Antros

Name
Antros


Alter
40 Jahre zählt Antros schon.


Rasse
Magier


Gesinnung
Antros gehört seit einigen Jahren, seit seinem zwanzigsten Lebensjahr, zum Heer. Er war erst ein einfacher Soldat, hat sich aber bis zum Heermeister hochgearbeitet. Zusätzlich dazu, dass er das Heer anführt, gehört er auch zur Leibgarde des Königs und ist neben Eyan als einziger direkt für das Wohl der königlichen Familie verantwortlich. Natürlich gibt es noch mehrere Leibwachen, aber Eyan und Antros sind die Zwei, denen auch das Leben der Prinzessin Elyea anvertraut wird.


Magisches Talent
Das magische Talent von Antros besteht darin, Messer zu materialisieren. Allerdings nicht nur, dass er sie »herbeizaubern« kann, er hat es sich auch in jahrelanger übung, von denen er im Heer genügend hatte, antrainiert, mit diesen auch sehr präzise umzugehen. Mit voller Konzentration schafft er es, 12 Messer zu materialisieren und mit diesen auch umzugehen, das heißt, sie auch einzusetzen. Somit könnte er 12 Gegner gleichzeitig ausschalten, was natürlich ein enormer Schutz für die königliche Familie bedeutet.


Arbeit
Die Aufgabe von Antros ist zweigeteilt. Einerseits ist er für die Ausbildung des Heers zuständig. Täglich werden gewisse übungen durchgeführt, wird trainiert, um immer gerüstet zu sein. Auch die Versorgung, also dass jeder im Heer genügend zu essen hat und die Familien versorgt sind, diese Organisation obliegt ebenfalls Antros. Und der zweite Teil seiner Aufgabe ist der Schutz der königlichen Familie. Wenn Eyan nicht da ist oder es zwei sehr Vertraute benötigt, ist Antros derjenige, der eingesetzt wird. Er beschützt den König sowie seine Gemahlin und auch deren Tochter – die er von klein auf kennt – mit seinem Leben.


Aussehen
Antros ist ein recht schlanker und sehr drahtiger Mann. Man sieht ihm das jahrelange Training und die Kämpfe an. Sein Körper besteht fast nur aus Muskeln, zumindest schaut es so aus. Auch ist er an den Stellen, die oft der Sonne ausgesetzt sind, also Gesicht und Oberkörper, sowie die Beine, recht braun gebrannt. Die Haut ist straff, trotz seines Alters, und weist eigentlich keine Falten auf.

Seine Augen sind dunkel, fast schwarz und blicken meist kalt und ausdruckslos in die Gegend. Man sieht in ihnen keine Gefühle, was vielleicht an seiner Arbeit liegt. Vor allem, da er mehr als sein halbes Leben schon im Heer verbracht hatte und dadurch gelernt hatte, dass Gefühle fehl am Platz sind. Sie haben hier nichts verloren, können einen nur das Leben kosten.

Seine Haare sind ebenfalls schwarz und recht kurz gehalten, damit sie ihm nicht im Weg sind. Hier sieht man ein wenig sein Alter, da die schwarze Pracht schon von ein paar grausilbernen Strähnen durchzogen ist. Insgesamt ist sein Gesicht recht markant gezeichnet und manche würden wohl sagen, dass er ein sehr attraktiver Mann wäre – wenn man irgendwann ein Lächeln sehen würde. Denn, auch wenn man es nur in sehr seltenen Momenten sieht, mit einem Lächeln ist dieser Krieger wirklich sehr attraktiv und ansehnlich. Doch dazu kommt es nur äußerst selten.

Gekleidet ist Antros meist in lederne Hosen und ein ebenso ledernes Oberteil von dunkler Farbe. An diesen ist eigentlich kein Schnickschnack zu sehen, nur das Nötigste ist da. Meist hat er noch eine kleine Tasche bei sich, in der er Nahrung und auch eine Wasserflasche unterbringen konnte, die für den Notfall da sein sollten. Zusätzlich wird von ihm immer, ohne dass es von irgendwem gesehen wird, ein Kettenhemd getragen, dass er sich von der Schmiedin machen lassen hatte.

