Name
Humpfrey


Alter
Humpfrey ist 129 Jahre alt. Allerdings hält er sein Aussehen und seinen Körper im Alter von ca. 55 Jahren. Er besitzt den geheimen Zugang zum Jungborn, von dem er jedes Jahr ein paar Tropfen nimmt, um nicht zu altern.


Rasse
Die Rasse, der Humpfrey angehört, ist die der Magier.


Gesinnung
Der gute Magier ist ein absoluter Patriot, auch wenn er darum weiß, dass ein Einfall der Mundanier dem Land nicht all zu schlecht täte. Dennoch hält er an seinen Prinzipien fest. Auch ist er dem König treu ergeben. Allerdings dürfte er wohl der Einzige sein, der weder zum Heer noch zu den Läufern oder sonst was gehört, ohne vom König Trent dafür behelligt zu werden. Seine Aufgabe liegt in der Information und das respektiert Trent, der von Humpfrey selbst ausgebildet wurde. Er lehrte Trent alles was er wissen musste. Von den einfachen Dingen wie Lesen und Schreiben über die etwas komplexeren Dinge wie den Umgang mit der Magie und die Geschichte von Xanth.


Magisches Talent
Das magische Talent, das der gute Magier besitzt, ist die Information. Er ist fähig, jede Information ausfindig zu machen und über alles informiert zu sein, ohne sein Schloss zu verlassen. Sein Talent entspricht Magierqualität und ist sehr umfangreich und komplex. Er besitzt ein großes Buch der Antworten, in dem eigentlich alles, was in Xanth passiert ist, gerade passiert und passieren wird, notiert ist.


Arbeit
Humpfrey ist der gute Magier Xanths. Wer eine Frage hat geht zu ihm. Allerdings ist es nicht all zu einfach zum Magier zu gelangen, da er sein Schloss mit den unterschiedlichsten Hindernissen verbarrikadiert hat, die sich nach jedem Besucher wieder ändern. Ansonsten hat er keine Aufgabe, da er sich vollkommen seinen Studien des Wissens widmet.


Aussehen
Der gute Magier ist kein besonders großer Mann, manche würden ihn wohl als Gnom bezeichnen. Nichtsdestotrotz ist er eine sehr beeindruckende Persönlichkeit und hat eine Ausstrahlung, die ihn recht imposant und wichtig wirken lässt. Seine Statur ist nichts besonderes, gewöhnlich schlank, aber sein Körper ist recht zäh gebaut. Seine Haut ist nicht besonders dunkel, aber vom Wetter und vom Alter gegerbt. Früher hat er sich oft draußen aufgehalten, was er inzwischen nicht mehr all zu oft macht, da er sich mit den Jahren immer mehr vom Leben und der Gesellschaft anderer zurückgezogen hat.

Seine Haare sind grau und reichen ihm bis zur Schulter. Sie wirken, wie von silbernen Fäden durchzogen und schimmern im Sonnenlicht. Meist sind sie nur schlampig gekämmt und einzelne Strähnen hängen ihm zuweilen in sein Gesicht. Ein sorgfältig gestutzter Bart, der anscheinend besser behandelt wird als die Haare, ziert außerdem das Gesicht des Magiers, das markant geschnitten ist und dadurch recht hart wirkt.

Die Augen sind ein magischer Anziehungspunkt in diesem Gesicht. Begrenzt von dicken Augenbrauchen schauen sie oft recht finster in die Gegend und leuchten regelrecht. Die Farbe ist ungewöhnlich, denn nicht jeder hat silbern blaue Augen, fast wie helles Stahl. Die Nase ist gerade und passt eigentlich ganz gut zum Rest der Gesichtszüge.

Gekleidet ist der gute Magier oft in einfachen Roben oder aber auch in weit geschnittenen Hemden, die einen angenehm offenen Kragen haben und gemütlichen Hosen. Er hasst es eingeengt zu werden und das genauso bei seiner Kleidung. Das Ganze wird vollendet von gemütlichen Hausschlappen, ohne die man ihn nur selten sieht. Selbst wenn er nach draußen geht, scheint er nur diese zu tragen. Zum Lesen benötigt er auch eine Brille, die aus dickem Horn besteht und die er oft an einer Schnur um den Hals trägt, damit er sie nicht verlegt.


