele vergisst und aufgibt. Das würde ihr nie einfallen. Durchhaltevermögen ist ihr ebenso zu Eigen wie Ehrgeiz.
Stärken
Stärken sind vor allem ihre Hilfsbereitschaft und Fürsorglichkeit, die sie hauptsächlich gegenüber April an den Tag legt. Ebenso ist sie sehr ehrlich und sagt, was sie denkt, aber nimmt dennoch immer Rücksicht auf die Gefühle anderer. Wenn jemand die Wahrheit nicht verkraften würde, schweigt sie, aber anlügen würde sie denjenigen nicht. Auch ihr Organisationstalent ist eine Stärke, wenn nicht schon eher eine fanatische Sucht.
Sie ist sehr intelligent und begabt, aber hatte leider nicht die nötige Ausbildung. Außerdem ist sie sehr sportlich und schnell. Jeden Tag sie geht laufen und trainiert Kampfkunst, die sie sich selber beibringt, um nie unvorbereitet zu sein. Kochen tut sie seit sie ein kleines Kind ist leidenschaftlich gerne und es kommt ihr jetzt, da sie sich um sich und April sorgen musste, auch zu gute. Und malen liebt sie, June ist sehr kreativ, aber sie zeigt ihre Entwürfe nur ungern her. Ihr großer Wunsch wäre es, Künstlerin zu werden.
Schwächen
Sie ist recht gutgläubig und kann niemandem lange böse sein, weil sie schnell vergisst, dass man ihr weh getan hat. Und sie ist ein ziemlicher Dickkopf, was ihr allerdings schon oft geholfen hat, wenn niemand anderer mehr weiter wusste. Sie gibt nicht gern zu, wenn sie nicht recht hat und kann da schon mal in Rage geraten.
Weitere Schwächen ihrer Natur sind ihre ungeduldige Art, wenn etwas nicht sofort funktioniert und ihr aufbrausendes Temperament, das sich meist aber recht schnell wieder beruhigt. Ab und zu kann es recht plötzlich kommen, dass sie regelrecht explodiert, ohne - zumindest für andere - ersichtlichen Grund.
Vorgeschichte
André Petit und Ricada Pice haben sich in einem kleinen Pub nach der Arbeit kennen gelernt und sehr schnell zueinander gefunden. André war der erste Freund von Ricarda und auch der Letzte. Mit 19 bekam die Frau ihre erste Tochter June. Sehr schnell stellten sie fest, dass June hoch begabt war, aber sie konnten ihre Begabung nicht fördern, was sie ziemlich deprimierte, da sie ihren kindern eigentlich eine gute Ausbildung gönnen wollten.
Sie lebten in einer kleinen Wohnung im Slum in Paris, die kaum was kostete. Es war gerade Platz für sie und ihr Kind als 3 Jahre später April auf die Welt kam. André und Ricarda waren nicht so glücklich darüber, da sie schon kaum genug für sich selbst und June hatten, aber sie in ein Waisenhaus zu geben kam für sie nicht in Frage. Also behamdelten sie ihr zweites Kind genauso liebevoll und gaben alles, was sie konnten um die Kinder glücklich zu machen. An Liebe und Fürsorge hatte es den zwei Mädchen nie gefehlt...
April ist June eigentlich in nichts ähnlich, aber trotzdem lieben sich die zwei Geschwister sehr. Sie waren ein Herz und eine Seele und eigentlich die ganze Zeit zusammen unterwegs. Sie hatten auch die gleichen Freunde und teilten sich jeden Kummer. Kurz, ein Traumgeschwisterpaar. June, die ältere von beiden hatte schon früh gelernt, auf ihr Schwesterchen aufzupassen und zu schauen, dass ihr nichts passierte, da sie den halben Tag alleine waren. Ihre Eltern waren meist arbeiten, um leben zu können.
Bei einem Brand vor ca. einem Jahr kamen die Eltern ums Leben und June und April mussten sich ein neues Zuhause suchen. Die Kinder waren mit Freunden unterwegs gewesen, was der einzige Grund war, der ihnen das Leben rettete. Sie zogen in eine kleine Wohnung am andern Ende des Slums, um sich nicht immer an das Unglück, das ihre Eltern ereilte, erinnert zu werden. Sie richteten es sich so gemütlich wie möglich ein und June fing an als Kellnerin zu arbeiten, um sie beide irgendwie über Wasser zu halten. Auch April arbeitete neben der Schule immer kleine Jobs, damit sie genug hatten, da Junes Verdienst alleine nicht gereicht hätte.
Junes Hund Ronja, ein Golden Redriver Weibchen, ist natürlich auch mit von der Partie. Gefunden hatte sie den Welpen in einer Mülltonne und brachte es einfach nicht übers Herz, sie sterben zu lassen, also hatte sie Ronja kurzerhand mitgenommen, auch wenn sie noch nicht wusste, wie sie die Kleine durchfüttern sollte. Sie liebt das Tier sehr und viele Stunden werden durch die trollige Art des Hundes ein wenig leichter und ließen sie vergessen, wie schlecht es ihnen eigentlich ging.
Dann vor kurzem, ein paar Tagen, hatten sie einen Brief von der tot geglaubten Schwester ihrer verstorbenen Mutter erhalten, indem sie die ganze Familie – sie wusste ja nicht, dass die Eltern tot waren – einlud, zu ihr nach Amerika zu fahren. Da June und April nicht wussten, was sie in Paris halten sollte, fuhren sie mit dem Geld, das ihre Tante ihnen geschickt hatte mit dem ersten Schiff, das Richtung neue Welt fuhr los. Allerdings landeten sie nicht gleich in Amerika, sondern in Santo Domingo. Von da aus nahmen sie die Lucitania, um die nächste Etappe ihrer Reise anzugehen. Sie wussten nicht, dass sie ins Unglück fuhren…
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