Schmuck trägt Antros eigentlich keinen. Nur ein ledernes Halsband, das schon recht abgewetzt ist, trägt er eigentlich immer. Geschenkt bekommen hatte er dieses von Elyea vor Jahren und sie hatte darauf bestanden, dass er es nie ablegen dürfe, bis es kaputt ginge. Und da Antros erstens weiß, was für einen Sturkopf die Prinzessin hatte und zweitens ihr sowieso keinen Wunsch abschlagen würde, trägt er dieses Halsband nun seit schon bald fünf Jahren.


Charakter
Der Charakter von Antros ist eigentlich schnell beschrieben. Alles in allem ist er ein sehr stiller Mensch, für den Treue, Vertrauen, Ehrlichkeit und Zusammenhalt sehr wichtig sind. Er selbst ist wohl einer der Menschen, der diese Eigenschaften regelrecht verkörpert. Nie würde er auf die Idee kommen, an seinem König sowie an der Herrschaft dessen zu zweifeln. Die Treue ihm und dem Königshaus gegenüber geht für ihn bis in den Tod. Für ihn ist es wichtig zu wissen, wo jemand steht und wie er mit wem umzugehen hat, vielleicht ist er dadurch so misstrauisch allen Fremden gegenüber.

Der Zusammenhalt ist für ihn vor allem im Heer wichtig. Er muss wissen, auf wen er sich hier verlassen kann und DASS er sich auf seine Leute verlassen kann. So geht er selbst mit gutem Beispiel voran und seine Leute würden nie an seiner Loyalität sowie an seiner Eigenschaft als Heerführer zweifeln.

Ehrlichkeit und Vertrauen sind für ihn ebenso sehr wichtig. Allerdings bekommt man sein Vertrauen nur sehr schwer. Zu sehr ist er von Misstrauen zerfressen, was vielleicht daran liegt, dass er in allem und jedem eine Gefahr für das Königshaus sieht. Nur die Familie sowie Eyan genießen sein vollstes Vertrauen und nur mit ihnen würde er auch reden. Vor allem mit Eyan, an dessen Seite er schon Jahre arbeitet.

Ehrlichkeit ist allerdings ein zweischneidiges Schwert. Natürlich verlangt er es, versucht auch selbst ehrlich zu sein, dennoch hat diese für ihn Grenzen und zwar wenn es um sein Privatleben geht. Was nicht heißt, dass er her anfangen würde zu lügen. Nein, nur dann wird er schweigen, nichts weiter erzählen, außer er ist sich sicher, dass seine Geheimnisse gut aufbewahrt sind.

Alles in allem ist Antros ein sehr ruhiger Mensch, wirkt ausgeglichen und zurückhaltend. Und kaum jemand wird ihn je anders kennen lernen.


Stärken und Schwächen
Seine Stärken sind vermutlich der Kampf. Er ist trainiert zu töten, was er auch äußerst gut beherrscht. Mit seinen Messern, die er jederzeit materialisieren kann, ist er ein äußerst tödlicher Gegner, da er diese perfekt zu führen weiß. Seine Genauigkeit, Zielsicherheit und kühle, überlegene Art bei einem Kampf sind ein großer Vorteil. Er kommt nicht ins Schwitzen, wenn er sich Feinden gegenüber sieht, ist durch seine Waffen ein ernstzunehmender Gegner, was ihn auch stets ruhig sein lässt.

Schon von Kindheit an wurde ihm seine Fähigkeit trainiert. Oft hatte sein Vater mit ihm geübt, wie er seine Messer kontrollieren konnte, vor allem dass es immer mehr wurden. Erst mit einem angefangen, kann er nur bis zu 12 Messer präzise führen und mit ihnen gleichzeitig kämpfen. Auch seine Ausdauer und Kraft hat er schon von klein auf trainiert. Er ist ein äußerst guter Läufer und beherrscht neben seinen Messern auch das Reiten perfekt. Vermutlich würde ihn kein Pferd abwerfen können.

Seine größte Schwäche ist wohl sein Misstrauen und die Paranoia überall Gefahren zu sehen. Seine größte Angst ist wohl, dass der königlichen Familie etwas durch sein Verschulden passieren könnte und so ist er immer angespannt und voll konzentriert, wenn er einen von diesen zu beschützen hatte. Auch die Unfähigkeit, Gefühle zu zeigen dürfte man wohl als eine Schwäche ansehen. Seine Augen sind immer kalt und sein Blick ausdruckslos. Dennoch fühlt er sehr wohl, nur ist er einfach nicht fähig, diese Gefühle in Worte zu fassen. Es würde zumindest sehr viel brauchen, bis er dies schaffen würde.