Charakter
Humpfrey ist ein ziemlich eigensinniger und mürrischer Mann. Sein ganzes Leben lang hat er die Gesellschaft von anderen entweder gemieden oder hat so gut wie möglich versucht, Verpflichtungen aus dem Weg zu gehen, wenn man sie ihm nicht gerade aufgezwungen hatte. Er ist ein recht einzelgängerischer Kerl und ist ganz zufrieden damit.

Dennoch ist er ein sehr treuer und verantwortungsbewusster Mensch. Wenn er etwas verspricht, dann hält er sich auf jeden Fall daran, auch wenn er seine Aufgabe nur mürrisch erledigt. Er lügt niemanden an und ist ein treuer Bürger Xanths. Er weiß ganz genau, dass die Einwanderung von Mundaniern nicht schlecht wäre, da sich die Menschen mit der Zeit immer mehr in magische Wesen verwandeln würden, bis keine normalen Menschen mehr übrig wären. Dennoch liebt er das Land wie es ist und hält treu zum König, um zu verhindern, dass es eine 13. Welle und somit wieder Krieg und Verwundete als auch Tote gibt.


Stärken und Schwächen
Die hauptsächliche Stärke des Magiers ist seine Information durch sein Talent. Er ist dadurch immer über jeden und alles informiert, ohne auch nur einen Fuß aus seinem Schloss zu setzen. Ständig weitet er seine Quellen aus und forscht auch fleißig weiter. Einige seiner Quellen sind sein Buch der Antworten, in dem eigentlich so gut wie alles geschrieben steht, der Dämon Beauegard, der für ihn arbeitet und ihm gewisse Dinge verraten kann, die ein Mensch unmöglich erfassen kann und dann noch diverse Spiegel, die ihm helfen, mit Wesen zu kommunizieren, die nicht die menschliche Sprache sprechen, die die Wahrheit anzeigen, oder die die geheimsten Wünsche eines jeden offenbaren und noch viele mehr.

Seine Schwäche ist wohl seine Laune. Selten sieht man den guten Magier lächeln oder nur das Gesicht ein wenig freundlicher verziehen. Oft ist er ruppig und unfreundlich, auch wenn er es gar nicht so meint, da er eigentlich recht hilfsbereit ist, auch wenn man Hindernisse überwinden muss, um ihn zu erreichen. In früheren Jahren hat er auch jeweils einen Jahresdienst von seinen Bittstellern verlangt, was er nun abgeschafft hat. Wenn ihm jemand nützlich sein kann, verlangt er dies, aber er zwingt niemanden dazu. Er ist ein sehr eigennutzerisch denkender Mensch, der zusieht, dass auch er nicht zu kurz kommt.

Seine Kinder haben ihm im Allgemeinen auch nicht sonderlich viel bedeutet. Außer dem jüngsten Sohn hat er den Kontakt zu allen verloren, weil ihm etwas anderes immer wichtiger war. Zu jedem Kind hat er den Bezug verloren und versucht dies nun bei Hugo wieder gut zu machen.


Vorlieben und Abneigungen
Was Humpfrey nicht leiden kann, ist, wenn er gestört wird. Das ist auch der Grund, warum er sein Schloss so gut abgesichert hat. So kommen nur diejenigen zu ihm, die auch wirklich eine Frage haben, die ihnen am Herzen liegt und nichts Simples, was man innerhalb von ein paar Minuten Nachdenken selbst herausfinden könnte. Auch von seiner Frau und seinem Sohn schätzt er Unterbrechungen seiner Tätigkeit nicht sonderlich, auch wenn er hier erstens toleranter ist und zweitens sich Gorgone kein bisschen darum schert.

Seine Forschungen gehen ihm über alles. Wenn eine unbekannte Spezies auftaucht, ist er sofort Feuer und Flamme, diese zu erforschen, zu dokumentieren und alles über sie nieder zu schreiben. Umso seltener ein Lebewesen oder eine Pflanze ist, umso interessanter ist dieses. Gewöhnliche Dinge wie Zentauren, Drachen oder Gewirrbäume interessieren ihn nur am Rande. über diese weiß er schon zu Genüge bescheid. Für ihn gibt es hier nichts mehr zu erforschen.

Ebenfalls unverständlich und als lästig empfindet er Dummheit. Es ist ihm einfach unverständlich, wie ein Bürger auf dem Wissensstand eines Kindes stehen bleiben kann und kein Interesse daran hat, sich fortzubilden. Solchen Wesen begegnet er meist noch unfreundlicher als er es oft eh schon ist. Am besten sollte man diese mit dem Fluch der Schlauschlinge belegen, das ist seine Meinung.


