The Bermuda Triangle

1840: Rosalie, ein französisches Schiff, verschwand auf dem Weg von Havanna nach Europa.
Januar 1840: Atalanta, britische Fregatte, mit 290 Mann an Bord, auf den Weg von den Bermudas nach England verschollen.
Oktober 1902: Freya, deutsches Schiff befand sich auf dem Weg von Kuba nach Europa.
März 1918: Cyclops, 152 Meter langes Schiff, der US - Marine, mit 309 Mann Besatzung, auf dem Weg von Barbados nach Norfolk verschollen.
1925: Cotopaxi, verschwand auf dem Weg von Charleston nach Havanna.
April 1932: In New York registrierter Zweimaster Mary and John, 50 Meilen vor den Bahamas verschwunden.
Februar 1940: Gloria Colite, Yacht aus British Westindien. Es fehlt jegliche Spur.
22. Oktober 1944: Der Frachter Rubicon, aus Kuba verschollen.
20.Januar 1945: Verschwand der Flieger B-29 auf dem Weg von den Bermuda-Inseln zu den Azoren. Es waren 9 Mann an Bord.
18. Juli 1945: befand sich die PB-4 YW (Flugzeug) zwischen Miami / Florida und den Bahamas mit 15 Leuten an Bord, als sie verschwand.
5.Dezember 1945: Die Position vom TBM-Avenger-Torpedo-Bomber (Flight 19, 14 Mann) und vom Martin Mariner (Wasserflugzeug im Rettungseinsatz für Flight 19, 13 Mann) wurde das letzte mal 225 Meilen nordöstlich von Ft. Lauderdale/Florida bestätigt, seither vermisst.
27. Dezember 1945: verschwanden die Schoner Voyager II (->Küstenschifffahrtslinie) und Valmore (->vor der Küste North-Carolinas) spurlos, 8 Mann werden vermisst.
2. Dezember 1946: Der Schoner City Belle wurde 300 Meilen südöstlich von Miami/Florida verlassen aufgefunden. 22 Leute sind spurlos verschwunden.
15. März 1948: wurde ein Kabinenkreuzer zwischen Sandy Key und Rabbit Key verlassen aufgefunden.
28. Dezember 1948: Verschwand das Passergierflugzeug DC-3 50 Meilen vor Miami/Florida mit 35 Mann an Bord.
Juni 1950: S.S. Sandra 108 Meter langer Frachter, passierte noch St.Augustin in Florida und verschwand dann.


Elegant, scheinbar schwerelos, wirkt der Flug der Seemöwe. Der Himmel ist so blau wie das ruhige Meer, die Sonne strahlt - ein herrlicher Tag. Ein Passagierschiff, die Lucitania, ist auf ihrem Weg von Santo Domingo nach Long Island. Bisher war es eine ruhige überfahrt, ein Großteil der Passagiere und der nicht Dienst habenden Mannschaft ist an Deck.
Neugierig geht die Möwe tiefer, die Aussicht vielleicht ein paar Küchenabfälle oder ähnliches zu ergattern ist verlockend. Leises Lachen und fröhliche Stimmen dringen durch die Luft. Die Menschen nutzen das schöne Wetter, sonnen sich auf den Liegen oder spazieren an der Reling.
Die Möwe landet auf dem Oberdeck und sucht, nahe einer Familie, nach Resten. Ein kleines Mädchen wirft ihr ein Stück von ihrem Kuchen zu, die Mutter, mit einem kleinen Säugling auf den Armen, bestraft das Mädchen mit einem Klaps auf die Finger. Als die Möwe merkt, dass es hier nichts mehr zu holen gibt, flattert sie weiter.
Eine Gruppe junger Mädchen beobachtet kichernd einige junge Männer, die mit waghalsigen Balanceakten auf dem Geländer versucht, die Aufmerksamkeit der Damen zu gewinnen. Uninteressant für die Möwe, sie stakst wieder einige Meter weiter. Auf einer Bank sitzt ein älteres Ehepaar, mit einem Plätzchenbeutel neben sich. Hoffnungsvoll macht die Möwe sich bemerkbar, als sie plötzlich einer merkwürdigen und bedrohlichen Spannung in der Luft gewahr wird.
ängstlich zeternd steigt sie auf. Unter ihr fängt das Schiff an zu vibrieren, der Stahl bebt und ächzt. Ein ohrenbetäubendes Brausen, welches direkt aus den Tiefen des Ozeans zu kommen scheint, übertönt jedes andere Geräusch. Das Wasser brodelt und scheint zu kochen, eine riesige Welle türmt sich auf - einen Moment lang scheint die Zeit still zu stehen.
Man hört ängstliche Schreie und das Weinen der Menschen, dann schlagen die tosenden Wassermassen über der Lucitania zusammen. Ein starker Sog zieht das sterbende Schiff unter Wasser, die Möwe schlägt mit aller Kraft ihre Flügel um dem Inferno zu entkommen, dann wird auch sie von dem Sog erfasst und in die Tiefe gerissen.