Vorlieben und Abneigungen
Was, beziehungsweise eher wen er mag, ist Eyan. Schon von Anfang an, seit sie gemeinsam im Dienste des Königs waren, kam er mit dem schweigsamen Zentauren wunderbar aus. Beide reden sie wenig und beide achten sie sehr genau darauf, ihre Arbeit gut zu machen, sind absolut loyal und der Familie treu ergeben. Beide haben sie die Prinzessin aufwachsen sehen, ihre Spielereien ertragen und ihr Gerede. Ihre ähnlichkeit und eben ihre Arbeit brachte sie einander näher, so dass Eyan wohl derjenige ist, dem er am meisten vertraute.

Auch alles, was mit Kampf und Training zu tun hat, macht er recht gerne. Für ihn ist seine Arbeit auch sein Hobby. Er liebt es, seine Künste zu trainieren, sich zu verbessern und zu lernen. Auch bringt er gerne seinen »Schülern« - seinen Soldaten – bei, wie sie zu kämpfen haben, auf was sie achten müssen, welche Finten es gibt und was ihnen den Tod bringen kann…

Was er nicht sonderlich schätzt, sind Leute, die mehr reden als denken. Es nervt ihn ziemlich, wenn jemand den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hatte als seine Leidensgeschichte zu erzählen oder Probleme anderer breitzutreten. In solchen Fällen kann es schon passieren, dass er das demjenigen auch sagt, dass er entweder seinen Mund halten solle oder verschwinden. Er braust nicht auf, aber seine Augen, sein Blick, bringt die meisten zum Schweigen.


Vorgeschichte
Geboren wurde ich bei einer recht einfachen Familie. Meine Eltern waren nichts Besonderes, hatten eine kleine Jeansfarm, die gerade einmal so viel Gewinn abwarf, dass sie uns gut ernährte, aber nicht viel mehr. Ich habe weder Geschwister noch sonstige nähere Verwandte, lebte die ersten Jahre einfach bei meinen Eltern und half ihnen, wo ich konnte. Sobald mein Talent offenbart wurde allerdings, begann mein Vater mich begeistert zu trainieren. Er redete die ganze Zeit davon, wie mächtig mein Talent doch sei und dass ich damit bestimmt bessere Möglichkeiten hatte als er. Nun, da hatte er vermutlich Recht, denn sein Talent bestand nur darin, kleinere Gegenstände durch die Gegend fliegen zu lassen. Sobald diese zu schwer oder groß wurden, war seine Fähigkeit am Ende, egal wie sehr er trainierte. Auch meine Mutter war mit keiner großartigen Fähigkeit gesegnet. Sie konnte nur Stimmen produzieren, die von x-beliebigen Orten her rufen konnten.

Als nun mein Vater sah, dass ich Messer manifestieren konnte, schien er wirklich glücklich zu sein, fast schon mehr als ich selbst. Jeden Tag von nun an ging er mit mir in den Wald, der in der Nähe von unserem Haus war, und ließ mich an ungefährlichen Bäumen üben. Beinahe hätten wir beim ersten Mal einen Gewirrbaum belästigt, doch wir konnten rechtzeitig ausweichen. Mit dem Training und den Aufmunterungen meines Vaters schaffte ich es recht bald, vier Messer zu manifestieren und diese auch zu beherrschen. Zwar nicht gerade perfekt, aber so, dass sie eine gefährliche Waffe wurden. Von nun an mieden mich allerdings die Jungs in meinem Alter, was mich aber nicht sonderlich störte, da ich schon sehr früh ein Einzelgänger war.

Kurz vor meinem fünfzehnten Lebensjahr – ich lebte immer noch bei meinen Eltern – fiel unser Haus einem Brand zum Opfer. Ich war im Norddorf gewesen, um die Jeans zu verkaufen, da mein Vater langsam älter wurde und lieber mich die Wege gehen ließ. Ich hatte vor, noch in der Nacht Heim zu kommen und so machte ich mich nach einem kurzen Besuch im Wirtshaus auf den Weg nach Hause. Unterwegs begegneten mir zwar ein paar Nachtwesen, doch sobald meine Messer sichtbar wurden, machten sie einen Bogen um mich. Frisches Fleisch schmeckte nun einmal am besten, wenn es sich nicht wehrte.