Vorgeschichte
Ich bin im Jahre 933 vom Storch zu einem Ehepaar mittleren Alters gebracht worden. Meine Eltern hatten sich zwar über mich gefreut, aber sie wussten irgendwie nie richtig, was sie mit mir anfangen sollten. So wurde ich schon in meinen Kindertagen sehr selbstständig, introvertiert und ein wenig mürrisch. Ich verbrachte die Tage meist damit, irgendwelche Pflanzen oder Tiere zu beobachten. Ich wollte lernen. Ein Talent hatte ich keines, zumindest war keines ersichtlich. Nur der Wissensdurst, der mich jeden Tag trieb, war enorm. Ich spielte nicht wie andere Kinder oder gab mich sinnlosen Beschäftigungen hin. Nein, ich erforschte die Umwelt. Anders als die meisten Kinder war ich von recht kleiner Statur. Man hielt mich meist für jünger als ich eigentlich war, was mich nicht sonderlich störte. Mein mangelndes Talent machte mir wesentlich mehr zu schaffen, da ich mich einfach so nackt fühlte ohne. So überhaupt nicht zugehörig zu all den anderen. Außerdem wollte ich nicht mit 25 verbannt werden, ich hatte keine Lust in das langweilige Mundania zu gehen.
Mit fünfzehn beschloss ich, das elterliche Heim – eine Hütte in der Nähe der Spaltenschlucht – zu verlassen und mich auf Wanderschaft zu begeben. Ich wollte das Land erforschen und mehr lernen als es zu Hause vor der Türe zu sehen gab. So lernte ich Mähre Anne kennen.


Ich war schon zwei Tage unterwegs, als ich auf einer Lichtung zwei Gestalten wahrnahm. Ein Einhorn lag schwer verwundet am Boden und neben ihm saß ein Mädchen. Ich wusste nicht so recht, was ich tun sollte, mit keinem der zwei Wesen konnte ich wirklich etwas anfangen. Einhorne waren in Xanth sehr selten und man sah sie so gut wie nie. Mädchen waren zwar nicht so selten, aber außerhalb der Familie hatte ich keinen Kontakt mit ihnen und meine ältere Schwester hatte mich immer nur herum kommandiert. Als das Mädchen mich sah, rief sie mir zu “Bitte! Rette Hortensie!“, und sie zeigte auf das verwundetet Tier. Na toll, kaum war sie in mein leben getreten, kommandierte sie mich auch schon herum.

Na ja, wenigstens konnte ich hier helfen. Eine kurze Strecke zurück hatte ich ein Knochenrichtekraut gesehen und so erwiderte ich nur kurz, dass ich gleich wieder da sei und machte mich auf den Weg zurück, um Blätter der Pflanze zu holen. Als ich zurückkam, hatte das Mädchen den Kopf des Einhorns in ihren Schoß gelegt und blickte mir halb hoffend halb zweifelnd entgegen. Vorsichtig näherte ich mich dem Wesen. Einhörner konnten gefährlich sein, auch wenn sie verwundet waren und ich hatte wirklich keine Lust, aufgespießt zu werden. Doch das Einhorn schien zu wissen, dass ich helfen wollte und hielt still. Vorsichtig legte ich die Blätter auf das gebrochene Bein und diese zitterten leicht, bevor sie sich plötzlich eng um das gebrochene Bein legten, bis ein Knacken zu hören war, dass der Knochen wieder am richtigen Platz war.

Das Mädchen jubelte und war begeistert, dass ich so schnell helfen konnte, allerdings musste ich sie ein wenig in die Welt der Tatsachen zurückholen. “Der Knochen wurde nur ausgerichtet. Das Bein ist noch nicht verheilt. Das Tier wird sich noch ein paar Tage schonen müssen, bis das Bein wieder ordentlich funktioniert.“ - “Hortensie ist kein Tier! Sie ist ein Einhorn“, widersprach mir das Mädchen mit empörtem Blick. Es hatte keinen Sinn, mit einem Mädchen streiten zu wollen, da diese, meiner Meinung nach, sowieso intelligenter waren. “Gut, ein Einhorn“, stimmte ich also zu. Danach fragte das Mädchen wieder. “Glaubst du, dass diese Blätter auch bei meinem Knöchel helfen?“, und sie hielt den Fuß in meine Richtung. “Ich weiß nicht, wenn er gebrochen ist… Ansonsten hat die Pflanze zumindest eine stützende Wirkung, da sie sich ja eng rundum wickelt.“

“Wird es weh tun?“, fragte sie zaghaft mit geweiteten Augen. “Ich weiß nicht, kann sein.“, antwortete ich vorsichtig. “Dann halt mich fest.“, bat sie. Ich hatte keine Ahnung, wie man ein Mädchen fest hält, aber ich versuchte es einfach, indem ich mich neben sie kniete und meine Arme um sie legte, während die restlichen Blätter, die ich auf ihr Bein gelegt hatte, sich zusammen zogen. Es gab ein leises Knacksen und das Mädchen keuchte auf. “Das kann nur ein kleiner Bruch gewesen sein, aber jetzt ist er eingerenkt und heilt bestimmt schnell. Aber du solltest auch eine Weile nicht damit herum laufen“, meinte ich dann.

Entgeistert schaute sie mich an. “Aber ich muss doch herum laufen! Wie soll ich sonst was zum Essen besorgen?“ - “Ich kann was zum Essen besorgen. Ich weiß, wo man etwas findet.“, antwortete ich dann, ohne zu wissen warum ich das eigentlich tat. “Wirklich, ach das wäre toll!“, meinte sie begeistert und sie strahlte mich regelrecht an. Es löste ein richtig angenehmes Gefühl in mir aus, wenn ich auch nicht wusste, wieso. Also zog ich los und suchte die Gegend nach essbaren Dingen ab. Schnell wurde ich fündig, als ich nach ein paar Minuten einen Farbfruchtbaum sah. Sorgfältig pflückte ich so viel, wie wir brauchen würden und ließ den Rest auf dem Baum. Dann kehrte ich zu ihr zurück.

Das Mädchen lehnte an einem Baum, während das Einhorn auf drei Beinen stand und graste. Das Mädchen war recht hübsch anzusehen, mit ihren bis zur Hüfte reichenden braunen Haaren und ebenso farbigen Augen. Eine schlanke Taille und wohlgeformte Hüften vervollständigten das Bild. Unter ihrem kurzen Kleid trug sie eine eng anliegende Hose und sie schien ein paar Jahre älter zu sein, dem Aussehen nach. Freudig blickte sie mir entgegen, als ich mit den Früchten bei ihr ankam. “Setz dich, wir müssen essen, bevor alles verdirbt.“ Warum folgte ich dieser Bevormundung nur so gerne? Das Mädchen begann zu essen und ich stellte fest, dass sie die gleiche Fähigkeit hatte wie alle weiblichen Geschlechts. Sie konnte reden, während sie aß und bombardierte mich gleich mit ihren Fragen.

“Wir haben uns noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Mähre Anne und mein Talent ist das Herbeirufen Pferde jeglicher Art und sie freundlich zu stimmen. Wie heißt du und was ist dein Talent?“ - “Ich bin Humpfrey… und ich habe offensichtlich kein Talent…“ - „Du meinst, du hast dein Talent noch nicht entdeckt, oder?“ - „Genau, das habe ich damit gemeint“, antwortete ich dann erleichtert. Es waren noch 10 Jahre bis ich 25 war. Noch lange genug Zeit, mein Talent zu entdecken. “Ach, das wird schon noch auftauchen. Ich bin fünfzehn, wie alt bist du?“, fragte sie gleich weiter. Erstaunt sah ich sie an. “Was? So jung bist du? Ich bin… auch fünfzehn.“ Sie sah mich durchdringend an. “Was, so alt bist du? … Dann bist du wohl ein Gnom“, meinte sie dann. “Nein, ich bin ein Mensch. Ich sehe nur aus wie ein Gnom.“, erwiderte ich hitzig.