Wenige Minuten später ist alles vorbei - als ob nichts gewesen wäre glitzert die Sonne auf dem ruhigen Meer.
Lediglich die Trümmerstücke, an die sich die überlebenden klammern, und die zwischen den Zerschmetterten und Ertrunkenen im Wasser treiben, erinnern an die Katastrophe. Vereinzelt hört man leise Schreie und hilfloses Schluchzen. Dann wird alles und jeder von einer sachten Strömung erfasst, die die letzten Spuren mit sich nimmt.
Einige Zeit später ist die Zahl der überlebenden weiter gesunken - manche sind ihren Verletzungen erlegen, andere hatten durch die Unterkühlung einfach nicht mehr die Kraft sich festzuhalten. Diejenigen, die die Hoffnung auf das überleben noch nicht aufgegeben haben, bemühen sich verzweifelt, jene Insel zu erreichen, die vom Schiff aus nur wenige Minuten entfernt wirkte, jetzt aber für die meisten in unerreichbare Ferne gerückt ist.
Es ist eine von jenen zahlreichen kleinen Inseln, bei denen sich niemand die Mühe gemacht hat, sie auf einer Karte zu verzeichnen. Eine Insel mit schneeweißen endlosen Sandstränden, tiefen und undurchdringlichen Wäldern, deren Artenreichtum einzigartig ist. Ein hoher Berg ist in der Mitte der Insel, mit tiefen unerforschten Höhlen, Schluchten und Abgründen die meilenweit in die Erde hinein reichen.
Die überlebenden brauchen noch einige Zeit, bis sie zu Tode erschöpft und halb verdurstet und sehr unterkühlt an den Strand gespült werden. Erst mit der Abenddämmerung, die eine frische Brise und damit Abkühlung bringt, kommen die Gestrandeten wieder zu sich und sehen, wo sie gelandet sind.

Artikel aus der New York Times, vom 09.08.1954
Das Bermudadreieck fordert neue Opfer
Der Personendampfer Lucitania ist in den Gewässern des Bermudadreiecks verschwunden. An Bord waren 500 Menschen, darunter Mitglieder der New Yorker Oberschicht, berühmter ärzte die zu einem Kongress nach Long Island wollten und zahlreiche Familien. Wieder einmal fehlt jegliche Spur von dem Schiff. Von überlebenden wird nicht ausgegangen.




»The Bermuda Triangle« war das erste RPG, das ich selbst erstellt habe. Anfang Mai 2005 hab ich es erstellt, dachte mir ich könnte sowas doch auch einmal basteln. Mit Null Erfahrung in Sachen Design und noch weniger Erfahrung mit Rapid-Foren machte ich mich daran, das ganze aufzubauen. Eigentlich wollte eine Userin aus einem anderen RPG mir helfen, was dan doch nicht passierte, weil sie im Urlaub war, was mich allerdings nicht störte, da es so MEIN RPG war... Allerdings wusste ich schon damals, dass ich ein gutes RPG wollte, in dem mehr als nur 5 Zeilen gepostet wird. Nun, viel mehr war es anfangs auch nicht... Aber ich hab auch noch nichts anderes gekannt. Ich war schon stolz darauf, dass hier so an die 10-15 Zeilen gepostet wurden.

Mit der Zeit hab ich gelernt, wie man das Design verändert, einerseits durch Rya - eine Userin aus dem »Dark Maverick« - andererseits durch das Rapid-Supportforum und Thomas, den ich dort kennengelernt hab und ich hab auch selber immer mehr daran herumgebastelt und herum probiert. Auch habe ich mit der Zeit immer mehr Wert auf die Inplayposts gelegt und das RPG wurde auch immer besser. Auch wenn es einige Spieler verloren hat, die Treuen und vor allem auch die Guten Spieler sind bis zum Schluss geblieben.

Irgendwann hab ich das Design von Grund auf erneuert und auch das Inplayprinzip. Da ich Anti-Fake schon lange unterstüzt hab und immer mehr auch feststellte, dass Szenentrennung was tolles ist, wurden die Aufnahmekriterien schwieriger, alle haben ihre Charaktere überarbeitet und die Posts wurden wesentlich besser. Auch schrieben wir inzwischen in Szenen, sodass es nicht mehr passiert, dass 15 in einerm Thread hingen, was wir auch schon hatten.

Ich spielte in diesem Forum als aller erstes einmal den Erzähler, der nur als Administrationsaccount dient. Weiters spielte ich die Ärztin Felicia Dolvaran, die schon von Anfang an dabei war und die Kellnerin June Petit, die ich aus einem anderen – sehr schlechten – RPG importiert hatte, dem »Dark Sites of a Paradise«... Zusätzlich spielte ich Svenja Bauer und Trey McNamara, die als NPCs gehandhabt werden, da die Spieler dieser Charaktere leider gegangen sind und diese Charaktere einfach zu eingebunden waren in die Geschichte... Ich liebe meine Charaktere und hab es gemocht, sie zu schreiben. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich hab schon sehr viel mit ihnen erlebt...

Inzwischen gab es im Bermuda dann 4 Designs, wir hatten angefangen in ICH-Form zu schreiben, da sie mir sehr zusagte und ich in dieser viel besser schreiben kann. Auch die anderen mochten sie recht gerne. Nur ein Schreiber hat uns verlassen, aber auch ohne ihn - das Forum lief mehr als 1,5 Jahre. Irgendwann war aber auch das Bermuda verlassen, kaum mehr wurde geschrieben und ich musste es schließen, ließ es aber als Archiv bestehen. Leider war ich wohl zu lange nichtmehr online, denn eines Tages war es weg, was ich schrecklich finde, denn ich wollte es mir eigentlich aufbewahren...

Nun nach mehr als 3 Jahren, die die Idee vom Bermuda schon existiert, bin ich dran, es wieder aufzubauen, versuche langsam es wieder zu erstellen und hoffe, dass ich es fertig bekomme, User gewinne und es wieder einige Zeit leben kann. Dass RPGs nicht für die Ewigkeit sind, dessen bin ich mir inzwischen schon gut genug bewusst, aber ich würde es doch gerne wiedereine Zeit lang weiter spielen...



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