Schon von weitem sah ich die Flammen, was mich meine Schritte beschleunigen ließ. Ich weiß bis heute nicht, wie das passieren konnte. Hatte mein Vater eine Lampe unbeaufsichtigt gelassen? Oder waren Banditen auf dem Feld gewesen? Auf jeden Fall rannte ich so schnell ich konnte zum Haus und rief meine Eltern, doch ich hörte nichts… Sah sie nirgends und konnte sie auch am nächsten Tag – ich versuchte die ganze Nacht das Feuer einzudämmen – nicht finden. Auch meine Nachbarn, die herbeigeeilt kamen, um zu helfen… Niemand wusste, wo sie waren und ich hatte den schrecklichen Verdacht, dass sie dem Brand zum Opfer gefallen waren. Ich blieb ein paar Tage bei einem Nachbar, wohnte bei diesem und half, wo ich konnte, während ich nebenbei meine Eltern suchte und das zu Asche verbrannte Haus nach überresten absuchte.


Nach einigen Tagen hatte ich die Hoffnung, dass ich meine Eltern wieder sehen würde aufgegeben und so verließ ich den Hof des Nachbarn. Ich hatte sowieso keine großartige Bindung zu irgendwem in dieser Gegend. Meine Gefühle verschloss ich nun noch mehr vor der Außenwelt, man sah mich noch weniger lachen als davor. Der Verlust meiner Eltern schmerzte mich sehr, auch wenn ich es nie zeigen würde. Ich beschloss meinen Weg zu gehen, das zu machen, was mein Vater für mich gewollt hatte, dass ich es besser hatte als er, dass ich weiter kam im Leben. So machte ich mich auf zum Schloss Roogna, denn mit meinem Talent wäre ich beim Heer bestimmt gut aufgehoben.

Der Sturmkönig war schon alt, doch er war erfreut, einen neuen treuen Untertan in seinen Reihen begrüßen zu können und so wurde ich eingestellt. Ich war ihm treu ergeben und lernte unter meinem Heermeister Janar sehr viel über den Kampf, die Verteidigung und wie ich mein Talent noch weiter verbesserte. Er übte viel mit mir, war begeistert von meiner Trainingswut, meinem Eifer dabei, besser zu werden. Schon bald war ich einer seiner liebsten Soldaten und er vertraute mir sehr vieles an, fragte mich jedoch nie nach meiner Vergangenheit, nach meinen Problemen oder sonst etwas Privatem. Er akzeptierte mein Schweigen und ging nie darauf ein.

Nach drei Jahren wechselte der König. Der Sturmmagier starb und durch einige Zufälle, die ich nicht ganz mitbekommen hatte, war der böse Magier Trent wieder im Lande und ihm wurde das Königsamt übertragen. Ich wusste nicht, warum man ihn den bösen Magier nannte, vielleicht hatte ich in meiner Jugendzeit zu wenig aufgepasst, zu wenig auf Gerüchte gegeben. Mir zumindest war er sehr sympathisch und ich wusste, dass ich ihm genauso loyal und treu dienen würde wie seinem Vorgänger. Auch seine Frau Iris, auch wenn sie manche Eigenheiten hat, die ich nicht sonderlich schätzte, mochte ich mit der Zeit ganz gern. Aber wer mir am meisten gefiel war Eyan, der eingestellt wurde, sobald der König im Amt war. Der Zentaur war mir so ähnlich, wie man es nur sein konnte. Ebenso schweigsam, treu, loyal und auf die wichtigen Dinge im Leben bedacht.


Zwei Jahre nach der Eheschließung und Thronbesteigung bekam das Königspaar ein kleines Mädchen vom Storch gebracht, welches zu beschützen meine und Eyans Aufgabe war. Schon von Anfang an bekamen wir all ihre Dummheiten, Ausreißereien und Tränen sowie ihre fröhlichen Momente mit. Sie ist vermutlich das einzige Wesen, das es immer wieder schaffte, mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Ich hatte nie ein Bedürfnis nach einer eigenen Frau gehabt oder nach Kindern. Nur manchmal, wenn ich die Kleine sah, fragte ich mich, ob ich etwas verpasste. Oft kam sie, wenn sie mit ihrer Mutter gestritten hatte zu mir oder Eyan, einfach nur um zu weinen, zu reden, einfach bei uns zu sein. Keine Ahnung warum, vielleicht hatte sie hier das Gefühl, nicht das Prinzesschen sein zu müssen, das sie war.