“Und woher bist du?“, bohrte sie weiter. “Aus der kleinen Ansiedlung am Spaltendorf.“ - „Spaltendorf? Wo ist denn das? Was für eine Spalte?“ - „Du kennst die Spalte nicht?“, erst dann fiel mir ein, dass auf der Spalte ein Vergessenszauber lag, der vor Jahren dort verhängt wurde. Dadurch vergaß man die Spalte, sobald man sich von ihr entfernte und lang genug weg bleibt. “Ach, es ist ein unwichtiges und langweiliges Dorf, deswegen bin ich ja auf dem Weg etwas anderes kennen zu lernen.“ - „Dann geht es dir wie mir. Mein Dorf ist auch langweilig. Das einzig interessante und gefährliche sind die Drachen, die dort in der Nähe wohnen. Denen sind wir ja auch fast zum Opfer gefallen als ich von dort fort ging.“, erzählte Mähre Anne mir. “Drachen will ich auch keine sehen“, antwortete ich. Mit großen Augen schaute sie mich an. “Machst du Witze? Du befindest dich auf dem direkten Weg in das Gebiet der Drachen!“ - „äm… Oh, dann bin ich wohl auf dem völlig falschen Weg.“ antwortete ich bestürzt. “Dann komm doch mit mir. Alleine reisen ist langweilig, hab ich festgestellt. Zu Zweit ist's bestimmt lustiger.“ - „Du willst mit MIR reisen?“, fragte ich sie erstaunt, während ich im essen inne hielt. “Ja warum denn nicht? Du warst nett zu mir und Hortensie.“


Und so kam es, dass ich mit Mähre Anne reiste. Wir verbrachten ein ganzes Jahr auf Reisen durch das Land und erforschten mal diese, mal jene Gegend, bis wir am Hofe des Königs Ebnez vorbei kamen und dieser mich zu sich rief. Er hatte von meinem Wissensdurst und meiner genauen Buchführung, was alle magischen Dinge anging, gehört und interessierte sich sehr dafür. Also stellte er mich in seine Dienste. Ich sollte für ihn alle magischen Talente in Xanth zählen und herausfinden, ob es noch ein so mächtiges Talent wie das seine gab – ein Talent im wahren Magierformat. Ein wenig verwundert nahm ich die Aufgabe an und er vertraute mir an, dass er sehr krank sei und keinen Nachfolger hatte. Er brauchte einen Menschen mit starkem Talent, der den Thron nach seinem Tode übernehmen konnte.

Wieder begaben sich Mähre Anne und ich auf Wanderschaft. Fast drei Jahre brauchten wir, um jedes Talent in ganz Xanth zu zählen, doch es war niemand dabei, der dem entsprach, was König Ebnez suchte. Kurz vor seinem Tode erklärte er mich zum Magier der Information und ernannte mich zu seinem Nachfolger. Es wusste niemand, dass ich kein Magier war, jeder wusste nur, dass ich immer eine Antwort hatte, wenn man mich fragte und so nahmen sie wohl an, ich sei ein Magier. So bestieg ich 952 den Thron mit 19 Jahren. Mähre Anne blieb bei mir, aber obwohl wir uns inzwischen liebten, wollte sie mich nicht heiraten. Sie würde das Talent verlieren, Einhörner zu rufen, die nur zu völlig unschuldigen Wesen kamen und so heiratete ich Dana, eine Dämonin, die mit dem Fluch einer Seele geschlagen war und somit Liebe empfinden konnte.

Zwei Jahre später brachte der Storch uns den Sohn Dafrey, der halb Dämon, halb Mensch war und die Seele von Dana bekam. Somit war diese von ihrem ‚Fluch’ befreit und verschwand wieder, da sie nun weder Liebe noch sonst etwas empfand. Da ich nicht in der Lage war, ein Kind zu erziehen und gleichzeitig zu regieren, heiratete ich die Jungfrau Tawan, die ich nicht liebte, die sich aber um meinen Sohn kümmerte. Ich hasste es, zu regieren und widmete mich immer noch, so weit es ging, meinen Forschungen. So suchte ich nach einem möglichen Nachfolger, der nach mir den Thron besteigen konnte, beziehungsweise dann, wenn er alt genug sein würde. Endlich fand ich in einer abgelegenen Hütte den Jungen, der später als der Sturmmagier bekannt wurde. Sobald er 22 Jahre zählte, dankte ich als König ab und er bestieg den Thron.

Als ich mein Königsamt abgab, erklärte Taiwan die Ehe für ungültig und verschwand mit meinem Sohn. Nun, mir war es recht. Eigentlich war so ein Vorgehen nicht üblich, aber da ich sie nie geliebt hatte, meinen Sohn kaum kannte und ich frei sein wollte, ließ ich sie gehen. Wieder begab ich mich auf Wanderschaft und beschloss, auf die Dämonenuniversität zu gehen, um meinen Magierstatus ehrlich zu erwerben. Mähre Anne verlor ich aus den Augen und hab nie wieder von ihr gehört. Nach einem Jahr war ich soweit und ich schloss im Jahr 972 meine Ausbildung ab und konnte mich von nun an mit Fug und Recht als Informationsmagier bezeichnen. Kurz danach heiratete ich Rose und ein Jahr später bekamen wir eine Tochter, Rosetta. Die folgenden Jahre waren recht angenehm und es passierte nicht viel Aufregendes. Es war angenehm, nicht mehr regieren zu müssen und sich nur dem Studium und der Familie widmen zu können. Als Rosetta 21 geworden war, heiratete sie und zog weg von zu Hause.

Im Jahr 1000 wurde meine geliebte Frau – nach Mähre Anne die Einzige, die ich wirklich geliebt hatte – entführt und in die Hölle gebracht. Es war eine turbulente Geschichte und wie alles genau abgelaufen war, wusste ich nicht genau. Ich bekam nur noch die Nachricht und da war es schon zu spät. Wer der übeltäter war, habe ich nicht herausgefunden. Da ich vor Liebe und Verzweiflung halb wahnsinnig wurde, nahm ich den Trank des Vergessens, der mich Rose komplett vergessen ließ und somit auch meine Tochter Rosetta, mit der ich davor schon kaum mehr Kontakt hatte. Genauso wie mein erster Sohn war nie Nähe da gewesen zwischen uns. Mir waren meine Studien wichtiger und ich verlor sie jeden Tag mehr, bis sie glücklich mit ihrem Mann ging.

Nach einiger Zeit später lernte ich Sofia kennen. Eine Frau aus Mundania, die selbst nicht wusste, wie sie eigentlich in Xanth gelandet war. Da sie sich nicht auskannte, mit den ganzen magischen Dingen, blieb sie bei mir, wo sie sich wohl fühlte. Im Jahre 1022 bekam ich meinen zweiten Sohn, mein drittes Kind, Crombie. Sein Talent war die Orientierung, allerdings war ich viel zu sehr mit meinen Studien beschäftigt, als dass ich Zeit hatte, mich um ihn zu kümmern. Außerdem bat dann noch ein junger Mann, namens Trent, dass ich ihn ausbilde. Ebenso ein kleines verzogenes Mädchen namens Iris. Beide hatten Talente der Magierklasse und ich widmete mich begeistert dieser Aufgabe. Dass ich dadurch meinen Sohn komplett vernachlässigte, fiel mir nicht auf. Aber ihm. Sobald er alt genug war, lief er von mir und Sophia davon und leugnete jedes Verwandtschaftsverhältnis zu mir und seiner Mutter. Es betrübte mich sehr, aber nun konnte ich es nicht mehr ändern.

Im Jahre 1035 beschloss Sophia, mich zu verlassen und nach Mundania zurückzukehren. Warum wusste ich nicht, aber vermutlich hatte sie den Verlust ihres Sohnes nicht ganz überwunden und gab mir und meinen immer intensiver werdenden Studien die Schuld. Lange Zeit war ich alleine, doch irgendwann wurde es auch mir zu einsam. Doch eines Tages änderte sich das, als Gorgone als eine Bittstellerin auf mein Schloss kam. Sie wollte wissen, ob ich einen Zauber kenne, der sie unter den Menschen leben ließ, ohne dass sie alles zu Stein verwandelte. Ich verhängte einen Unsichtbarkeitszauber über ihr Gesicht und so war dort zwar nichts, aber dennoch war sie eine wunderschöne Frau und kurz darauf heirateten wir, im Jahre 1045. Zwei Jahre später brachte uns der Storch meinen dritten Sohn, bei dem ich mir schwor, mich besser um ihn zu kümmern als um Crombie. Sein Name ist Hugo und sein Talent ist es, Obst herzustellen. Er kann jede Frucht in jeder beliebigen Größe herstellen, auch wenn das Talent noch nicht ganz ausgereift ist und es immer wieder einmal schief geht und er ein wenig tollpatschig ist.

Inzwischen ist dieser schon 15 Jahre alt und neben meiner Frau und meinem intensiven Studium ist er derjenige, der mein Leben erfüllt. Er wird nie Magierqualität erlangen und nie König werden, aber er ist mein Sohn und ich liebe ihn über alles


Geschichte:
Nicht vorhanden...