Ab ihrem zehnten Lebensjahr kam es auch manchmal vor, dass sie ausriss, ihr Prinzessinnendasein überdrüssig wurde und einfach Abenteuer erleben wollte, ein normales Mädchen sein wollte. An solchen Tagen wurden Eyan und ich ausgeschickt sie zu suchen und gesund wieder heim zu bringen. Immer wieder fanden wir sie, immer wieder wurde sie ins Schloss zurück gebracht, auch wenn sie sich wehrte und nicht verstehen wollte, warum sie nicht einfach ein einfaches Mädchen ohne Verpflichtungen sein konnte. Ich glaube, das Lernen war schwer für sie.

Oft auch war Tandy da, die Tochter von Crombie, der schon so lange im Dienste des Königshauses war wie ich. Sie und Elyea stellten so einigen Blödsinn an, was mich doch manchmal schmunzeln ließ. Merkt mans? Ich mag Elyea recht gerne und ich weiß, ich gäbe ohne zu zögern mein Leben für sie hin, wenn es ihrem Schutz diente.


Mit den Jahren, die Eyan und ich gemeinsam arbeiteten, kamen auch wir uns näher. Es war ein vorsichtiges Aneinanderrantasten, ein Ausprobieren, wie weit das Vertrauen in den anderen ging, wie weit man vertrauen konnte. Doch da wir wirklich eng miteinander arbeiten mussten, begannen wir bald, uns auch ohne Worte zu verstehen und nachdem ich nach dem Tod von Janar zu seinem Nachfolger, dem neuen Heermeister ernannt wurde und auch gleitzeitig Leibwächter blieb, wussten wir uns sehr gut einzuschätzen. Wir waren eingespielt, man konnte uns schon fast ein Team nennen, wenn wir nicht beide zu sehr Einzelgänger für so eine Bezeichnung gewesen wären.

Nach dem Putsch auf den König, vom Sohn des Sturmkönigs ausgeführt, hatten Eyan und ich die etwas lästige Aufgabe, Blesk zu beschatten. Es war mir unangenehm, vor allem da ich – im Gegensatz zum König und dessen Gattin – sehr wohl wusste, dass Elyea sich heimlich mit ihm traf, auch wenn sie es mir nie gesagt hatte und wohl auch zu verheimlichen suchte. Aber mir – und auch Eyan – blieb so etwas nicht verborgen, zu sehr waren wir beide in unsere Aufgabe hineingewachsen, die Königsfamilie zu beschützen und schon des öfteren hatte ich sie verfolgt, einfach um sicher zu gehen, dass ihr nichts passierte. Mir gefiel das Paar, war der Meinung, dass sie gut zusammen passten, was ich allerdings vor niemandem erwähnte.

Ich beobachtete Blesk nur ungern, vor allem, da ich der Meinung war, dass er nichts mit den Plänen seines Vaters zu tun hatte und war auch recht erleichtert, dass er zum Ratsmitglied gemacht wurde und somit meine Aufgabe, ihn zu beschatten, wieder wegfiel. Nun war ich weiter gespannt, wie es mit ihm und der Prinzessin weiter ging, hatte allerdings den Verdacht, dass die Königin dem Treiben früher oder später ein Ende setzen würde.

In letzter Zeit war ich wieder mehr mit der Ausbildung meiner Leute beschäftigt, vor allem da König Trent befürchtet, dass die Mundanier vielleicht in das Land einbrechen könnten. Ehrlich gesagt liegt mir nicht viel daran, diesen Tag zu erleben. Ich weiß nicht, wie diese Menschen sind, aber schon alleine deren Nennung bereitet mir Unbehagen. Auch wurde ich des öfteren damit betraut, die Mitglieder der Königsfamilie zu begleiten. überall waren Spione, überall konnten sie sein und ich hatte vor, ihnen keine Chance zu geben, irgendwem, der mir wichtig war, nahe zu kommen


Geschichte: